Autoreninterview: JD Möckli

Danke, dass Du Dich bereit erklärt hast, ein kleines Interview mit uns zu machen! Wir freuen uns sehr auf Deine Antworten und sind gespannt, wie andere Autoren diesen Fragebogen ausfüllen werden.
Nochmal kurz etwas zum Bambusblatt: Wir sind ein Team aus zwei Autoren und einem verfressenen Panda. Wir arbeiten hart daran, dass es von uns kostenlose Geschichten geben wird. Außerdem gibt es den Blog, auf dem wir Rezensionen schreiben und eben auch die Interviews posten werden. Zudem toben wir uns auch im Thema Merch aus – so kann man Armbänder über unseren Etsyshop KeithLeBambou erwerben. Über Spreadshirt gibt es bereits das Motiv von einem Halloweenpanda Keith auf verschiedene Objekte gedruckt.

Natürlich steht es Dir frei, Fragen auszulassen. Das hier ist Dein persönlicher Bogen. Über lange Antworten freuen wir uns besonders, aber manchmal gibt es auch nicht so viel zu erzählen. Lies Dir am besten erst einmal den gesamten Bogen durch.
Viel Spaß!

0. Zunächst ein paar persönliche Fragen. Hier geben wir Dir Raum, Dich vorzustellen. Zum Beispiel Deinen (Autoren)Namen zu nennen, Deine bereits erschienenen oder bald erscheinenden Werke aufzulisten, etwas über Dein Alter oder Deine Social–Media Kanäle zu sagen:

Mein Name ist Jessica Deborah Möckli und daher kommt auch mein Autorenname J. D. Möckli. Ich bin erst 36 Jahre alt oder schon? Ach, das Alter ist doch unwichtig. Es ist nur eine Zahl.Seit 2009 veröffentliche ich Fanfictions und seit 2018 bin ich als Romanautorin unterwegs.
Angefangen habe ich mit der Wüstensklave Reihe. Ursprünglich war es mal eine Fanfiction, die eigentlich nur so 6 bis 8 Kapitel lang werden sollte. Tja, es kam etwas anders. Erschienen sind bis jetzt (Stand Dez. 2019) 5 Bände und gerade schreibe ich den 6. Band. Geplant sind so 7 bis 8 Bände. Mehr sollten es eigentlich nicht werden, bis die Geschichte zu ende erzählt ist.
Nebenbei habe ich die Tonum Reihe angefangen zu schreiben. Wobei diese Reihe, anders als Wüstensklave aus einzelnen Geschichten besteht, die alle auf der Insel Tonum spielen.
Social Media ist eigentlich nicht so meins, dennoch habe ich einen
Twitteraccount ( https://twitter.com/jd_moeckli ) und bin auch auf
Facebook ( https://www.facebook.com/jdmoeckli/ ) und
Instagram (https://www.instagram.com/jd_moeckli/?hl=de)
mehr oder weniger aktiv. Auch, weil ich neben dem Schreiben auch noch als Künstlerin tätig bin und Instagram sich da einfach am besten dafür eignet, die Bilder, aber auch die Bücher zu zeigen.
Dazu habe ich noch eine eigene Webseite: https://www.jdmoeckli.ch/

1. Erzähl gern etwas über Dich. Bist Du verheiratet, hast Du Kinder? Was auch immer Du erzählen willst und vielleicht auch, wie sich das in Deinen Autorenalltag mit eingliedert. Zum Beispiel wie Dein Ehepartner Dich beim Schreiben unterstützt.

Ich bin weder verheiratet, noch habe ich Kinder und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich auch nicht vorhabe etwas daran zu ändern. Ich geniesse mein Singleleben viel zu sehr, als dass ich mich in eine Beziehung würde begeben wollen.
Dafür habe ich zwei Katzen, die mich regelmässig vom Schreiben abhalten, indem sie sich zwischen mich und die Tastatur legen.
Da ich vom Schreiben und meiner Kunst (noch) nicht leben kann, arbeite ich hauptberuflich in einer Firma, die Pinzetten und andere Hilfsmittel für Augenoperationen herstellt.

2. Welche Bücher sind die, die Du am liebsten selber liest?

Schwer zu sagen, da ich in letzter Zeit kaum zum lesen komme. Aber ich liebe gute Fantasyromane und ja, ich lese Mangas.
Bei Hörbüchern sieht es da schon anders aus. Ich höre sie gern bei der Arbeit und da kann es schon mal quer durch die Sparten gehen. Von Liebesroman, bis zum Krimi oder Highfantasy ist da alles dabei. Jedoch kann ich mir nie die Titel merken, immer nur den Inhalt.

