Interviewrunde 2: Catherine R. R. Snow – Autorin

Autorin Catherine R.R. Snow
(Copyright Michael Dietrich Photography)

Willkommen in der zweiten Runde der Interviews. Dieses Mal haben wir die Fragebögen je nach Tätigungsfeld umgestellt. Wenn Du Inspiration beim Ausfüllen brauchst, so stehen Dir eine Menge Autoreninterviews auf dem Blog zur Verfügung.
Behalte im Kopf: Das hier ist Dein Interview und Du darfst jeder Zeit Fragen auslassen!
Was Du allerdings nicht darfst – und da gab es in der letzten Runde teilweise wirklich Probleme mit:

  • Fragen auslassen ist in Ordnung, aber bitte lösche sie nicht aus dem Dokument, sondern lass sie stehen.
  • Verändere nichts an der Formatierung. Also was kursiv ist, bleibt kursiv, was dick ist, bleibt dick etc.
  • Verändere nicht die Reihenfolge der Fragen und bitte sieh möglichst davon ab, Fragen miteinander zu kombinieren!
  • Bitte schick das Interview als .doc oder notfalls als .docx (oder Papyrus) Format ein und nicht als zum Beispiel Apple Format.
  • Schick uns gerne noch Fotos von Dir oder Deinen Werken dazu. Links ebenso (diese speisen wir dann vernünftig mit ein). Bitte gib uns die Copyright-Angaben dazu.
  • Lies es am besten Korrektur, wir werden es nämlich nicht machen 🙂

1. Fangen wir klassisch an. Möchtest Du uns etwas – oder auch viel – über Dich verraten?
Wieso schreibst Du? Welche war Deine erste Geschichte? Wie sieht es mit Deinem Alltag aus? Familie, Job, Heimat, Haustiere? Was auch immer Du uns wissen lassen möchtest! Dieser Punkt gibt Dir die Freiheit, über Dich selbst zu erzählen. Immerhin bist Du der interessanteste Charakter in Deiner ganz eigenen Geschichte.

Wow, so viele Fragen auf einmal. Ihr habt sicherlich nichts dagegen, wenn ich mir einen Tee richte und dann in aller Gemütsruhe beantworte. So mach ich das nämlich. Na gut, ihr bekommt davon nicht viel mit, Papier ist geduldig, also starten wir nun.
Ich schreibe, weil Bücher schon seit meiner frühen Kindheit fixer Bestandteil meines Lebens waren. Ob nun Oma Märchen vorlas oder ich mit Mama meine ersten Bücher in der Buchhandlung aussuchen war, es ging immer um das gedruckte Wort. Meine erste Geschichte, an die ich mich erinnern kann, war eine Kurzgeschichte über einen Stempel in Herzform. Keine Ahnung warum, aber das war unter allem, was ich damals geschrieben hab, auch die Lieblingsgeschichte meines Bruders. Danke an dieser Stelle an ihn, dass er mein Autorenego schon früh unterstützt hat.
Und wenn ich nun mal nicht schreibe, studiere ich Primarpädagogik, um in ein paar Jährchen Grundschullehrerin sein zu können oder kellnere nebenbei. Man muss sich den Strom für den Laptop, auf dem man schreibt, ja auch verdienen.

2. Was hast Du bereits veröffentlicht? Wo kann man etwas von Dir finden? Verlag, Selbstverlag, gemischt, alles kostenfrei auf Deiner Website? Oder doch auf Seiten wie Fanfiktion?

Bislang habe ich mein Debüt veröffentlicht, welches im Februar 2020 im Eigenverlag erschienen ist. Dieses könnt ihr auf Amazon finden, weiteres zu mir gibt’s auf meiner Website sowie auf Wattpad, wo ich kostenfrei Lesestoff veröffentliche. Ich hoffe, dass man meine Fanfictions, die ich mit 12 geschrieben habe, nicht mehr online findet und falls doch, möchte ich mich jetzt schon herzlich dafür entschuldigen. Ich war auch mal jung.

