Rezension: When Oceans Fade Away (Anthologie aus dem Tagträumer Verlag)

When Oceans Fade Away (Tagträumer Verlag)
(Copyright: Tagträumer Verlag)

„When Oceans Fade Away“ ist eine am 01. November 2017 erschienene Anthologie aus dem Tagträumer Verlag und vereint dabei zehn Geschichten über Meerjungfrauen und Ozeane in sich.

Eine Rezension zu einer Anthologie zu verfassen, ist immer ein wenig schwierig. Geht man auf alle Geschichten darin ein, wird sie viel zu lang, geht man nur auf ein paar Ausgewählte ein, ist es unfair. Geht man gar nicht auf einzelne Geschichten ein, wird es eine sehr kurze Buchbesprechung und das ist ja irgendwie auch nicht Sinn der Sache.
Ich muss auch gestehen, normalerweise lese ich keine Anthologien, bei dieser aus dem Tagträumer Verlag habe ich allerdings eine Ausnahme gemacht und der Grund liegt wohl klar auf der Hand. Es geht um das Meer, um Piraten und um Meerjungfrauen bzw. Sirenen.
Zumindest handeln die allermeisten der hier abgedruckten Geschichten von diesen Themen, was zwar für mich ein Leseargument war, dennoch aber etwas schade ist, da die Ozeane doch noch so viel mehr zu bieten hätten als Adaptionen der Kleinen Meerjungfrau von Hans Christian Andersen.
Ein weiteres Argument war natürlich auch, dass auch K. K. Summer hier eine Kurzgeschichte beigesteuert hat, nämlich die Vorgeschichte von „Stella Maris“, das ich bereits im vergangenen Sommer gelesen und rezensiert hatte.

Wie in jeder Anthologie sind Charaktere, Plot und Schreibstil sehr durchmischt und nicht jede Geschichte wird einem gefallen. Es wird immer welche geben, die einem einfach besser gefallen oder die qualitativ einfach auf einer anderen Stufe stehen als der Rest. Und so war es auch bei dieser Anthologie für mich sehr durchmischt.
Am besten hat mir „Die Narben des Meeres“ von Nancy Pfeil gefallen und während ich diese Story als Beispiel heranziehe, gilt meine Aussage nicht ausschließlich nur dafür.
Die Geschichte hat Potential. Die Charaktere sind sympathisch, der Plot und der Schreibstil machen Spaß, aber leider bleiben die Figuren auch hier etwas flacher, als es für meinen Geschmack gut gewesen wäre. Dennoch hatte ich Spaß an dieser Geschichte und anderen ihrer Art, denn oft schaffen die Autorinnen es auch, eine passende Atmosphäre aufzubauen.

Trotz des schlichten und manchmal etwas unausgereiften Schreibstils einiger Geschichten merkt man jeder von ihr das Herzblut an, das die Autorinnen dort hineingelegt haben und mit dem sie deutlich zeigen, dass sich noch immer sehr viele Menschen für diese Themen rund um das Meer und Meerjungfrauen interessieren – sie sogar mit historischen Elementen wie Piraten mischen. Was bei mir, die schon als Kind fasziniert von Piraten war, immer einen äußerst positiven Eindruck hinterlässt. Vor allem, da dieses Genre leider viel zu wenig gewürdigt wird.
Ebenso wie viele Jungautoren bei Verlagen leider viel zu wenig Aufmerksamkeit erfahren. Der Tagträumer Verlag macht genau das besser und gibt auch ihnen eine Chance, ihre Bücher nicht als Selfpublisher herausbringen zu müssen.

Zum Cover kann man nur sagen, dass es direkt die Aufmerksamkeit weckt und sich perfekt in die anderen Cover des Verlags eingliedert. Zudem zeigt es auf einen Blick alle wichtigen Elemente der Kurzgeschichten. Man sieht sofort, dass es sich um Seefahrer, das Meer und zumeist junge Frauen handelt, und es vermittelt direkt auf den ersten Blick einen magischen Eindruck, der sich in den Geschichten auf jeden Fall fortsetzt.

Das Buch wurde uns im Übrigen vom Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar in Ebook-Form zur Verfügung gestellt.

Mein Fazit

„When Oceans Fade Away“ aus dem Tagträumer Verlag kommt als Anthologie zwar sehr durchwachsen daher, zeigt dennoch aber auch deutlich, wie viel Liebe in jeder einzelnen Geschichte steckt und dass diese magische Unterwasserwelt und die Piraten durchaus noch Liebhaber unter den Lesern haben.
Ebenso wie für „Stella Maris“, das auch im Tagträumer Verlag erschienen ist, gilt hier: Die Anthologie ist genau das Richtige für diejenigen, die auf der Suche nach Magie, Liebe, leichten Geschichten fürs Herz und dem viel zu wenig gefrönten Genre der Meerjungfrauen und Piraten sind.

Geschrieben von Roberta

Linksektion

Verlagsseite des Buches
„When Oceans Fade Away“ bei Thalia*

1 Kommentar zu „Rezension: When Oceans Fade Away (Anthologie aus dem Tagträumer Verlag)“

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