Interview Louis Proll

Willkommen in der dritten Runde der Interviews. Wenn Du Inspiration beim Ausfüllen brauchst, so stehen Dir eine Menge Autoreninterviews auf dem Blog zur Verfügung.
Behalte im Kopf: Das hier ist Dein Interview und Du darfst jeder Zeit Fragen auslassen! Kreativ darfst Du auch gerne sein! Was Du allerdings nicht darfst – und da gab es in den letzten Runden teilweise wirklich Probleme mit:

  • Fragen auslassen ist in Ordnung, aber bitte lösche sie nicht aus dem Dokument, sondern lass sie stehen.
  • Verändere nichts an der Formatierung. Also was kursiv ist, bleibt kursiv, was dick ist, bleibt dick etc.
  • Verändere nicht die Reihenfolge der Fragen und bitte sieh möglichst davon ab, Fragen miteinander zu kombinieren!
  • Bitte schick das Interview als .doc oder notfalls als .docx (oder Papyrus) Format ein und nicht als zum Beispiel Apple Format.
  • Schick uns gerne noch Fotos von Dir oder Deinen Werken dazu. Links ebenso (diese speisen wir dann vernünftig mit ein). Bitte gib uns die Copyright-Angaben dazu. Gibst Du uns diese nicht, nutzen wir den von Dir angegeben Autorennamen als Copyright!
  • Lies es am besten Korrektur, wir werden es nämlich nicht machen.
  • Diese Regeln werden ABSICHTLICH mit jedem Interview neu veröffentlicht.
  • Man kann über alles reden, aber bitte nie die Höflichkeitsform vergessen. Wir ändern nichts mutwillig an Deinem Text, sondern erst auf Absprache. Das bedeutet allerdings auch: Solltest Du Klarnamen und Autorennamen hier mischen und damit unzufrieden sein, ist das nicht unsere Schuld. Die Verantwortung liegt bei Dir und nur bei Dir allein. Wo wir das alles ändern sollen (da ansonsten eventuell der komplette Text umgearbeitet werden müsste), musst Du uns deswegen genaustens sagen.
  • Wir rennen nicht mehr hinter Informationen her. Du bekommst einmal eine Erinnerung. Danach schauen wir auf unsere Art weiter (z. B. fehlende Copyrightangaben, siehe oben).
  • Sollten wir jetzt oder irgendwann feststellen, dass Dein Interview oder Du nicht mehr auf dem Blog passen (zum Beispiel rassistische Kommentare auf Twitter), nehmen wir uns das Recht heraus, Dein Interview zu löschen oder gar nicht erst zu posten. Dasselbe zählt für den Zeitpunkt, da unser Speicher voll ist (den müssen wir bezahlen, darum mäßige Dich bitte auch mit Fotos und Sonderdateien wie Leseproben). Bevor wir etwas vom Blog löschen (was von unserer Seite übrigens noch nie vorgekommen ist), geben wir Dir Bescheid. Andersherum ist es Dir jeder Zeit gestattet, um eine Löschung zu bitten. Falls Du nicht mehr mit uns konform gehst oder nicht mehr mit Deinem Interview zufrieden bist. Möchtest Du es komplett oder zu großen Teilen neu machen, musst Du Dich in der nächsten Runde allerdings erneut bewerben. Ansonsten können wir gerne über Änderungswünsche reden.
  • Du hast auf Deine eigenen Daten Anspruch und kannst uns jeder Zeit um Löschung bitten. Allerdings hast Du ansonsten keinen Anspruch auf unseren Blog, auf andere Beiträge und darauf, dass wir Dir einen Sonderraum einräumen oder dergleichen.
  • Wir benutzen und veröffentlichen den Namen, den Du als Dokumentnamen nutzt (auch für fehlende Copryright-Angaben). Du MUSST das Dokument umbenennen in: Bambusblatt-Interview »Name«. Als Beispiel: Bambusblatt-Interview Judith L. Bestgen.
  • Links bitte NUR SO angeben: Twitter (Link), Website (Link) etc. Das macht es leichter für uns, diese einzuspeisen. Bitte formatiere sie nicht selbst bereits in Worte und Co. Da macht WordPress oft Probleme und wir dürfen die ganzen Links aufwendig suchen und neu einarbeiten. Außerdem: Kontrolliere bitte, dass die Links die Richtigen sind. Wir hatten oft, dass jemand sich verschrieben hat oder den Twitterlink posten wollte und nur jenen zur Hauptseite kopiert hat. Es ist nicht unsere Aufgabe, das alles für Dich herauszusuchen.
  • Fotos (von Dir oder den Covern) darfst Du uns gerne mitgeben.