3. Gibt es Mitautoren? Stell sie ruhig vor! Haben sie auch etwas einzeln veröffentlicht? Du darfst gerne etwas Werbung machen! Wenn nicht, kannst Du es Dir vorstellen oder hattest einmal welche?

Nein, leider noch nicht. Aber ich würde wahnsinnig gerne mal mit jemandem schreiben. Ich bewundere die Arbeiten von Bernhard Hennen und Robert Corvus (einzeln wie auch als Duo) ja sehr und weiß, wie so etwas erfolgreich aussehen kann. Natürlich bin ich weder ein Herr Hennen noch ein Herr Corvus, jedoch würde mich so eine Autorenpartnerschaft wirklich reizen. Also falls das hier jemand liest und es denjenigen oder diejenige genauso in den Fingern juckt wie mich, dann zögert nicht, euch bei mir zu melden!

4. Kennst Du den NaNo? Wenn ja, wie machst Du dort mit? Welche Erfolge hattest Du bereits? Oder siehst Du nur gerne zu, wie wir anderen Autoren uns im Schlamm wälzen? Hast Du noch nie davon gehört?

Ich kenne den NaNo, bislang hatte ich aber noch nicht die Gelegenheit, mitzumachen, weil mir immer wieder etwas dazwischengekommen ist. Aber für heuer steht er dick und rot in meinem Kalender, auch wenn ein solcher im von Corona dominierten Jahr 2020 eher überflüssig ist.

5. Bist Du in einem Schreibforum aktiv? Warst Du es? Oder hältst Du nichts davon?

Ich schreibe immer wieder auf Facebookgruppen, die sich rund um das Schreiben drehen, aber so wirklich aktiv bin ich nicht. Ich lese gerne mit, bin da aber eher so das stille Mäuschen.

6. Welche Art Schreiber bist Du? Plotter? Pantser? Plantser? Oder doch eher etwas anderes?

Ich glaube, in meiner Vergangenheit war ich schon alles davon. Von Discovery Writer bis hin zu Plotter habe ich alles ausprobiert und weiß nun, dass ich am ehesten in Richtung Plantser gehe, da ich schon eine Outline vorgebe und mir Fixpunkte mache, die in der Story vorkommen, aber gerne mal vom Weg abkomme, um wilde Erdbeeren zu pflücken, wenn ihr wisst, was ich meine.

7. Gehörst Du zu den Schreibern, die alles in einem Dokument runter rattern und dann korrigieren oder zu denen, die für jedes Kapitel ein eigenes Dokument haben? Oder wie machst Du das?

Bei mir kommt alles in ein Dokument und dann wird korrigiert. Wenn ich für jedes Kapitel ein eigenes Dokument hätte, dann würde ich vermutlich wahnsinnig werden. Aber ich bin ja auch so der Typ von Mensch, der Tupperdosen in Tupperdosen packt, damit am Ende eine wohlgeordnete Schublade und die ultimative Matrjoschka-Tupperdose rauskommt.

8. Welche Freizeitaktivitäten hast Du, die Dir beim Schreiben helfen? Zum Beispiel Bogenschießen oder Reiten.

Irish Dance hilft mir ebenso wie Yoga und Schwimmen, um mich wieder fokussiert ans Schreiben setzen zu können. Ich brauche diese Art von nicht kompetitiver Bewegung, um mich auszugleichen, denn in den meisten Bereichen meines Lebens bin ich sehr wettbewerbsorientiert und brauche daher auch meine Ruhemomente.
Aber auch der Austausch mit Gleichgesinnten, die sich in denselben Sphären bewegen wie ich, wenn es um das Lesen, aber auch Schreiben geht, schätze ich sehr. Diese treffe ich zumeist auf Conventions in Unterhaltungen in Form meiner heiß geliebten Con-Family an. Doch auch die wackeren Recken und kühnen Kriegerinnen aus meiner DSA-Gruppe gehören dazu.