3. Wen liest Du am liebsten? War er Deine Inspiration?

Das kann ich gar nicht so sagen, da ich Bücher nicht nach Autor aussuche, sondern danach, ob mich die Geschichten ansprechen. Tatsächlich sind Erlebnisse aus dem Alltag oder Filme und Serien oder Dokumentationen zu diversesten Themen für mich viel inspirierender als Bücher.

4. Welches Projekt (nicht Buch) würdest Du gern umsetzen?

Gute Frage … das kann ich so spontan gar nicht beantworten. Obwohl … ich würde gern die Ölmalerei erlernen. Das Material habe ich schon, jetzt fehlt nur noch die Zeit.

5. Wenn alles möglich wäre, was wäre Dein erster Wunsch?

Mein erster Wunsch wäre, dass die Menschen die Meinungen, Pläne und Lebensarten von anderen Personen respektieren und sie nicht wegen ihrer Art zu (Irgendein Wort einsetzen) verurteilen und sie zu ändern versuchen.

6. Was ist die beste Geschichte, die Du nie (fertig) geschrieben hast?

Ähm … ein Fantasyroman, den ich schon nach drei Kapiteln abgebrochen habe, in dem geht es um eine Zukunft in der Drachen sich in Menschen verwandeln können und über die Menschen herrschen.

7. Was möchtest Du als Autor noch erreichen?

Mein grösster Traum wäre es, dass ich so viele Bücher verkaufe, dass ich damit die Kosten für Lektorat etc. würde abdecken können.
Aber ich freue mich immer darüber, wenn ich lesen darf, dass die Leser Freude an meinen Geschichten haben.

Zwar stehen oben auch schon Fragen zu Dir als Autor direkt, aber gehen wir da jetzt mal ein wenig mehr drauf ein!

8. Welche Fehler beim Schreiben sind Dir über Dich selbst bekannt und welche ärgern Dich am meisten? Wie versuchst Du, sie loszuwerden, oder akzeptierst Du sie einfach?

Es ist in dem Sinne kein Fehler aber ich lebe in der Schweiz und wir nutzen kein ß. Daher schreibe ich alles mit Doppel-S. Bei den Fanfictions lasse ich es, schliesslich ist es aus meiner Sicht nicht falsch, aber in den Büchern, die ich verkaufe, da lasse ich es von meinem Lektor korrigieren, da Word das nicht sehr zuverlässig macht.

9. Für uns andere Autoren auch interessant: Wie läuft Dein Schreibprozess bei Dir ab? Von der Idee bis zur Korrektur?

Ähm … Ich habe die Idee und wenn sie mich nicht mehr loslässt lege ich einfach los. Meistens kenne ich nur den Anfang und das Ende und worum es in der Geschichte gehen wird. Alles andere lasse ich einfach passieren und wenn ich ein Kapitel fertig habe, dann lese ich es nochmals durch, bevor ich mich an das nächste Kapitel mache.
Am Ende lese ich nochmals alles durch und schicke es dann dem Lektor.
Wenn ich die Geschichte dann wieder zurückbekommen habe, arbeite ich noch einmal alles ab und seit dem letzten Band lasse ich sie mir dann auch vom PC vorlesen. Viele Schusselfehler fallen dann erst wirklich auf.
Wenn ich dann wieder durch bin, dann geht’s zurück zum Lektor und so weiter, bis wir mit allem durch sind und ja, dann kommen die Titelüberlegungen und die Suche nach dem Cover.
Cover und Rückseitentext übernimmt mein Lektor und er macht auch Titelvorschläge. Je nachdem, welcher Titel mir besser gefällt, nehme ich einen seiner Vorschläge oder einen von meinen.
Die meisten Diskussionen haben wir in der Regel beim Cover, das ging schon so weit, dass er mir den Seitenlink für die Modelle gegeben hat und ich dann selbst suchen durfte.

10. Wie bist Du auf das Genre gekommen, dass Du schreibst?

Ich lese selbst gern Yaoi Fanfictions und irgendwie liegt mir das Genre schwule Liebesromane am besten.
Dass die Wüstensklave Reihe auch im Fantasybereich Zuhause ist, ist eher aus Versehen passiert.