    Bitte fass das alles nicht als böse auf! Wir wollen uns austauschen und Autoren helfen, allerdings haben wir schon so oft jetzt gemerkt, dass es ohne strenge Regeln nicht geht. Manche Menschen wissen einfach nicht, wie man sich nett verhält, und das tut uns jedes Mal sehr weh. Dieser Bogen geht ja nicht nur an Dich, vergiss das nicht!

    Danke, dass wir Dich auf unserem Blog begrüßen dürfen : ).
Autor Louis Proll im Potrait
(Copyright Louis Proll)

1. In Deinen Händen hältst Du Welten. In Deinem Herzen werden sie erschaffen, in Deinem Kopf genährt. Aber wer bist Du? Erzähl uns etwas über Dich!

Ich würd mich als fröhlichen, schrägen Vogel bezeichnen. Ich scherze viel herum und erzähle Geschichten – kann reden wie ein Wasserfall, wenn man mich lässt. Da kann’s auch um alle möglichen Themen gehen. Ich sitze viel vor dem Computer, sehe viele Filme, spiele viele Spiele; ein ziemlicher Nerd eigentlich!

2. Das bist also Du! Und die oben erwähnten Welten? Was möchtest Du uns zu ihnen sagen? Was kannst Du erzählen?

Im Kern schreibe ich bunte Abenteuergeschichten im SciFantasy-Setting. Alles dreht sich um ein Multiversum in dem sich alle möglichen Figuren in den verschiedensten Welten tummeln. Meine Tagline „Geschichten über Götter, Menschen und alles dazwischen“ trifft es da ganz gut! Man kann viele meiner Geschichten in Hörspielform hören, und neuerdings auch meinen ersten Roman „Weltenwanderer – Das Kontinuum“ lesen! Hey hey!

3. Was löst das Schreiben in Dir aus? Wie fühlt es sich an? Welche Bilder hast Du im Kopf, welche Art Feuer brennt in Deinem Herzen, welches Orchester spielt in Deinem Kopf?

In erster Linie will ich mir selbst Geschichten erzählen, die mich interessieren, bewegen und zum Nachdenken anregen. Oft will ich mich einfach zum Lachen bringen, aber ich nutze das Schreiben, um komplexe Gedanken und Gefühle zu verarbeiten, die im Normalfall schwer auszuformulieren sind. Irgendwo ermöglichen meine Geschichten mir, über mich, mein Umfeld und mein Empfinden nachzudenken, und daraus etwas unterhaltendes zu erschaffen. Im geschriebenen Wort fällt es mir oft leichter, schwierige Themen anzusprechen und offen zu sein.

4. Wer spielt Deine Muse? Und wie hältst Du sie fest?

So ziemlich alles kann mich inspirieren. Sobald etwas meinen Kopf anwirft, und ich etwas habe, über das ich länger nachdenken kann, kommt früher oder später Inspiration für eine Geschichte heraus. Meistens schreibe ich mir alle spontanen Ideen sofort auf, um sie nicht zu verlieren. Inzwischen habe ich so eine lange Liste an potenziellen Geschichten und Figuren, dass ich die niemals im Leben abarbeiten könnte. Aber statt sie auszudünnen, kommen immer wieder neue dazu. Meistens braucht der Zyklus ein paar Monate bis Jahre, bis ich weiß, wie ein neues Projekt aussehen soll, und dann lege ich von ganz allein mit etwas Neuem los!

5. Abseits von dem »Ich möchte davon leben«, welchen Traum hast Du? Welcher Traum hält Deinen Geist wach? Er muss nicht einmal mit dem Schreiben zu tun haben. Oder groß sein.

Oh, da gibt’s eine ganze Menge. Vieles davon findet sich in meiner Figur „Quint“ wieder, die in fast allen meiner Geschichten auftaucht – ein allmächtiger, selbsternannter Gott, der das Multiversum bereist. Ansonsten, um etwas näher an der Realität zu bleiben, habe ich den Traum, irgendwann einer von den ganz großen Synchronsprechern zu sein. Was Schreiben angeht, verfolge ich gar kein bestimmtes Ziel. Ich möchte einfach meine Geschichten bestmöglich erzählen und mich selbst (und hoffentlich auch ein paar andere) damit unterhalten.

6. Welches war Dein Lieblingsrecherchethema und wie bist Du es angegangen? Oder warst du vorher bereits in dem Thema bewandert (wie Bogenschießen) und hast es Dir deswegen mit zur Aufgabe gemacht, es einzubauen?

