Die Autorenblöcke von Denise Honermann

Autorenblöcke von Denise Honermann
(Copyright Design & Inhalt: Denise Honermann / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

Eines ist ja mal klar, die meisten von uns Schreibenden lieben Notizbücher. Ob wir nun alles vollschreiben, sie horten wie ansonsten nur ein Drache oder eine Sirene (zumindest jene, die Roberta und ich schreiben 😉 ) es könnte oder ob wir sie nur ankratzen und dann zurück auf den Stapel hauen: Notizbücher sind für die meisten von uns das goldene Paradies!
Traurig, dass wir sie nicht vollschreiben, sind viele dann aber schon. Und außerdem ist manchmal ja der Platz doch etwas eng oder, zumindest bei uns oft der Fall, wir wollen eigentlich nur diese eine Seite gerade mitnehmen, aber die dann doch sehr passend.
Und da kommt Denise Honermann ins Spiel. Diese wundervolle Person hat ihr Herzblut zusammengenommen und sich gefragt: Was könnten die Wortschmiede dieser Welt nur gebrauchen?
Sie startete ihr Projekt und heraus kamen diese wundervollen Blöcke und das wirklich liebevoll gestaltete Autoren/innen-Tagebuch. Aber nicht nur brachte sie diese wundervoll gestalteten Werke auf den Markt, wir beim Bambusblatt hatten sogar das riesige Glück, sie kostenfrei testen zu dürfen! Ganz ehrlich? Es hätte nicht einmal den „Deal“ geben müssen, dass es Rezensionsexemplare sind, wir sind so begeistert, wir hätten ohnehin etwas dazu geschrieben.
In diesem speziellen Fall schreibt Judith den Artikel für euch, aber gewiss mit dem ein oder anderen Kommentar von Roberta dazu! Ich berichte euch von meinen Erfahrungen und sage zu jedem einzelnen Gegenstand etwas.

Kapitel-Details

Kapitel-Block von Denise Honermann

Robertas und meine Meinung ging schon recht schnell auseinander. Während wir zwar alles absolut nützlich finden und lieben, hat jeder von uns einen anderen Favoriten. Welcher das bei ihr ist, erwähne ich dann. Bei mir sind es diese Schmuckstücke.

Ich werfe es jetzt schon mal selbst ein: Es sind die Charakterbögen! Ich liebe es schon bei Papyrus, das man dort alle wichtigen Infos zusammenfassen kann, und zum Plotten ist das bei diesem Block einfach Gold wert.

Roberta

Während ich einige Tage allein zubrachte, konnte ich diese Art Block gut testen, da ich gerade ein wenig in der Klemme mit dem zweiten Band der „Erbe des Dolches“ Trilogie steckte.
Immer wieder schien etwas dazwischen zu kommen und ich bin ein Plantser. Ich plotte, aber viel schreibe ich auch einfach aus dem Bauch heraus. Das kann ich, weil diese festen Bilder in meinem Kopf verankert sind. Dennoch brauche auch ich manchmal einen kleinen Weg und eine kleine Hilfe und ich mag es nicht, mich auf das große Ungewisse einzulassen, ohne hin und wieder mal einen scheelen Blick auf eine Karte werfen zu können.
Da sind mir Notizbücher meistens ohnehin zu viel. Wo habe ich das jetzt geschrieben? Wieso ist der Platz so eng? Außerdem schreibe ich nicht gerne in so kleine Bücher, weil ich nicht so gut darin schreiben kann. Ergebnis: Alles ist irgendwo verteilt, oft auch auf dem Handy. Die Ideen werden vergessen und sollte ich sie doch einmal rechtzeitig wiederfinden, will ich sie meistens unbedingt wieder einbringen. Aber passt das noch?
Ich bin ein Mensch, der gerne ein kleines Chaos beim Lernen oder Arbeiten veranstaltet. Wenn ich die einzelnen Sachen vor mir liegen habe, kann ich sie besser kombinieren und es ist für mich ein tolles Gefühl, den Papierstapel durchwühlen zu können.
Nach dem Chaos liebe ich allerdings auch die Ordnung und da kommt ein wichtiges Wort in meinem Leben unter: Ordner. Die heißen nicht umsonst so. Ich liebe es, Ordner zu erstellen und zusammenzufassen. Da kommen diese Blöcke gerade rechtzeitig!
Sie sind bunt und sortiert, bieten ausreichend Platz zum schreiben, können abgeheftet werden und (für mich sehr wichtig), wenn ich ein bestimmtes Kapitel damit nochmals überarbeiten möchte oder beim Schreiben einfach den Plan brauche, dann kann ich meinen neuen Freund einfach aus dem Ordner befreien und neben mich legen.
Ich kann supergut kleine Symbole dazu kritzeln, von denen ich weiß, was sie mir sagen sollen. Und am Ende machen sich die einzelnen Kapitelblätter auch sehr gut im Ordner, wenn das Manuskript zur Überarbeitung ausgedruckt und abgeheftet ist. Auch hier kann ich die Übersichten schön einsortierten und zum Beispiel vor das jeweilige Kapitel heften. Dann weiß ich noch direkt, was ich wollte.
Oder ich nutze den Zettel für geordnete Überarbeitungsnotizen.