11. Warum hast Du mit dem Schreiben angefangen? Erzähl uns die Geschichte!

Ich war im Internet auf der Suche nach guten Geschichten und bin dann irgendwann auf Fanfictions gestossen. Ich hatte keine Ahnung, was das sein soll und habe angefangen sie zu lesen und ich war begeistert. Mir eröffnete sich eine mir bisher unbekannte Welt.
Tja, ich dachte immer, dass ich überhaupt kein Talent zum Schreiben habe und habe die Fanfictionautoren schon beinahe beneidet. Irgendwann bin ich dann auf eine Seite gestossen, die Fanfics zu Stargate hatte und da lief so ein kleiner Schreibwettbewerb und irgendwie hat es mich dann gepackt: Ich habe meine erste Fanfiction geschrieben und die war sage und schreibe 1.5 A4 Seiten lang. Heute ist jedes Kapitel länger als die Geschichte damals.
Ja, das war 2009 oder 2008, wenn ich mich richtig erinnere und es hat sich mir so eine Welt eröffnet, in der ich meine Gedanken und Gefühle auf kreative Art ausleben konnte.
Zuerst habe ich immer ganz brav in den jeweiligen Universen geschrieben, bis ich bei Yugioh dann auf einmal den AU (Alternatives Universum) Bereich betreten habe und meine erste AU Fanfic geschrieben habe. Das war der erste Schritt zu meinen Büchern.

12. Was motiviert Dich?

Mich motiviert es, wenn ich sehe, dass Menschen Freude an meinen Geschichten haben.
Aber manchmal schreibe ich auch einfach nur, um Gefühle zu verarbeiten. Was aber das Wichtigste ist, ich schreibe, was ich selbst gern lesen würde und ich habe Freude daran zu sehen, wie sich die Geschichten vor mir auf dem Bildschirm entwickeln.

13. Wie viel Schreibzeit hast Du?

Ich habe so täglich um die 2-3 Stunden Schreibzeit. Ob ich die auch nutzen kann, hängt davon ab, wie es in meinem Schreibfluss gerade läuft.

14. Lässt du Dich gerne auch mal ablenken?

Oh ja. Besonders meine Kater können mich sehr leicht ablenken

15. Welches Deiner Bücher magst Du selbst am liebsten und warum?

Ich muss gestehen, dass ich Band 4 meiner Wüstensklave Reihe am liebsten mag. Ich weiss auch nicht warum, aber irgendwie finde ich, dass Yari sich darin so unglaublich entwickelt und riesen Fortschritte macht und irgendwie berührt es mich, wie er in dem Buch klar macht, was er von gewissen Personen und erzwungenem Respekt hält.

16. Wie sieht in Deinen Augen der Alltag eines Autors aus? Die meisten nur Leser können sich nichts darunter vorstellen.

Hmmm, ich kann jetzt nur von mir sprechen. Aber wenn ich in meinem Schreibfluss bin, vergesse ich Zeit und Raum und tauche in meine Geschichten ein. Essen und Trinken wird dann einfach vergessen.
Mein Alltag besteht ja aus Arbeiten in der Firma und dann abends schreiben. Ich nehme mal an, dass bei einem/einer Vollzeitautor/Vollzeitaurin der Tagesablauf auch so ist, dass mehrere Stunden täglich geschrieben wird oder Recherchen zu wichtigen Themen gemacht werden. Halt wie bei jedem anderen Beruf auch.

17. Wie stehst Du heute zu Deinen ersten Geschichten?

Ich sehe sie so, dass ich an ihnen sehen kann, wie ich mich weiter entwickelt habe. Darum würde ich auch nie auf die Idee kommen, sie noch einmal zu überarbeiten und anders zu schreiben.

18. Was würdest Du jetzt gern an dieser Geschichte ändern?

Gar nichts. Es passt alles so, wie es ist.

Sie sind unabdingbar und gerne zickig. Die Figuren. Wir lieben und wir hassen sie und meistens kann sich der Leser gar nicht vorstellen, welches Leid wir manchmal mit ihnen erdulden mussten. Ohne sie geht es aber dennoch nicht. Erzähl uns gerne von ihnen!

19. Magst Du alle Deine Figuren?

Ja, irgendwie mag ich sie alle. Sogar die Figuren die echt nervig sein können.

20. Gibt es für die Figuren reale Vorbilder?

Ja und Nein. Es kann sein, dass eine Figur die Eigenschaften von mehreren Personen in sich vereint. Aber so direkt ein Vorbild gibt es nicht.

21. Fällt es Dir leicht, schwierige Figuren zu schreiben? Ganz gleich, weshalb genau sie schwierig sind.

Nicht immer. Aber sobald ich die Figuren machen lasse, was sie wollen, dann ist es viel leichter.

22. Wann genau ist eine Figur schwierig für Dich?

Eine Figur ist für mich schwierig zu schreiben, wenn ich sie in eine gewisse Richtung zwingen muss. Meistens wehrt sie sich dann nämlich mit Händen und Füssen dagegen, auf mich zu hören.

23. Musstest Du auf Grund einer Figur schon einmal ein Werk abbrechen?

Nein, zum Glück nicht.

