Rezension: Townscaper

Bewertung: 5 von 5.

„Townscaper“ ist ein Indie Aufbauspiel. Es wurde von dem Schweden Oskar Stålberg entwickelt und am 30. Juni 2020 für Windows PC und Mac auf Steam veröffentlicht. Im Sommer 2021 sollen Versionen für die Nintendo Switch und alle Mobilgeräte folgen.

Das Prinzip von „Townscaper“ ist denkbar einfach. Der Spieler baut in der Polygrafik eine Stadt im unendlichen Ozean – ganz nach seinen eigenen Vorstellungen. Deswegen wird es von uns auch liebevoll als Venedig-Simulator bezeichnet.
Die einzigen Beschränkungen werden einem dabei von der Art und Weise auferlegt, wie genau sich die einzelnen Klötzchen miteinander verbinden, doch die sind vielfältig, je nachdem wie genau man es anstellt.
Auf diese Art kann man Plattformen und Häuser in verschiedenen Pastellfarben setzen oder auch wieder entfernen. Dadurch entsteht ein dynamisches Aufbauspiel, das nichts anderes als Ziel im Sinn hat, als seinen Spaß zu haben. Es gibt keinerlei Aufgaben oder Highscores. Der Entwickler selbst sagt über „Townscaper“, dass es eher einem Spielzeug gleichkommt als einem richtigen Spiel.

Die Grafik ist so simpel, aber gleichzeitig hübsch gehalten, dass man die Möglichkeit hat, jegliche Art von Stadt zu bauen. Tatsächlich eine Stadt wie Venedig? Einen Fantasyort? Himmelschlösser? Eine moderne Großstadt? Alles kein Problem, wenn man ein bisschen Phantasie mitbringt. Dabei dürfen wir uns auch an kleinen Details wie Briefkästen, Leitern, Vögelchen auf dem Dach oder Wäscheleinen zwischen den Häusern erfreuen.

Die Steuerung ist intuitiv, wenn auch im ersten Moment ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Hat man aber erst einmal zehn oder fünfzehn Minuten gespielt, ist sie schon genügend im Kopf verankert, dass der Städtebau immer schneller voranschreitet.
Das Interface kann nach Belieben eingeklappt werden, so dass es nicht stört. Speichern tut das Spiel ganz automatisch und damit man sich richtig kreativ austoben kann, hat man auch die Möglichkeit, viele verschiedene Maps gleichzeitig zu erstellen.

Wir lieben Venedig und nachdem uns schon „Dorfromantik“ so gut gefallen hat, hat uns der Venedig-Simulator natürlich genau damit gelockt, ebenso wie mit seiner schlichten Art. Besonders verzückt haben uns dabei all die kleinen und liebevollen Details, die ich oben ja schon erwähnt habe. Zusätzlich kann man auch die Tageszeit und den Stand der Sonne einstellen, so dass man auch die Lichtatmosphäre seiner Stadt an seine Zwecke anpassen kann. Bei Nacht gehen dann in den Fenstern zum Beispiel die Lichter an. Aber auch allein schon die Art, wie sich die Stadt aufbaut, wenn man ein Klötzchen setzt – oder wieder entfernt – ist wirklich wundervoll.

Da sich das Spiel noch im Early Access befindet, kann man sicherlich noch auf viele Updates und Erweiterungen hoffen. Für knapp 5€ ist „Townscaper“ seinen Preis auf jeden Fall absolut wert!

Mein Fazit

„Townscaper“ ist ein liebevoll gestaltetes Indie-Aufbauspiel, das sich mit seinem geringen Preis bestens für zwischendurch anbietet. Ohne vorgegebenes Ziel kann sich jeder Spieler seine eigenen Maßstäbe setzen. Oder er baut einfach drauf los und schaut, wo ihn die Reise hinführt.
Wenn man ein bisschen herumprobiert, dauert es wirklich nicht lange, bis man den Dreh raushat und ungefähr weiß, wie sich die einzelnen Teile miteinander verbinden lassen, so dass das gewünschte Ergebnis dabei herauskommt.
Die hübsche Grafik und die niedlichen Details tun ihr Übriges. Wir haben uns sofort in dieses Spielzeug verliebt.


Geschrieben von Roberta


Links zu „Townscaper“

„Townscaper“ auf Steam
Oskar Stålberg auf Twitter

1 Kommentar zu „Rezension: Townscaper“

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