Rezension: Abby – Totgesagte leben länger (Claudia Fischer)

Claudia Fischer - Abby 02: Totgesagte leben länger
(Copyright Cover: Bogner Verlag / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

Am 21. Dezember 2020 erschien im Bogner Verlag der Folgeband zu „Abby – Mit Butch Cassidy auf dem Outlaw Trail“ aus der Feder von Claudia Fischer. Der zweite Band trägt den Namen „Abby – Totgesagte leben länger“, kommt, wie der Vorgänger, mit einer Klebebindung für 14,99€ daher und wurde uns freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Butch lebt!
Und er lebt nicht nur, er hat auch wieder Kontakt zu Abby, die sich doch eigentlich ein friedvolles und vom Vermögen geprägtes Leben aufgebaut hatte. Ein Leben, das Glück verheißt, immerhin muss sie weder im Winter den todesmutigen Kampf gegen die Wollmäuse aufnehmen, noch schwitzend auf ihr Kind aufpassen, wenn die Sommersonne auf ein schlechtes Dach knallt.
Doch sie spürt, dass ein solches Leben nur sofern etwas bietet, solange man dennoch frei ist und solange der Mann an der eigenen Seite einen liebt. James und sie haben sich geliebt, aber das scheint lange her zu sein und mittlerweile ist ihre eigene Meinung mehr zum Schweigen verdammt als der Aufhänger für ein gutes Gespräch.
Abby muss sich entscheiden und weiß, dass diese Entscheidung nicht schwer sein wird. Nur ihr Kind muss sie auf die große Welt vorbereiten, ehe sie dem Leben entgegentritt, das sie endlich wieder erfüllen kann.

Hier haben wir die Fortsetzung und wer mich und Fortsetzungen kennt, der weiß, dass ich nicht sonderlich kreativ darin bin, den Schreibstil und co. aufs Neue zu bewerten. Also übernehme ich kurz und schmerzlos einen Teil meiner ersten Rezension:

Ich mag es sehr, dass die Geschichte nahe an den Figuren ist. Dabei ist sie nicht langgezogen und auch nicht zusammengestaucht. Der Buchsatz war auch hier ein Spiel der Verwirrung – keine eingerückten Zeilen, wörtliche Rede ist schwer zu separieren, Kommasetzung manchmal etwas verwirrend (z. B. Alison, … er [ect.] ), Zeilenumbrüche sind oft nicht gut gelungen) – kann aber mit etwas Übung durchschaut werden.
Auch hier wurde gut recherchiert und die Geschichte hat mir Spaß gemacht.

Und da kommen wir dann auch gleich zur Bewertung von Teil Zwei an sich: Die Geschichte hier hat mir aus irgendeinen Grund mehr Spaß als die in Band Eins gemacht. Keine Ahnung warum, manchmal kann man den Finger nicht darauf legen. Ich mochte Abby, auch wenn sie erneut etwas zu perfekt war, sehr gerne und Butch/Robert muss man auch lieben, anders geht es ja nicht.
Einzig die Figur der Alison hat mir ein wenig sauer aufgestoßen, denn nach wie vor mag ich keine zu perfekten Charaktere und hier war dies der Fall. Sie schließt früher alle Ausbildungen ab und ist kurz nach dem verkürzten Medizinstudium selbstredend schon beim zweiten Doktortitel. Ein wenig schade, denn so etwas nimmt einer Figur rasch die Tiefe, genauso wie ihr komplettes Verhalten. Nach wie vor mag ich keine „frechen Kinder“, die von allen lediglich belächelt werden. Alle anderen als dumm zu beschimpfen, ist für mich nichts, worüber man lächelnd sagen kann, dass das Kind eben so sei. Damit war diese Figur für mich eher anstrengend als eine Bereicherung.
Der größte andere Kritikpunkt war etwas, das ich aus Spoilergründen nicht genau umreißen kann, ich aber als Wunder von Elizabeth bezeichne. Wie gesagt, aus Spoilergründen kann und werde ich dazu nicht mehr sagen, außer, dass ich es etwas übertrieben fand.

Mein Fazit

Bekommt auch der zweite Band von mir eine Kaufempfehlung? Ein ganz klares Ja. Die Kritikpunkte aus dem ersten Teil habe ich zwar auch hier gesehen, aber den ersten Band habe ich euch ebenfalls mit Freude ans Herz gelegt, warum sollte ich mich dann hier querstellen?
Alison war mir zwar ein wenig zu anstrengend, aber Abby und gerade Butch gleichen das mehr als gut aus. Das Wunder von Elizabeth war ein wenig übertrieben in meinen Augen, aber auch darüber kann man locker hinwegsehen.
Mehr gute Western bitte!


Geschrieben von Judith


Links zu „Abby – Totgesagte leben länger“

Website der Autorin Claudia Fischer
„Abby – Totgesagte leben länger“ auf Amazon

Unsere Rezension zum ersten Band „Abby – Mit Butch Cassidy auf dem Outlaw Trail“

2 Kommentare zu „Rezension: Abby – Totgesagte leben länger (Claudia Fischer)“

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