Aufbau:

Denise hat bei allen Blöcken einen sehr hübschen, aber auch sehr einfachen Aufbau gewählt.
Die meisten Blöcke sind im DinA4-Format und mit ein wenig Farbe versehen. Das, zusammen mit den Rahmen, sorgt für eine gute Übersicht.
Auf diesem speziellen Block haben wir den Aufbau:

  • Einen Ort, um das Kapitel zu benennen
  • Ziel
  • Inhalt
  • Stimmung
  • Bilder
  • Beschreibung

Die Rahmen lassen genug Platz. Da ich mehrere Figuren habe, die zu Wort kommen, kann ich die Rahmen selber unterteilen, wie ich sie brauche. Ich komme dennoch mit meinem Platz gut hin. Einzig für den Kapitelnamen hätte ich mir mehr Raum gewünscht.

7-Tages-Plan

Dieser Plan hat allein schon eine positive Sache: Er ist nicht auf Wochentage ausgelegt. Nirgendwo findet man einen Montag oder einen Donnerstag. Kreativität ist individuell und leider muss sie oft neben dem restlichen Leben warten. Wie viele von uns haben einen Brotjob und nicht immer Zeit, wollen aber dennoch planen?
Hier geht das. Es müssen nicht einmal sieben aufeinanderfolgende Tage sein, denn: Man ist frei, die Tage zu beschriften wie man will oder auch dies ganz offenzulassen.

Auch für uns aktuell sehr gut, weil momentan wirklich so vieles dazwischenkommt, dass Planen schwer fällt. Mit diesem Block Vergangenheit!

Roberta
7-Tages-Plan von Denise Honermann

Sieben Tage sind eingeteilt, mit einem kleinen Platz für Notizen (der Platz reicht aber) und einer Sektion für die Prio.
Auch ein extra Rahmen für Notizen hat Platz gefunden. Dass man den Alltag leider nicht ganz vergessen kann, das wurde auch hier bedacht. Unter den Rahmen findet man die Sektion „Außerschriftstellerische To-dos“. Wer beim ersten Blick Angst hat, dass da kein ganzes Leben Platz findet: Die Rückseite ist einmal mehr mit Punkten bereit, die Notizen entgegenzunehmen. Also auch für alles, was ein Schriftsteller neben der Bändigung seiner Figuren zu erledigen hat.
Dazu kommt erneut das schlichte und schöne Design mit ein wenig Farbe.
Am Anfang war ich zwar ein wenig irritiert, dass dieser Block deutlich kleiner ist, allerdings muss ich nun, nach dem Benutzen, feststellen, dass gar nicht mehr Platz benötigt wird und ein kleiner Block schneller mitnehmbar ist. Immerhin hat das hier etwas mit Terminen zu tun, da lohnt es sich, einen raschen Blick darauf werfen zu können oder den wichtigen Zettel gefaltet in der Brieftasche dabei zu haben – und ein größeres Blatt würde natürlich auch einen dickeren Faltenhaufen ergeben.

Deine Charaktere

Deine Charaktere von Denise Honermann

Eine weitere schöne Art der Übersicht bietet dieser Block. Selbstredend hat man hier den Platz, den Namen anzufügen und eine eingerahmte Ecke für ein Foto oder eine Zeichnung ist ebenso zu finden, allerdings hat man auch hier insgesamt eine Vorder- und eine Rückseite voll mit allem, was man braucht.
Welche Eigenschaften hat mein Charakter, sowohl positiv als auch negativ, und welche davon sind wohl die Wichtigsten? Kann ich sein Aussehen weiter beschreiben, seine Familie und Freunde? Welche Ziele hat er vor Augen und welche Vergangenheit treibt ihn an oder charakterisiert ihn weiter? Welchem Leitsatz kann er folgen und welche Marotte hat er sich angewöhnt?
Seine Entwicklung kann ebenso verfolgt und erfasst werden.

