Interviewrunde 2: schwarz und schwärzer – Gemeinschaftsprojekt

Willkommen in der zweiten Runde der Interviews. Dieses Mal haben wir die Fragebögen je nach Tätigungsfeld umgestellt. Wenn Du Inspiration beim Ausfüllen brauchst, so stehen Dir eine Menge Autoreninterviews auf dem Blog zur Verfügung.
Behalte im Kopf: Das hier ist Dein Interview und Du darfst jeder Zeit Fragen auslassen!
Was Du allerdings nicht darfst – und da gab es in der letzten Runde teilweise wirklich Probleme mit:

  • Fragen auslassen ist in Ordnung, aber bitte lösche sie nicht aus dem Dokument, sondern lass sie stehen.
  • Verändere nichts an der Formatierung. Also was kursiv ist, bleibt kursiv, was dick ist, bleibt dick etc.
  • Verändere nicht die Reihenfolge der Fragen und bitte sieh möglichst davon ab, Fragen miteinander zu kombinieren!
  • Bitte schick das Interview als .doc oder notfalls als .docx (oder Papyrus) Format ein und nicht als zum Beispiel Apple Format.
  • Schick uns gerne noch Fotos von Dir oder Deinen Werken dazu. Links ebenso (diese speisen wir dann vernünftig mit ein). Bitte gib uns die Copyright-Angaben dazu.
  • Lies es am besten Korrektur, wir werden es nämlich nicht machen 🙂
schwarz und schwärzer
(Copyright schwarz und schwärzer)

1. Zunächst fangen wir wie immer ganz allgemein an. Bitte erzählt uns etwas über euch. Das kann alles sein, was ihr uns mitteilen möchtet.

Wir sind Martin und Felix. Unter dem Namen Schwarz & Schwärzer bringen wir verschiedene musikalische, literarische und visuelle Elemente zusammen. In unserer Arbeit geht es darum, dass wir versuchen eine Geschichte instrumental zu erzählen – also großteils ohne die Unterstützung durch Sänger oder Sängerinnen. Im Booklet der CD kann man die Geschichte aber in Reimform nachlesen, wobei jeder Track in etwa einem Kapitel der Handlung entspricht.

2. Stellt euer Projekt vor. Was genau müssen wir uns alle darunter vorstellen?

Wir nennen das, was wir machen, „Cinematic Rock“. Es ist ein „Filmsoundtrack fürs Kopfkino“. In unserer Musik kombinieren wir orchestrale Elemente, folkige Sounds und typisches Rock-Instrumentarium. Die narrative Seite gehört aber fest zu unserem Konzept dazu. Wir sehen Musik und Geschichte immer im Dialog. Wenn wir live spielen, ist es uns auch wichtig, das zu transportieren. Dann arbeiten wir zum Beispiel mit Videoeinspielungen und anderen Effekten, um auch die inhaltliche Seite unserer Performance zu betonen.

3.  Wie lange arbeitet ihr bereits an diesem Projekt?

Angefangen haben wir im Frühling 2017. Im Herbst 2018 ist dann das erste Album erschienen. Die Arbeit ging relativ schnell, was auch daran liegt, dass wir uns schon lange kennen und sofort eine gemeinsame Vision hatten, wie wir uns das vorstellen. Seitdem arbeiten wir an einer bühnentauglichen Version und inzwischen auch an einem Nachfolgewerk.

4. Ist es fertig? Wenn nicht, was schätzt ihr, wie lange es euch noch begleiten wird? Oder soll es tatsächlich niemals ein Ende, sondern nur neue Alben (also quasi Kapitel) haben?

Wir haben kein finales Ziel für Schwarz & Schwärzer. Sicher ist nur, dass „immernacht“ nicht unser letztes Album gewesen sein soll. Die Arbeit am zweiten Teil läuft nun seit ein paar Monaten. Parallel dazu arbeiten wir an verschiedenen Konzepten für die Bühne.

