Rezension: Alexander (2004)

Bewertung: 3 von 5.

Der im Jahr 2004 veröffentlichte Monumentalfilm „Alexander“, Regie Oliver Stone, Drehbuch Oliver Stone, Christopher Kyle und Laeta Kalogridis, erzählt die Geschichte des Eroberers „Alexander der Große“, gespielt von Colin Farrell. In der Kinofassung zählt der Film 176 Minuten. Der Final Cut kommt mit 213 Minuten daher. Zudem gibt es noch einen 207 minütigen Ultimate Cut.

Der noch junge Alexander ist sehr beeinflusst von seiner Mutter und besitzt ein sehr schwieriges Verhältnis zu seinem Vater. Noch dazu wird ihm immer wieder eingeredet, dass er der Nachfahr des großen Achill sein soll.
Alexander ist schlau und gewieft und wächst mit seinen eigenen Ideologien auf. Er möchte eine Welt erschaffen, vereint unter seiner Herrschaft, in der die Menschen freier und besser leben können, und in der er bestimmt, was erlaubt ist und was nicht. So macht sich der noch junge Prinz schließlich mit seinen Gefolgsleuten auf den Weg. Mit List und Tücke erobert er ein Reich nach dem anderen, aber während die meisten Männer in seinen Reihen an Macht interessiert sind und der Marsch immer schwerer und aussichtsloser wird, hat Alexander mehr und mehr damit zu kämpfen, seine Verbündeten zusammenzuhalten und seinen eigenen Weg zu gehen.

Lang. So kann man diesen Film wohl – ironischerweise – kurz zusammenfassen.
Die Legende rund um Alexander – der historische Aspekt und all die Mythen, die sich darum gesponnen haben – haben mich schon länger in ihren Bann geschlagen und da wir gerade ohnehin mal wieder auf den Antik-Trip sind, mussten wir auch diesen Film schauen. Roberta kannte ihn bereits, ich muss zugeben, dass er mir vorher nur namentlich bekannt gewesen war.
Wie sehr Alexander immer wieder Patroklos und Achill eingebracht hat, ist amüsant, aber selbst für mich als Fangirl ein wenig zu viel. Alexander, selbst verliebt in einen Mann, hat den großen Achill als Schutzhelden genutzt, um seine Neigungen zu rechtfertigen (traurig, dass es so etwas geben muss). Aber irgendwann ist es auch einer solchen Obsession gleich, dass Roberta und ich uns schon immer scherzend darüber auslassen.
„Möchtest du heute Abend Fisch essen, Alexander?“
„Ahh, Achill und Patroklos haben sicherlich auch viel Fisch gegessen! OMG!“
Die schauspielerische Leistung im Film ist übrigens sehr gut und das liegt sicherlich nicht nur an den großen Namen wie Colin Farrell oder Angelina Jolie. Stimmig waren auch die Musik und die Sets.
Was die Bildqualität betrifft, so kann ich nicht ganz beurteilen, ob sie gut oder schlecht für 2004 war. Allerdings ist mein Kritikpunkt auch vor allem einer: Die Länge. Es ist gleich, ob Kinofassung, Final oder Ultimate Cut, dieser Film ist mir persönlich einfach viel zu sehr in die Länge gezogen. Was bei Herr der Ringe gut funktioniert, hat hier lediglich das Tempo rausgenommen. Wäre der Film kürzer gewesen, hätte er eine deutlich bessere Wertung erhalten.
Noch dazu, dass dieser Film einerseits zwar merkwürdig abgehackte Cuts besitzt und ansonsten viel zu langatmig daherkommt, muss man sich auch oft Szenen aus der Natur anschauen (zum Beispiel Sonnenaufgänge). Ja, das ist eine Formulierung, bei der ich auch lachen würde. „So schlimm, Naturszenen …“. Aber wenn der Film eh schon lang ist, muss ich mir nicht noch sekundenlang die Sonne anschauen. Wiederholte Male.

Mein Fazit

Ich will es gar nicht wie der Film machen und übertrieben lang über dasselbe sinnieren: Gute Leistung der Schauspieler und der Kamera. Die Musik und die Sets sind stimmig. Spannendes Thema. Achill und Patroklos (zumindest im Rahmen etwas sehr Positives). Interessante Geschichte. Ob gutes oder schlechtes Bildmaterial von der Qualität her kann ich nicht beurteilen, uns hat es aber nicht gestört. Großer Kritikpunkt: Viel zu lang. Lieber etwas Knackiges als unnötig langgezogene Dramen, die dann mit Naturaufnahmen noch mehr gestreckt werden.


Geschrieben von Judith


Links zu „Alexander“

„Alexander“ bei Thalia*

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