Rezension: Jesus liebt mich (David Safier)

David Safier - Jesus liebt mich
(Copyright Cover: Rowohlt Verlag /Copyright Foto: Das Bambusblatt)

Der Liebesroman „Jesus liebt mich“ von David Safier, erschienen am 02.11.2009 im Rowohlt Taschenbuch Verlag, erzählt die magische Geschichte der liebeskranken Marie, die ihre eigene Hochzeit zum Platzen bringt und sich damit abfindet, einsam und allein zu sterben. Bis sie endlich dem Mann ihrer wahren Träume begegnet.

Marie ist über dreißig und frustriert. Endlich wähnte sie sich in einer glücklichen Beziehung, so viel besser als all die falschen Partnerschaften, die in ihrer Vergangenheit immer ein böses Ende gehabt hatten.
Alles scheint perfekt, denn ihr Freund und sie wollen heiraten und sich ein Leben aufbauen. Alles so, wie es sein soll.
Bis Marie vor dem Altar steht und Zweifel hegt. Sie hat so viel für diese Hochzeit in Kauf genommen, sogar den Gläubigen angefleht, ihr ihre Fehler von früher zu verzeihen und sie beide zu trauen. Doch es geht einfach nicht. In dem Moment, da Marie „Ja“ sagen soll, erstickt sie an diesem kleinen Wort und verlässt rasch die Kirche.
Wieder single versucht sie sich damit abzufinden, dass sie allein sterben wird, da begegnet sie einem Zimmermann, der das kaputte Dach über ihrem Schlafraum ausbessern soll und einfach wortwörtlich göttlich gut aussieht. Leider scheint der gute Mann eins an der Mütze zu haben, denn er hält sich für Jesus und Marie ist damit überhaupt nicht einverstanden. Verrückte hatte sie genug in ihrem Leben und der angebliche Jesus soll sich doch erst einmal beweisen.
Was dieser dann auch macht und Marie mehr über seine Rolle auf der Erde verrät, als er sollte. Denn während ihr größtes Problem die Liebe war, steht die gesamte Menschheit vor einem riesigen Drama.

„Jesus liebt mich“ ist bereits ein älterer Roman von David Safier und wurde auch schon verfilmt. Dennoch ist es das dritte Buch des Autors, das ich gelesen habe, und hat mich damit ein wenig enttäuscht. Als erstes habe ich „Plötzlich Shakespeare“ von ihm gelesen und war mehr als begeistert. „Traumprinz“ war das Zweite und hat mir auch noch Freude bereitet, aber „Jesus liebt mich“ war mir zu abwechslunsgarm.
Jedes dieser Bücher von David Safier hat einen eher flapsigen Schreibstil, der auch viel durch Klammern berichtet. Jedes dieser Bücher von David Safier hat eine unglückliche Protagonistin, die mit Männern nicht zurechtkommt, meist betrogen worden ist, sich alt und hässlich fühlt und einsieht, allein sterben zu müssen. Und jede dieser Protagonistinnen hat einen männlichen besten Freund, der in dasselbe Schema fällt. Zumindest war es bei diesen drei Büchern der Fall.
Die Grundideen der Romane sind dabei immer unterschiedlich und sehr spannend. Aber die Bücher ähneln sich zu sehr, der Schreibstil wurde auch über die Jahre hinweg nicht besser, was vermutlich sogar irgendwo Absicht ist.
In diesem Werk hat die Protagonistin noch dazu eine Schwester, die alle paar Seiten ein paar Zeichnungen einfügt. An sich eine nette Idee, würden sie nicht meistens so erzwungen wirken.
Das Ende dagegen ist sehr unzufrieden stellend, aber gleichzeitig auch besser, da es weniger in die Klischeekerbe schlägt.

Mein Fazit

Während die anderen beiden Bücher des Autors, die ich bereits gelesen habe, noch eine gute Review von mir bekommen haben, kann ich mich hier nun weniger positiv äußern.
Das liegt nicht daran, dass „Jesus liebt mich“ unbedingt schlecht ist. Genau genommen steht es von der Qualität her genau auf einer Stufe mit den beiden jüngeren Werken aus seiner Feder.
Aber genau da ist das Hauptproblem. Über den flapsigen Schreibstil kann ich hinwegsehen. Der bissige und teils trockene Humor hat mich normalerweise immer amüsiert und nach wie vor wäre es ein gutes Buch für einen Abend mit Kakao/Tee oder Kaffee auf einem gemütlichen Sofa.
Doch es ist mir den anderen zu ähnlich.
Ein Buch des Autors hat mir Freude gebracht. Ein Zweites war auch noch ganz witzig. Ein Drittes jedoch, das von der Protagonistin und ihrem Antrieb und Gedanken her quasi wie die anderen ist, bringt keinen Spaß mehr. Zumindest mir.
Aber wer sich auf die zwar vorhersehbare, doch auch irgendwo spannende Geschichte konzentrieren kann und nicht auf die Wiederholung des Charakters achtet oder dieses Buch als erstes Werk des Autors auswählt, der kann sich auf eine gemütliche und einfache Leserunde freuen.

Geschrieben von Judith

Linksektion

Verlagsseite des Buches
„Jesus liebt mich“ bei Thalia*

Weitere Rezensionen zu Büchern von David Safier:
„Plötzlich Shakespeare“
„Traumprinz“

2 Kommentare zu „Rezension: Jesus liebt mich (David Safier)“

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