24. Welche ist der Liebling Deiner eigenen Figuren? Wo kommt sie vor und magst Du sie uns vorstellen?

Puh, ich mag sie doch alle. Eigentlich ist es eher eine Figurenkombination. Nämlich Kai und Yari/Jamon. Die beiden harmonisieren so gut miteinander, dass ich mit Kapiteln Mühe habe, in denen sie getrennt von einander agieren müssen.
Yari/Jamon ist ein Sklave, der sein Gedächtnis verloren hat und durch 5 Jahre Hölle schwer traumatisiert ist. Dennoch gibt er nicht auf. Besonders als langsam seine Erinnerungen zurückkehren und er sich an immer mehr erinnert und langsam wieder zu sich selbst zurückfindet. So wird aus dem Sklaven Yari, langsam wieder Jamon, der einst freie Mensch.
Kai ist ein Stoffhändler und bis über beide Ohren in Yari verliebt. Er ist unglaublich hilfsbereit und unterstützt Yari dabei, wieder zu sich selbst zu finden. Er hat eine Engelsgeduld und hat ein unglaublich gutes Herz.

25. Hier geben wir Dir Raum, selber noch etwas zu Deinen Charakteren zu erzählen.

Ganz ehrlich. Lest die Bücher und lernt die Charaktere so selbst kennen. 😉

Und da sind wir auch schon fast durch. Jetzt bitten wir Dich darum, ein Projekt oder DAS Projekt vorzustellen. Dabei wollen wir Dir viel Raum lassen.

26. Extra eine gemeinere Frage: Weshalb sollten Leser auf jeden Fall Dein Buch kaufen?

Wüstensklave ist eine so ganz andere Geschichte im Bereich der schwulen Literatur. Die Geschichte entwickelt sich langsam und obwohl sie in einem alternativen Universum spielt, entwickelt sie sich doch so, dass sie möglichst realistisch ist.
Yari hat zu kämpfen und es ist nicht nach drei oder vier Kapiteln alles wieder gut. Nein, sogar bei dem Band, den ich gerade schreibe hat er mit seinen Erlebnissen zu kämpfen und das obwohl er seine Erinnerung zurück hat.
Tonum ist eher eine der üblicheren Geschichten: Es gut um Liebe, Sex und Probleme, die sich ergeben, wenn eine Familie extrem konservativ ist und dazu noch Einfluss genug hat, um den schwulen Sohn erpressen zu können. Zumindest versucht sie es. 😉
Und ja, es gibt da die ein oder andere heisse Szene in dem Buch.

27. Was sollen sich Leute am Ende Deiner Geschichte denken?

Ich will die Menschen mit meinen Geschichten berühren und auch zum Nachdenken bringen. Auf die ein oder andere Weise.
Jeder ist mal schwach und braucht Hilfe und dann sind Menschen wichtig, die einem zur Seite stehen. Vielleicht öffnen die Bücher ja dem ein oder anderen die Augen, was Gewalt und Machtmissbrauch mit einem Menschen machen können.
Mein grösster Wunsch ist es, dass auch nur eine Person am Ende sagt: Ich konnte mich in einen der Protagonisten reinversetzen und verstehen, wie er sich fühlt. Ich will die Menschen auf emotionaler Ebene berühren.

28. Was auch immer die Beweggründe dafür waren, wieso Du dieses Interview gemacht hast, bestimmt war da auch die Hoffnung, Werbung für Dich machen zu können, ganz gleich, ob du Deinen Lesestoff kostenfrei anbietest oder nicht. Diesen Raum wollen wir Dir hier gerne geben. Berichte uns über Dein Projekt oder die Projekte. Sag noch ein paar abschließende Worte. In welchem Format gibt es Dich zu lesen? Und zu welchem Preis? Hau in die Tasten!

Ich hoffe, ich konnte euch etwas über mich und meine Bücher erzählen und euch vielleicht auch etwas neugierig machen.
Meine Bücher gibt es als Taschenbücher und E-Books zu kaufen. Bei mir auf der Webseite oder auch bei den üblichen Verdächtigen.
In der Regel kostet ein E-Book 99 Cent bis 3.49 Euro oder bei mir im Shop 1.15 bis 4.- CHF
Die Taschenbücher kosten von 9.99 bis 12.99 Euro oder bei mir im Shop 12.- bis 15.- CHF
Bei mir im Shop kommt noch ein Porto dazu, da ich es mir nicht leisten kann, die Bücher portofrei zu verschicken. Dafür habe ich in der Regel immer welche am Lager.

Hinweis: Die meisten Fragen sind aus der Community gefischt worden.

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