Rezension: Mythen der Antike 05 – Perseus und Medusa (Graphic Novel) (Luc Ferry)

Mythen der Antike - Perseus und Medusa (Luc Ferry)
(Copyright Cover: Splitter Verlag / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

Die gebundene Ausgabe von „Mythen der Antike 05 – Perseus und Medusa“ erschien für 16€ im Splitter Verlag. Diese Graphic Novel ist seit dem 28. August 2020 zu erwerben.

Man könnte nun sagen, dass Perseus kein einfaches Leben gehabt hatte, aber tatsächlich fing es für ihn schon vor der eigentlichen Zeugung an: Sein menschlicher Großvater hofft schon seit langer Zeit darauf, dass seine Tochter einen Sohn zur Welt bringen würde. Einen Thronerben. Einen Krieger. Stark und gebildet soll er sein.
Aber der Wunsch bleibt bisher aus und als er schlussendlich ein Orakel aufsucht, gibt es wie fast immer nur eine vage – und verheerende – Nachricht: Ja, deine Tochter wird dir bald einen Enkel schenken. Leider wird der dich auch umbringen.
Das kann der König nicht mit sich machen lassen. Auch wenn seine Tochter sein Juwel ist, unternimmt er alles Notwendige und menschlich Logisches. Er baut ein riesiges Gefängnis aus Bronze, richtet es toll ein und sperrt seine Tochter, samt Dienstmädchen, da ein. Es tut ihm leid, aber was bei den Göttern sollte er anderes machen?
Zeus, der Danaë als solche Schönheit betrachtet, dass es verschwendet wäre, sie einfach einzusperren, macht das einzig Zeuslogische: Er wird zu goldenem Regen, nutzt das Gitter in der Decke als Eingang und: Schwängert sie.
Ein paar Jahre später fliegt die Geburt auf und Danaës Vater opfert das Dienstmädchen und verbannt Tochter und Enkel auf eine kleine Nussschale aufs Meer. Perseus und seine Mutter überleben, aber als der Bursche heranwächst und er seine Mutter beschützen will, muss er sich auf den Handel einlassen, die Medusa zu köpfen.

Perseus. Wieder ein Name mit „eus“ und noch dazu einer, den wir eigentlich als negativen Gesellen kennengelernt haben, soll er doch der Bezwinger des Gottes Dionysos sein. Wer unserem Dionysos auch nur eine Rebe krümmen möchte, der kommt bei uns normalerweise nicht gut davon – Blick zu dir, Ares! – aber Perseus konnte uns in seinem Comic doch sehr überzeugen.
Wie immer könnte es etwas tiefergehend sein (nein, Zeus, nicht auf diese Art), aber die Zeichnungen sind perfekt und wie in jedem „Mythen der Antike“ Band gibt es auch hier einen äußerst interessanten Wissensteil. Allein der rechtfertigt bereits den Preis.
Der Splitter Verlag ist sehr geschickt darin, Geschichten neu zu adaptieren und daraus etwas Großartiges zu machen!

Mein Fazit

Einmal mehr ein Comic, der seinen Preis mehr als wert ist. Eine tolle Geschichte, wundervoll umgesetzt und garniert mit einem Wissensteil. Wer da für 16€ nicht zuschlagen will, den verstehe ich nicht.

* Manche Aussagen sind eher sarkastischer Natur.


Geschrieben von Judith


Links zu „Mythen der Antike 05 – Perseus und Medusa“

Verlagsseite der Graphic Novel
„Mythen der Antike 05 – Perseus und Medusa“ bei Thalia*

Unsere Rezension zu Band 01 „Daedalus und Ikarus“
Unsere Rezension zu Band 02 „Die Ilias“
Unsere Rezension zu Band 08 „Theseus und der Minotaurus“
Unsere Rezension zu Band 09 „Antigone“

5 Kommentare zu „Rezension: Mythen der Antike 05 – Perseus und Medusa (Graphic Novel) (Luc Ferry)“

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