Angetestet: Salt

Bewertung: 4 von 5.

Am 06. Februar 2018 erschien das Open-World-Game Salt aus dem Hause Lavaboots Studios. In diesem Spiel übernimmt der Spieler eine Figur und erkundet ein Inselreich. Dabei muss er Materialien sammeln, um immer mehr Werkzeuge und bessere Schiffe bauen zu können. Des Öfteren trifft man auf NPCs, die einem beispielsweise Quests anvertrauen oder aber einen angreifen oder etwas zu verkaufen haben.

Lavaboots Studios arbeitet bereits am zweiten Teil; da haben wir endlich mal die Version von Teil 1, die ich schon vor einer Weile erworben habe, dennoch kaum spielen konnte, ausgepackt. Dass es eine Fortsetzung gibt, haben wir tatsächlich erst im Nachhinein mitbekommen, uns aber deswegen äußerst gefreut.
Zwar haben wir Salt selbst erst angetestet, aber das bedeutet nicht, dass wir nicht schon ein paar Stunden in unserer durch einen Seed generierten Welt verbracht haben. Teilweise zu zweit, allerdings hat leider mein Laptop, der mittlerweile schon bei kleinsten Dingen in die Knie geht, nicht mitmachen wollen. Dennoch hatten wir zu zweit auch vor einem Bildschirm viel Spaß.

Salt kommt ruhig daher. Bis auf ein paar Kämpfe sind zumindest die Tage doch sehr friedlich. Man kann in seiner eigenen Geschwindigkeit erkunden. Wie gesagt, sieht die Welt je nach Seed immer ein wenig anders aus. Aber man startet immer auf derselben Insel und bekommt dieselben Anfangswerkzeuge.
Schon nach kurzer Zeit hat man die Steuerung drauf und das erste Floss in den Wellen. Los geht es. In der Nacht kommen Monster, aber hier und da findet man ein Bett oder aber man kann ein Lagerfeuer bauen und dort bis zum Morgen warten (Zeit überspringen).
Immer wieder begegnet man NPCs. Die Welt ist sehr ausgearbeitet, was die Geschichten und Gilden betrifft. Es ist ein unglaubliches Gefühl, des nachts auf dem Meer unterwegs zu sein und auf einmal ein Leuchten zu entdecken, das kurze Zeit später wieder verschwunden ist. Kartografie und einen Kompass gibt es zwar, müssen aber erst gefunden oder gebaut werden. Die Orientierung ist demnach am Anfang sehr schwer, aber genau das bringt eigentlich einen gewissen Reiz mit sich.

Mit Salt vergeht die Zeit schnell. Es macht Spaß, zu erkunden. Allerdings gibt es hier auch große Abzüge, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Zuallererst: Wer Interesse hat, sich aber unsicher ist, kann sich auf Steam eine kostenfreie Demo herunterladen. Allein das ist schon sehr positiv (wie viele Entwickler bieten so etwas heute noch an?).
Warum das Spiel kein Suchtspiel ist? Obwohl man erkunden soll, ähneln sich die Inseln doch sehr. Man kann nicht tauchen und es gibt kaum Wildleben oder Höhlen und dergleichen. Der Entwickler hat für Teil 2 dahingehend schon mehr angekündigt.
Es gibt sehr viel zu lesen, denn die NPCs kauen einem ein Ohr ab und das ist eigentlich sehr positiv. Vor allem, da die Geschichten sehr humorvoll überbracht werden. Aber die Quests sind dann auch sehr ähnlich. Allgemein hätten wir gerne bei einem Erkundungsspiel mehr zu entdecken gehabt. Tatsächlich ist es eines jener Spiele, bei denen man unter Umständen das Wiki daneben aufhat. Nicht, weil das Spiel gar nichts erklärt, aber doch recht viele Gegenstände besitzt und man sich erst einmal ein wenig zurechtfinden muss.
Dass der Anfang „so lange dauert, bis mal etwas passiert“, das können wir nicht unterschreiben. Ja, am Anfang ist der Spiel recht träge. Aber erstens muss nicht immer alles direkt offen auf den Tisch gelegt werden (das sind auch immer die langweiligen Serien/Filme/Bücher) und zweitens soll man ja in seinem Tempo erkunden. Wer ein Erkundungsspiel spielt und nach kurzer Zeit einfach alles haben will, der hat wohl zum falschen Genre gegriffen.

Mein Fazit:

Salt macht Spaß. Die Welt ist humor- und liebevoll gestaltet. Es gibt viel zu entdecken, zumindest was die NPCs betrifft. Die Inseln könnten gerne voller sein, aber was das betrifft, hat der Entwickler schon neue Ankündigungen gemacht und die lassen uns sehr gespannt zurück.


Geschrieben von Judith


Website des Games

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