5. Verlangt euch das Projekt manchmal viel ab?

Natürlich ist es nicht immer einfach, ein ambitioniertes Hobbyprojekt mit dem Alltag zu kombinieren. Allerdings geht es dafür sowieso erstaunlich glatt. Da wir zu zweit sind, müssen wir uns nur miteinander einig werden und das hat bisher eigentlich immer gut geklappt. Solange der „Drive“ da ist, kann man das auch ganz gut in den Alltag integrieren. Natürlich gab es einzelne Situationen, die etwas fordernder waren. Die Organisation der Releaseparty zum Beispiel, die wir innerhalb relativ kurzer Zeit in einem recht aufwändigen Rahmen ermöglicht haben. Aber sowas gehört auch dazu. Wir waren bislang nicht an dem Punkt, an dem der Stress den Spaß an dem Projekt getrübt hätte.

6. Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt? Hatte das etwas mit eurem Album zu tun oder wie kamt ihr auf diese Idee?

Wir haben vorher jahrelang in einer ganz klassischen Garagenrockband zusammen Musik gemacht. Daneben hatten wir aber auch immer Spaß daran, über Literatur, Filme und Kultur im allgemeinen „rumzunerden“. Die Idee zu „Schwarz & Schwärzer“ ist also so etwas wie die logische Konsequenz aus beidem. Witzigerweise hatten wir beide unabhängig voneinander eine ähnliche Idee für ein instrumentales Orchester-Rockalbum und sogar schon getrennt voneinander einzelne Motive aufgenommen. Wir mussten also nur noch unsere Ideen zusammenbringen und zu einem schlüssigen Ganzen formen.

7. Wie genau können wir uns die Arbeit daran vorstellen? Als Beispiel kann ich unser eigenes Projekt, das Bambusblatt, angeben. Wir haben einen Blog, wir schreiben Bücher, wir toben uns in Shops aus. Das alles muss organisiert und verwaltet werden, zudem müssen wir auch die sozialen Medien bespielen. Ohne Planung und Weitsicht kämen wir dabei nicht weit.

Ein Großteil der Arbeit an „Schwarz & Schwärzer“ funktioniert relativ gut auch über  Distanz, was insbesondere im vergangenen Jahr organisatorisch von großem Wert war. Am Anfang steht bei uns immer eine Grundidee, die uns sowohl musikalisch, als auch inhaltlich so sehr reizen muss, dass wir uns vorstellen können, uns auf Albumlänge damit zu beschäftigen. Beim ersten Album stammte die narrative Grundidee von Martin, die wir dann gemeinsam als Geschichte weiterentwickelten. Wir haben insgesamt eine gut funktionierende Arbeitsteilung, die es jedem von uns ermöglicht, sich kreativ in das Projekt mit gleichem Anteil einzubringen: Meistens beginnen die einzelnen Stücke mit musikalischen Motiven von Martin, die Felix dann arrangiert und in eine feste Struktur bringt. Allerdings haben wir beide jederzeit ein Vetorecht und so schaffen es auch nur Ideen in das finale Werk, hinter denen wir beide stehen. Das gilt sowohl für die musikalische, als auch narrative oder visuelle Komponente. Meistens kann man am Ende ohnehin nicht mehr ganz auseinander halten, wer nun was beigetragen hat. Darum heißt es im Booklet auch einfach nur „Musik & Text: Schwarz & Schwärzer“. Das tritt es auch am Besten.

8. Apropos soziale Medien: Welche Kanäle habt ihr und wie bespielt ihr sie? Wie nützen sie euch vielleicht als Werbeplattform? Oder wie tauscht ihr euch da aus?

Wir haben eine statische Website für die grundsätzlichen Informationen über uns. Als Projekt bespielen wir außerdem noch Facebook. Das ist in unserer Musikerbubble noch recht relevant und eignet sich für das „schnelle Posting“, wenn wir irgendwo spielen, oder wenn es etwas neues von uns zu hören, sehen oder lesen gibt. Als Einzelpersonen sind wir außerdem bei Instagram hier und hier, und Twitter präsent.