Bei mir eher Letzteres. Ich möchte grundsätzlich nur über Dinge sprechen und schreiben, über die ich Bescheid weiß. Meistens lerne ich automatisch viel über ein Thema, wenn es mich interessiert. Weltraumthemen sind da immer vorne mit bei; außerdem Psychologie und Philosophie. Meine Recherche besteht da meistens eher aus Fact Checks, da ich im ersten Schritt einfach schreibe, was ich weiß, und im zweiten Schritt überprüfe, ob ich auch keinen Blödsinn erzähle. Ab und zu kommt es aber natürlich vor, dass Figuren in-universe über ein Thema Bescheid wissen, von dem ich nichts weiß. In solchen Fällen informiere ich mich über grundlegendes Fachvokabular und paraphrasiere nach Möglichkeit Expertenzitate, bevor ich da unfaire Vereinfachungen reinklatsche. Aaaber meine Lieblingsrecherche war vermutlich mein Versuch, die Stärke einer Supernova mit TNT zu vergleichen. Oder Strahlenkrankheit. Fiese Sache!

7. Welcher Moment im Autorenleben hat Dich so richtig zum Lachen gebracht?

Der Moment der Realisation, nachdem meine Kompetenz als Autor ein Level erreicht hat, an dem ich erkennen konnte, wie schlecht ich eigentlich im Schreiben war. Ich war nie der „Whoa, ich bin der beste Autor aller Zeiten“-Typ, aber auch ich hatte in meiner Anfängerzeit keine Ahnung, wie viel zu Lernen es gab. Heute tausche ich mich oft mit anderen Schreibern aus, die alle dasselbe berichten. Die einen lachen drüber, die anderen weinen – da geht jeder unterschiedlich mit um!

8. Welcher Moment im Autorenleben konnte Dich sehr glücklich machen und wie?

Jedes fertige Projekt ist ein brillantes Gefühl. Als ich meinen Roman endlich fertig hatte, nachdem ich zuvor vier Jahre lang die Ideen hin und her gewälzt, immer wieder mit dem Schreiben angefangen und aufgehört hatte, tausend neue Ideen gefunden, verworfen, ausgearbeitet, auf Seite geschoben hatte – war das Gefühl absolut glorreich, das fertige Manuskript vor sich zu haben. Dieser „Das war vorher noch nicht da. Ich habe mich hingesetzt und etwas neues erschaffen“-Gedanke, macht mich bei jedem einzelnen fertigen Projekt extrem glücklich.

9. Welcher Moment im Autorenleben hat Dich den Tränen nahe gebracht und weshalb?

In all meinen Geschichten verarbeite ich meine Gedanken und Gefühle. Gerade weil ich da einen eher leichtherzigen und humorvollen Tonfall anstimme, schlagen die traurigen und schweren Momente besonders hart in meine Magengrube. Ich bin leider nicht ansatzweise so nah am Wasser gebaut, wie ich mich fühle, und es fällt mir extrem schwer, Trauer empfinden zu können; was auch eine gern benutzte Thematik in meinen Texten ist. Daher fallen mir hier nur konkrete, superspezifische Beispiele innerhalb meiner Geschichten ein.

10. Herrje, herrje, wie die Zeit vergeht. Bist Du ein schneller Tipper oder eher ein Gemächlicher? Oder mal so, mal so?

Tendenziell tippe ich eher langsam. Ich schreibe gerne relativ komplexe Sätze und benutze eine etwas gehobenere Sprache, wodurch ich beim Schreiben viel über Worte und deren Bedeutung nachdenke. Wenn ich dabei zu schnell tippe, wird mir der Text hinterher zu plump, oder es schleichen sich tausend Tippfehler ein.

11. Gehörst Du zu einer Schreibgruppe (wie Schreibnacht oder private Gruppen)? Nimmst Du am NaNo teil? Und wenn ja, wie? Nur im November oder auch bei den Camp-NaNos?

Ich habe 2016 am NaNo mitgemacht und eine erste Version eines Romans geschrieben, den ich daraufhin fürs Erste verworfen habe. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass der Druck einer Deadline meinen Prozess massiv stört und mich komplett aus meinem natürlichen Fluss reißt. Es gibt Tage, an denen schreibe ich von allein 10.000 Wörter, und dann mal wieder ganze Monate, in denen nichts passiert. Schreiben ist für mich eine derart persönliche und introspektive Sache, dass ich da nicht gut mit fremden Zeitplänen harmoniere und mich auch mit Gruppenarbeit sehr schwer tue. Es gibt eine kleine Runde, in der wir zum Spaß kleine Schreib-Challenges ausprobieren, aber davon abgesehen brauche ich meine komplette Freiheit beim Schreiben.

