Rezension: Was richtig ist (Sebastian Kalkuhl)

Sebastian Kalkuhl - Was richtig ist / Sebastian Kalkuhl - Was menschlich ist
(Copyright Cover: Sebastian Kalkuhl / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

„Was richtig ist“ von Sebastian Kalkuhl ist seit dem 21. Oktober 2018 als Taschenbuch für 13€ erwerbbar und erschien via epubli. Unser Exemplar bekamen wir auf der BuchBerlin als Rezensionsexemplar. Vielen Dank dafür.


Manche machen das Richtige, weil sie es müssen und nur in dem Rahmen, wie sie es müssen. Andere machen, was richtig ist, aus vollstem Herzen heraus und biegen dafür die Regeln oder übertreten Grenzen und ignorieren dabei die Konsequenzen, solange es ihnen möglich ist.
So auch der Schutzengel von Sam. Auch wenn dieser damit das Leben seines Schützlings durcheinander wirft und sich selbst in Gefahr bringt, weiß Cassiel, dass man manche Sachen richtig machen muss.


Engel und ich, das ist sowieso schon eine Kombination, die seit knapp zehn Jahren gut läuft. Dabei bezieht sich meine Leidenschaft weniger auf das, was die Bibel vorgibt, als eher auf eigene Erklärungen und Versionen.
Demnach stand es außer Frage, dass die Rezensionen für diese Werke in meine Hand gelegt werden. Vor allem, da ich die moralische Debatte hinter diesem Buch sehr gerne mag. Wann ist etwas richtig und wann ist etwas wirklich richtig oder vielleicht auch zu viel? Wann lohnt es sich, Regeln einzuhalten und wann kann man sie übertreten? Wer meine Bücher liest, weiß, dass ich gerne mit Moral spiele (zumindest auf geistiger Ebene).
Dass das Buch dann noch mit einem hübschen Cover daherkam und einen guten Schreibstil mit sich brachte (zu dem ich gleich mehr erwähne), war dann natürlich nur ein doppelter Pluspunkt.

Eigentlich können wir auch jetzt gleich zum Schreibstil kommen. Der war weitestgehend flüssig und eher durch den nicht so gelungenen Buchsatz schwerer zu lesen.
Es ist immer schwer, viel Positives zu sagen, wenn der Schreibstil flüssig ist. Er ist flüssig, zum größten Teil konnte ich ihn gut lesen. Auch das hat schon wieder einen leicht negativen Beigeschmack und dann wollen die Leute wissen, warum denn nur zum größten Teil. Also schreibt man, was man persönlich als störend empfunden hat und „zack“ einfach so klingt es schon nicht mehr so rund. Deswegen möchte ich nun betonen, dass das Buch Spaß gemacht hat.
Die Beschreibungen waren gut formuliert und brachten einen näher an die sympathischen Figuren und die Thematik des Buches. Auch, wenn die Dialoge oft noch sehr gestellt wirkten, und die Gedanken zu häufig vertreten waren, als dass es mich nicht öfter aus der Geschichte gerissen hat. Es gibt noch eine Sache, die ich anmerken muss und vor der ich mich ein wenig fürchte, weil ich weiß, dass dieses Thema viele Leute anspricht. Ich hoffe, ihr nehmt mir diese Anmerkung nicht böse und versucht, es aus meiner Sicht zu sehen:

Ich persönlich finde es richtig toll, dass in beiden Werken von Sebastian Kalkuhl Diversität angebracht wird und somit eine weitere Bühne findet. In diesem Fall bin ich persönlich leider beim Lesen immer wieder herausgerissen worden. Der/die Protagonist/in wird als „es“ geschrieben.
Das hat bei mir aufgrund der Legasthenie mit dem flüssigen Lesen leider nicht so gut funktioniert, da ich an manchen Tagen ohnehin Probleme damit habe, wenn ich nicht komplett im Flow bin. Ich weiß, dass das an mir liegt, und ich möchte explizit erwähnen, dass ich diesen Schritt gut finde. Aber ich kenne auch andere Leute, die leider beim Lesen Probleme haben werden, und die ich deswegen vorher darauf aufmerksam machen möchte. Nehmt euch Zeit beim Lesen, wenn ihr euch dennoch mit einem spannenden Buch einkuscheln und eine tolle Geschichte lesen wollt.

Mein Fazit

Moralische Debatte, flüssiger Schreibstil, schönes Cover und Lesespaß? Kauft euch gerne „Was richtig ist“ und begleitet Sam und Cassiel auf einem Weg voller Fragen. Kaufempfehlung!


Geschrieben von Judith


Website des Autors

„Was richtig ist“ bei Thalia*
„Was richtig ist“ bei Epubli

Unsere Rezension zum Nachfolger „Was menschlich ist“

1 Kommentar zu „Rezension: Was richtig ist (Sebastian Kalkuhl)“

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