9. Neben euch, wer ist noch wichtig bei diesem Projekt und was machen diese Leute?

Schwarz & Schwärzer funktioniert bislang auch deshalb so gut, weil wir versuchen tatsächlich so viel wie möglich selbst zu machen oder mit Personen aus dem engeren Umfeld zusammenarbeiten, denen wir vertrauen. Beim ersten Album haben wir uns nur für das Artwork bei Michael Karg und für die Fotos bei Johannes Voigt externe Hilfe gesucht. Beides ist auch total super geworden und so wie wir uns das vorgestellt haben! Was die Live-Konzepte angeht, werden wir uns in der Zukunft aber wahrscheinlich weitere Gäste einladen.

10. Was erhofft ihr euch von der Zukunft? Bezüglich des Projektes.

In erster Linie erhoffen wir uns natürlich einen schönen „würdigen Nachfolger“ als zweiten Teil, aber da sind wir ganz zuversichtlich. Darüber hinaus möchten wir unsere Arbeit gern noch mehr und an verschiedenen Orten mit anderen teilen. Wenn die Pandemie wieder unter Kontrolle ist möchten wir darum unbedingt auch mehr live spielen. Dabei sehen wir uns sowohl in „theaterartiger“ Atmosphäre, als auch auf Rockbühnen, jeweils mit leicht unterschiedlichen Bühnenkonzepten.

11. Welches war euer liebstes Erlebnis bezüglich des Projektes?

Das wichtigste Ereignis war auf jeden Fall der CD-Release im Oktober 2018. Da konnten wir beobachten, dass sich die harte Arbeit des vergangenen Jahres ausgezahlt hat. Die Rückmeldungen, die wir dort, aber auch in der einen oder anderen Rezension bekommen haben, haben uns sehr ermutigt und in unserer Arbeit bestärkt.

12. Wo findet man euer Album und wie viel kostet es?

Die Musik bekommt man für knapp 10 Euro auf allen gängigen Online-Marktplätzen – also unter anderem bei Amazon oder auf Spotify. Die physische CD mit Booklet und einem Bonustrack bestellt man am Besten direkt bei uns über das Kontaktformular auf unserer Website und kostet 13 Euro.

13. Erzählt doch noch mehr über die Geschichte, die die Basis für das Album „immernacht“ bildet.

In unserer Geschichte erforschen wir den Unterschied zwischen Mensch und Monster. Ist es sein Äußeres, das was andere über ihn denken oder seine Taten? Konkret wird das in einer Art Märchenerzählung: Getrieben von den Sünden seiner Vergangenheit verwandelt sich ein Mann zu Beginn der Geschichte in ein Monster. Optisch entstellt, im Inneren aber unverändert, bleibt ihm nichts anderes übrig als zu fliehen. Doch an seine Fersen heftet sich schon bald ein Mob, der dem fremdartigen Wesen an den Kragen will…

14. „immernacht“ erschien im Jahr 2018, werkelt ihr gerade bereits an neuen Projekten/Kapiteln? Wie geht ihr bezüglich Pandemie damit um?

Das zweite Album ist nun seit ein paar Monaten in Arbeit und bisher läuft es ähnlich rund wie beim ersten Mal. Es wird auf der Geschichte der ersten CD aufbauen, diese aber um zusätzliche Elemente und Motive erweitern – sowohl musikalisch, als auch narrativ. Das ist für uns auch sehr spannend und wir haben bereits lose darüber gesprochen, dass es auch einen dritten Teil geben sollte.

15. Freies Reden. Ihr könnt allen danken, denen ihr danken wollt, ihr könnt ein Abschlusswort einbringen, noch etwas erzählen, das wir bei den Fragen nicht bedacht haben, oder was auch immer (gerne auch mehrere Punkte).

Wir finden es wichtig, dass Kunst auch in den Zeiten einer weltweiten Pandemie ihren Platz haben sollte. Viele Kolleginnen und Kollegen waren sehr kreativ in den letzten Monaten und haben entsprechende Konzepte entwickelt. Wir für unseren Teil versuchen das anzunehmen und auch unseren Teil beizutragen, damit die Kulturlandschaft nicht ausstirbt. Und wir freuen uns natürlich auch, wenn Ihr uns unterstützt: Unser Album ist nur wenige Klicks entfernt 🙂

schwarz und schwärzer
(Copyright: Michael Karg)

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