12. Hast Du ein Schreibritual und wenn ja, wie sieht dieses aus? Zum Beispiel einen bestimmten Ort, an dem Du schreibst. Ein bestimmtes Getränk bei Dir (wie Kakao) oder eine Atemübung vorher?

Ich habe viele viele viele Rituale versucht, aber mir schadet jedwedes Gefühl von Gewohnheit in meiner Kreativität. Es hängt komplett von meiner momentanen Laune ab. Manchmal kriege ich am Schreibtisch nichts zustande. Dann nehme ich mir den Laptop und setze mich auf die Couch, und es funktioniert. Oft höre ich mir gerne Regengeräusche beim Schreiben an – aber irgendwann nervt mich jedweder „Lärm“, genau wie Musik. Der Prozess ist bei mir nach wie vor recht chaotisch.

13. Welche Schriftart benutzt Du am liebsten? Oder passt Du es an jeden Charakter oder zumindest jedes Buch neu an? Wenn ja, worauf achtest Du dabei?

Beim Arbeiten benutze ich ganz langweilig für Gewöhnlich Times New Roman. In „Weltenwanderer“ benutze ich Liberation Serif in der finalen Version. Wie es in zukünftigen Büchern aussehen wird, muss sich noch zeigen. Mir ist vor allem wichtig, dass es einheitlich ist und zum Lesegefühl passt. Wechselnde Schriftarten im Text reißen mich sehr stark raus. Davon abgesehen habe ich da keine spezifischen Anforderungen. Der Font ist für mich nicht dazu da, um großartig aufzufallen, sondern einfach um die Worte möglichst angenehm abzubilden. Wobei sich das aber noch ändern kann – bei meinen Hörspielen achte ich auch sehr genau auf die Typografie.

14. Gibt es eine Frage zu einem Deiner Projekte, auf die Du schon die ganze Zeit wartest? So etwas wie »Warum hast Du Dich dazu und dazu entschieden«? Wurde diese Frage mittlerweile mal gestellt? Magst Du sie uns verraten oder andeuten? Warum wartest Du darauf?

Alle Fragen, die über „Wann geht’s mit der Geschichte weiter?“ hinaus und in die Tiefe der Materie gehen, find ich super! Spezifische Fragen zur Hintergrundgeschichte, zu den Regeln und Gesetzen meiner Welten und Figuren – all solche Sachen liebe ich. Alles, was mir zeigt, dass die Leser/Hörer sich intensiv mit meinem Text auseinandersetzen.

15. Hast Du ein aktuelles Projekt? Wie heißt es? Wo oder ab wann findet man es? Worum geht es?

Da ich die Fragen hier ja gerade in der Vergangenheit beantworte, muss ich mal versuchen, ein Stück weiterzuschauen. Nach Weltenwanderer plane ich eine damit verbundene Geschichte, die im Verlauf des Buches bereits angedeutet wird. Ansonsten erscheinen auf meinem YouTube Kanal immer wieder neue Hörspiele; da ist eigentlich immer irgendwas in Arbeit. Je nachdem wie gut ich vorankomme, müsste irgendwann die zweite Staffel meiner „Tethroth“-Saga starten. Auf jeden Fall lohnt es sich immer, mein Social Media zu beobachten. Ich poste super selten, aber wenn ich poste, dann eigentlich nur wichtige Dinge zu meinen Projekten!

16. Nutzt Du ein Pseudonym? Wenn ja, wie ist es dazu gekommen, weshalb genau dieser Name? Was möchtest Du uns dazu erzählen?

Online benutze ich meistens das Pseudonym Louis Coyote. Ich war früher, und bin es auch heute noch, großer Fan der Looney Tunes, und im Besonderen der Roadrunner & Coyote Sketche. Da ich einen zweiten Vornamen habe, der mit einem E beginnt, wollte ich meinen Nicknamen zu Lou E Coyote machen, in Anlehnung an Wile E Coyote. Blöderweise hat YouTube den Namen verhauen und nur Louis Coyote genommen. Tja. Jetzt hab ich den schon so lange, dass ich’s nicht mehr ändern will.

