Rezension: Die Macht der Tugenden (Nell Forêt)

Nell Forêt - Die Macht der Tugenden
(Copyright Cover: Shaker Media Verlag / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

Am 28. Oktober 2020 erschien der 474 Seiten dicke Fantasyroman „Die Macht der Tugenden“ von Nell Forêt im Shaker Media Verlag. Das Taschenbuch gibt es für 16,90€. Unsere Version wurde uns freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Gier und Chaos haben das Reich aus den Fugen gerissen und selbst in den entlegensten Teilen spüren die Bewohner allmählich die besorgniserregende Veränderung. So auch der vierzehnjährige Miro, dessen Lehrer seit einiger Zeit verschwunden ist, wo er früher nicht ein Treffen verpasst hatte.
Miros Herz ist schwer bei all den Gedanken daran, was dem geliebten Lehrer passiert sein könnte, aber schon bald erfährt er, dass das Leben mehr als Sorge für ihn bereithält, denn er wird einberufen, obwohl ihm bisher eher vermittelt worden war, dass seine Fähigkeiten eher dem unteren Durchschnitt entsprechen.
Doch er ist nur einer von drei Erwählten, die das Chaos wieder in Ordnung bringen sollen.

Fangen wir ausnahmsweise mit dem Cover an, denn auch wenn die Zeichnungen ganz hübsch sind, hätte es mich im Laden eher weniger zum Kauf angesprochen. Das liegt vor allem daran, dass ich selten nach Büchern greife, die ein komplettes Bild zeigen, außerdem handelt es sich hier nicht ganz um „meinen“ Zeichenstil.
Da wir allerdings das Buch via Kontaktaufnahme vom Verlag vorgestellt bekommen haben und der Informationszettel doch neugierig gemacht hat, haben wir uns für eine Rezension entschieden. Dass man ein Buch nicht nach dem Cover beurteilen sollte, das wissen wir alle. Das bedeutet halt auch, dass man manchmal seine eigenen Vorlieben schlucken muss.
Hier haben wir einen spannenden Fantasyroman, dessen Schreibstil in meinen Augen zwar noch nicht perfekt ist, aber den Leser sehr gut durch eine tolle Geschichte in eine faszinierende Welt führt. Zwar habe ich hier diesen „Fehler“ (nennt mir mal ein gutes Synomym bitte) gesehen, dass die Namen allzu oft erwähnt werden und auch oft durch Gespräche oder Situationen gehetzt oder geschlendert wird, aber da ich dabei anscheinend ohnehin besonders empfindlich bin, möchte ich vor allem einen anderen Kritikpunkt ansprechen: Es gibt viel zu viele Absätze. Die Szenen sind teilweise nicht einmal nach einem Absatz abgeschlossen, es gibt einfach eine komplette Leerzeile und das hat mich beim Lesen immer wieder herausgerissen. Schade eigentlich, aber ansonsten haben mir Miro und seine Reise sehr viel Spaß gebracht.

Mein Fazit

Auch wenn das Cover nicht ganz meinem Stil entspricht, bin ich doch froh, Miro auf seiner Reise begleiten zu dürfen. Ich mag große Fantasywelten, nicht umsonst schreibe ich selber in diesem Genre. Wenn man sich Mühe im Weltenbau gegeben hat, bekommt man bei mir immer gleich Pluspunkte. Und das war hier deutlich zu spüren, auch wenn in meinen Augen die Umsetzung noch nicht ganz rund war.


Geschrieben von Judith


Links zu „Die Macht der Tugenden“

Verlagsseite des Buches
„Die Macht der Tugenden“ bei Thalia*

1 Kommentar zu „Rezension: Die Macht der Tugenden (Nell Forêt)“

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