Rezension: Die Scherben des Tyrannen 01 – Verraten (Vanessa S. Kleinwächter)

Vanessa S. Kleinwächter - Verraten (Die Scherben des Tyrannen 01)
(Copyright Cover: Vanessa S. Kleinwächter / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

Das Taschenbuch erschien am 08. Februar 2020 via Epubli und kostet 16€. Auch ein eBook für 2,99€ steht Lesebegeisterten zur Kaufverfügung. Unsere gedruckte Version haben wir von der Autorin selbst als Rezensionsexemplar auf der BuchBerlin zur Verfügung gestellt bekommen und möchten uns herzlichst dafür bedanken!


Manche haben den Mut, um eine Freundschaft zu kämpfen, und andere müssen sich diesen Mut erst erarbeiten, aber gleich zu welcher Sorte Nael gehört, sie weiß, dass sie ihren Freund suchen muss.

Die Magierin Nael ist jung und unsicher. Es gibt nicht viel an sich, das sie wirklich mag, aber dennoch brennt in ihrem Herzen die Kraft, die Welt anzupacken und zu ändern. Endlich will sie ausgebildet werden und ihre magischen Kräfte richtig kontrollieren lernen. Aber noch viel wichtiger ist der Wunsch, ihren Freund Jake zurückzuholen, der in die Fußstapfen des Tyrannen Cabrysz treten und dessen Positionen einnehmen soll.
Nael weiß nicht, ob sie es schafft. Doch sie weiß, dass sie es versuchen muss.


Freundschaft und das enge Band, das Menschen verbindet, findet man in vielen Romanen. Warum? Die Erklärung ist ganz einfach. Wer wird davon nicht berührt?
Auch hier haben wir einen Fantasyroman, der sich auf die Freundschaft zwischen zwei Menschen bezieht und drum herum eine schöne Geschichte knüpft.
Der Schreibstil ist in der Ich-Perspektive verfasst, sodass man sich sowohl bei der Spannung der Geschichte in sie hineinversetzen kann, als auch bei dem Kampf um ihre Freundschaft sowie die Nervosität, die sie schnell erlebt. Gerade der Anfang am Buch hat mich doch sehr an mich selbst erinnert und bringt auf gute Art die Beschreibung der Hauptfigur ein.
Durch Nael wird aber nicht nur Unsicherheit und Kampfesgeist übermittelt, sondern auch Humor. Die Szenen werden durch den inneren Monolog der Protagonistin immer wieder aufgelockert. Dabei verliert die Handlung allerdings zu keinem Moment die Spannung.
Und Spannung finden wir. Schon der Anfang zeigt uns ganz deutlich ein Bild auf, dass wir mehr oder minder alle irgendwo erfahren haben. Vielleicht nicht unbedingt dadurch, dass unser bester Freund auf eine düstere Eliteuniversität gewechselt hat, doch den Schmerz über einen solchen Verlust kennen wohl die meisten genauso wie die Lockmittel, die Jake in diese Situation gebracht haben. Endlich werden seine Zeichenkünste anerkannt und die Schergen von Cabrysz locken den jungen Magier zu sich, indem sie dem Einserschüler Honig um den Mund schmieren.
All dies sind die kleinen und großen Momente des Lebens, die uns bekannt vorkommen und an die Seiten fesseln.

Kleine Schwachpunkte gab es allerdings auch:
Ich wünschte mir, dass es deutlich weniger Absätze gegeben hätte. Die Szenen werden so mittendrin unterbrochen. Zusätzlich zu den inflationär genutzten „kleinen Absätzen“ gibt es Szenentrenner, die in diesem Fall jedoch passend wirken und den Lesefluss nicht unterbrechen. An manchen Stellen (zum Beispiel einem kleinen Zeitsprung) hätte ich mir dagegen einen kleinen Absatz gewünscht, wenn diese ohnehin schon Verwendung finden. Ein schönes Detail, da wir gerade bei den Unterteilungen sind, finde ich, dass die Kapitelzahlen ausgeschrieben sind.
Auch wirken manche Satzkonstruktionen noch ein wenig eckig und spätestens die häufig verwendeten Ausrufezeichen oder die Kombination von Ausrufezeichen und Fragezeichen reißen einen wieder aus dem Geschehen hinaus.

Mein Fazit

Spannung und Emotionen, die die meisten Menschen allein schon aus der Erfahrung heraus erreichen dürften. Verpackt in einem flüssigen Schreibstil, der Humor genauso einbringt wie Gefühle, und, trotz kleiner Schwächen, den Leser an die Seiten binden kann. Kaufempfehlung.


Geschrieben von Judith


„Verraten (Die Scherben des Tyrannen 01)“ bei Thalia*
„Verraten (Die Scherben des Tyrannen 01)“ bei Epubli

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