17. Gerade (aber nicht nur) wenn Du ein Pseudonym nutzt, weiß Dein Umfeld, dass Du schreibst? Und veröffentlichst?

Das dürften so ziemlich alle wissen, die mit mir zu tun haben. Die erste Info über mich, die so jeder im Umgang mit mir lernt ist meine Arbeit als professioneller (Synchron-)Sprecher. Die zweite Info ist das Schreiben. Ich bin eigentlich mit allem so offen wie ich nur irgendwie kann, und gerade diese Dinge sind so wichtig für mich, dass ich das nie geheimhalten wollen würde. Wer mich kennt und meine Texte liest oder Hörspiele hört, ist auch selten vom Tonfall überrascht. Ich denke, ich vermittle ein relativ einheitliches Bild von mir selbst. Aber ich bekomme da auch sehr viel positives Feedback!

18. Möchtest Du jemanden grüßen? Hier kannst Du Dir die Zeit dazu nehmen.

Oh, nun, auf jeden Fall grüße ich Devon Wolters! Wenn’s um Autorengeschichten geht, bist du immer die erste Anlaufstelle! Das ist auch durchaus eine Empfehlung für die nächsten Interviews! Und sonst grüße ich auch gerne Olley! Die Chancen stehen ja ganz gut, dass auch du hier reinschaust! Und wenn ich schon dabei bin, Grüße an Danny, Linda, Lara, Ben, und natürlich an all die treuen Zuhörer und Leser! Hey hey!

19. Wo im Internet findet man Dich? Hier ist genügend Platz für Deine Links.

So viel Platz brauche ich da gar nicht für! Man findet mich sehr leicht online als Louis Proll oder Louis Coyote. Bei diesem Link gibt’s alle Social Medias und Adressen, die man sich nur wünschen kann: Carrd

20. Möchtest Du abschließend noch etwas sagen?

Lest einfach mal mein Buch. Es ist gut, wurde mir gesagt! Und allein das Cover schon! Wenn das mal nicht einladend aussieht! … Oh, und gute Nacht natürlich, nicht zu vergessen!

Zusatzteil!

Wir hatten auch gefragt, worauf die Autoren Lust hätten, darum gibt es jetzt noch ein paar andere Fragen!

Welten Wanderer von Louis Proll im Potrait.
(Copyright Louis Proll)

21. Es ist leider ein elendes Thema, aber auch ein Wichtiges: Wie hat Corona sich auf Dein Schreiben ausgewirkt? Damit meinen wir alles (was Du uns an Informationen geben möchtest). Verkäufe, Storyideen, Werbung etc. Was hast Du, positiv und negativ, als Lehre für Dich daraus gezogen?

Mein Schreiben hat sich nicht allzu merklich verändert. Es waren allgemein stressige Zeiten und gerade in 2020 gab es dadurch viele Wochen, in denen alle Lebensbereiche gelitten haben, aber Corona selbst hat nicht allzu viel bei mir geändert. Ich häng sowieso 70% meines Lebens vorm Computer; da mal für ein paar Wochen 90% draus zu machen, fiel mir kaum auf. Klicks auf meine Hörspiele haben sich kaum verändert. Und mein Buch war noch nicht draußen, also … nope, wenig Input von mir dazu!

22. Was war für Dich eine Schwierigkeit bei den Charakteren?

Zu lernen, jeden Charakter interessant und als potenziellen Hauptcharakter auszuarbeiten, ohne zu übertreiben. Früher habe ich viele Stützfiguren auf ihre Storyrelevanz reduziert, wodurch sie zu Karikaturen wurden. Das funktioniert leider nicht, wenn diese Karikaturen zu wenig Tiefgang haben, um interessant zu sein. Ich musste lernen, dass jeder Charakter etwas zur Geschichte beiträgt und für mich persönlich wertvoll sein muss, selbst wenn ich mit der Moral, dem Typus oder irgendeinem anderen Merkmal der Figur absolut nicht übereinstimme.

23. Möchtest Du einen gewissen Standpunkt oder eine gewisse Moral vertreten oder willst Du vorrangig unterhalten?

Ich möchte unterhalten, aber darüber Moralen diskutieren. Manche Standpunkte vertrete ich durchaus, aber in den meisten Fällen möchte ich bloß meine Sichtweise darstellen und erarbeiten, ohne dabei zu predigen. Mir ist wichtig, meine persönlichen Gedanken und Gefühle auch in Bezug auf Gut und Böse, Sinn und Sinnlosigkeit, und alle möglichen abstrakten Konstrukte abzubilden. Aber das muss immer Teil der Geschichte sein und darf niemals auf Kosten der Unterhaltung gehen. Letztendlich glaube ich, dass LeserInnen nur dann bereit sind, über Moral und tiefliegende Konzepte nachzudenken, wenn die Geschichte sie auch tatsächlich gepackt hat und unterhält.

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