Auch diesen Block liebe ich einfach. Wer die Absätze bisher gelesen hat, wird sich fragen, wie ich so in Begeisterung aufgehen kann, aber wirklich, mir tut es im Herzen weh, so viele Notizbücher zu kaufen und dann nie fertig zu nutzen. Außerdem bin ich halt wahrlich ein Mensch, der lieber die Zettel um sich verteilt, einfach beim Serieschauen am Abend ein wenig herumtüftelt und alles in Ordner abheftet. Und wie gesagt, auch hier kann ich mir bei der Überarbeitung die Charakterbögen dazu klemmen und dementsprechend an die ausgedruckte Version gehen. Auch Figuren, die ich schon lange habe, kann ich so nochmals erfassen (für Folgebände und Bearbeitungen). Einzig manche Kästen hätten etwas kleiner und andere dafür etwas größer sein dürfen. So hätte ich gerne ein paar Zeilen von „Motto“ und „Marotte“ bei der Vergangenheit zur Verfügung stehend gehabt.

Deine Schlüsselszenen

Wo man Kapitel und Charaktere planen kann, da müssen auch die Schlüsselszenen bedacht werden! Ich persönlich verliere sie immer sehr schnell aus den Augen, weil meine Figuren eine wilde Bande an Vollidioten sind, die grundweg immer das machen, worauf sie gerade spontan Lust haben.
Trotzdem versuche ich, mich immer zu orientieren, ansonsten würde nichts mehr funktionieren.
Dafür habe ich neben den anderen Blöcken nun auch einen für die Schlüsselszenen. Wieder schön und schlicht gestaltet, mit Punkten als Schreibhilfe, so wie alle anderen auch, bietet dieser Block sehr viel Platz um sich auszutoben. Neben einzelnen Rahmen, um die Übersicht nicht zu verlieren, hat der Block keine große Einteilung (braucht er in diesem Fall auch nicht). Vorder- und Rückseite sind bereit, um die wichtigsten Eckpunkte aufzuschreiben und zu skizzieren.

Deine Schlüsselszenen von Denise Honermann

Ideenreich

Da haben wir den schlichten Block. Punkte als Schreibhilfe, eine schön untermalte Überschrift, eine Vorder- und eine Rückseite. Mehr nicht. Keine Rahmen, keine Einteilung, einfach nur eine Spielwiese der Ideen.
Wie alle anderen Blöcke lassen sich auch diese Zettel gut aus der Klebung lösen. Er mag vom Design her nicht spannend sein, aber er bietet genug Platz, damit man ihn spannend machen kann ; ) (keine Ausreden mehr, werte Kollegen und Kolleginnen, ab jetzt wird gearbeitet!).

„Sonderfall“ Autor/innen Tagebuch

Wieso Sonderfall?
Weil man uns lieberweise dieses Tagebuch mitgeschickt hat und wir es kaum erwarten können, es zu nutzen. Leider stecken wir zurzeit in allen Projekten an einer Stelle, die schon zu weit fortgeschritten ist. Wir wollen es auch nicht halbherzig nutzen. Was ich euch bereits sagen kann, werde ich euch mitteilen, ansonsten wird es in einiger Zeit einen extra Bericht (oder eine Erweiterung hier) dazu geben : ) Der Artikel kommt ohnehin erst „so spät“ (selbstredend alles abgesprochen), obwohl wir alles bereits so lange hier haben, weil wir es natürlich erst einmal testen wollten.

Nun aber das Tagebuch:

  • Es liegt sehr gut in der Hand
  • Erneut schöne Seiten
  • Aufgeteilt in verschiedene Gebiete, dennoch aber genug Platz zum Arbeiten (zumindest sieht es so aus)
  • Passt zumindest in eine größere Handtasche gut rein und wirkt dann wie ein guter Begleiter
  • Obwohl ich die Farbe gerne mag, ist das Cover nicht ganz meines ^^‘
  • Illustrationen IM Buch machen schon jetzt große Lust zu Arbeiten

Die Illustrationen sind wirklich liebevoll gestaltet und vor allem zeigen viele von ihnen Katzen! Und ich bitte euch, die meisten Schreibenden haben doch Katzen. Die gehören dazu wie die Notizbücher selbst!

absolut hilfreicher Kommentar von Roberta, weil Katzen wundervoll sind

Beitrag geschrieben von Judith


1 Kommentar zu „Die Autorenblöcke von Denise Honermann“

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