Rezension: Mythen der Antike 08 – Theseus und der Minotaurus (Graphic Novel) (Luc Ferry)

Luc Ferry - Mythen der Antike 08: Theseus und der Minotaurus
(Copyright Cover: Splitter Verlag / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

Die wunderschöne, gebundene Ausgabe für 16€ erschien am 18. Dezember 2020 im Splitter Verlag.

Minos von Kreta ist verzweifelt. Nachdem sein Vater verstarb, möchte er König der Insel werden, doch seine Brüder erheben genauso Anspruch wie er. Minos sieht nur eine Lösung. Er bittet den Meeresgott Poseidon um dessen Hilfe. Der Gott soll ihm einen riesigen Stier schicken, der beweist, dass Minos der König sein sollte, da er die Gunst der Götter hat. Als Gegenleistung soll Poseidon den Stier geopfert bekommen.
Poseidon hält sich an diese Abmachung, doch als der Tag der Opferung kommt, möchte König Minos den Stier nicht hergeben. Stattdessen soll er die Herden von Kreta verfeinern. Poseidon lässt dies nicht mit sich machen und zwingt Minos` Frau dazu, sich in den Stier zu verlieben und ihm des nachts beizuwohnen. Als Ergebnis dieser Beziehung wird der Minotaurus geboren, der, in ein Labyrinth gesperrt, alle paar Jahre Opfer fordert.
Minos organisiert ihm diese Opfer. Und sperrt eines Tages dabei Theseus, Sohn der Aithra und des Aigeus (sowie als Zweitvater Meeresgott Poseidon) ins Labyrinth. Der junge Held kämpft mit der Bestie.

Wo wir Theseus in Hades als großspurigen Konfettiliebhaber kennenlernen, sehen wir hier die Seite von ihm, wie sie auch in den Mythen berichtet wird. Ein manchmal naiver, doch eigentlich gutherziger junger Held, der sich der Probleme der Welt annimmt und schon auf dem Weg zu seinem Vater (also nicht dem Gott, sondern dem anderen) allerlei Gefahren abwehrt. Ein Sohn, der eines Königreiches würdig ist und sein Herz an eine Frau verliert, die er eigentlich nicht gehen lassen will (wobei sich dabei immer die Mythen teilen, mal hat er Ariadne einfach da sitzen lassen, mal wurde er von Athene dazu gezwungen, weil Weingott Dionysos sich verliebt hat).
Wobei man sagen muss, dass Theseus‘ Sage dann zwar ein demütigeres und dennoch „Theseus typisches“ Ende gefunden hat.
Fakt ist: Auch dieser Comic aus dem Splitter Verlag ist jeden Cent wert. Die Zeichnungen und die Umsetzung sind einmal mehr genau auf den Punkt gebracht. Wissen kann man sich auch am Ende des Buches aneignen und der Druck liegt qualitativ und sehr überzeugend in der Hand.

Mein Fazit

Der Splitter-Verlag wird noch für uns der finanzielle Ruin bedeuten. Diese Comics sind unglaublich umgesetzt und jeden Cent wert. Noch dazu haben sie nicht nur Werke, die sich mit der Antike befassen. Wer gerne stöbert und genug Geld übrig hat, der kann sich gerne auf die Website des Verlags trauen. Ich spreche dennoch eine Warnung aus: Der Brieftasche könnte das weniger gefallen …
Aber trotzdem bekommt auch Theseus eine vom Herzen kommende Kaufempfehlung!


Geschrieben von Judith


Links zu „Mythen der Antike 08 – Theseus und der Minotaurus“

Verlagsseite der Graphic Novel
„Theseus und der Minotaurus“ bei Thalia*

Unsere Rezension zu „Mythen der Antike 02 – Die Ilias“

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