9. Welches Genre bedienst Du am Liebsten und weshalb eigentlich?

Fantasy. Um ehrlich zu sein, kann ich das gar nicht so genau definieren. Ist es die Faszination für etwas, das es nicht gibt (oder wir einfach nichts davon wissen), die schier unendlich erscheinenden Möglichkeiten, die dieses Genre bietet oder einfach der Fakt, dass ich schon von Kindesbeinen an von Fiktion besessen war und sogar mein erstes eigenständig gelesenes Buch „Die kleine Hexe“ von Ottfried Preußler war.

10. Papier, Laptop, Notebook, Notizblock, Sprachmemos, Handy, Tablet, Bleistift, Füller, Kuli, malst Du Portraits oder Karten? Nenn uns Deine kleinen Helferlein. Auch gerne Programme – wie Papyrus! Gerne mit Empfehlungen.

Für mich selbst male ich Portraits, die möchte aber, denke ich, niemand sehen. So gut kann ich doch nicht zeichnen und am liebsten lege ich mir Figurendatenbanken bei Papyrus an mit Bildern, die ich aus dem Internet habe, um mir immer wieder in Erinnerung zu rufen, dass Protagonist A blaue Haare und blonde Augen hat. Oder nein, wartet, wie war das noch?!

Da hatten wir nun die Fragen bezüglich Deiner Selbst. Je mehr Du uns erzählen willst, umso besser. Viele Autoren hatten in der letzten Runde Angst, dass sie viel zu viel geschrieben hätten. Aber das hat dann doch keiner geschafft (keine Herausforderung 😉 ). Im Gegenteil hatten die meisten, die solche Angst hatten, kein außergewöhnlich langes Interview, also gibt es keinen Grund zur Sorge.

11. Man kennt es ja, eigentlich sollte man niemals seine Helden treffen. Manchmal ist es jedoch ganz cool – uns ist das zum Beispiel ein Mal passiert – hast Du schon einmal Deinen (Buch-)Helden getroffen oder würdest Du gerne? Wie ist es gelaufen/ wie würdest Du es Dir vorstellen?

Ich habe Bernhard Hennen, mein Idol in der Buchbranche, vor einigen Jahren auf einer Messe getroffen. So wie ich es mir vorgestellt habe, ist es dann aber nicht eingetroffen … Ich dachte mir, er würde sich über mich freuen, mir ein Lächeln schenken und mir vielleicht den ein oder anderen Tipp geben. Niemals aber hätte ich damit gerechnet, diesem unglaublichen Autor und wundervoll bodenständigen Mann eine halbe Stunde seiner kostbaren Zeit stehlen zu dürfen, in der er mir Tipps gibt und alle meine Fragen beantwortet. Ich beginne bis heute immer wieder zu lächeln, wenn ich daran denke.

12. Wo wir gerade bei Helden sind. Die Charaktere sind unsere (Anti-)Helden und halten uns auf Trab. Wie wichtig ist Dir ihre Tiefe? Oder magst Du es beim Lesen/Schreiben eher, sich auf andere Dinge zu konzentrieren? Zum Beispiel die Reise an sich und all ihre Spannung?

Ich finde es schön, wenn sich die Charaktere über das Buch hinweg verändern. Wenn sie an den Dingen wachsen, die sich ihnen in den Weg stellen. So eine persönliche Entwicklung ist mir sehr wichtig. Natürlich sind die Umgebung und Stimmung genauso wichtig und auch Dialoge vernachlässige ich nicht, doch das Reifen der Charaktere durch gewisse Umstände ist immer noch etwas, an das ich während des Schreibens, aber auch während des Korrigierens denke.

13. Wie viel Ärger bringen Dir Deine Figuren? Gehören sie, wie bei uns beim Bambusblatt, zu denen, die sich selbst benennen und Dir ihre Geschichte erzählen oder hast Du alles fest im Griff?

Erst kürzlich passierte es mir, dass sich meine Protagonistin plötzlich zu einem anderen Charakter hingezogen fühlte, als den, den ich ihr eigentlich ausgesucht habe. Also ziemlich frech, würde ich sagen! Meist hab ich meine Pappenheimer unter Kontrolle, aber nicht alle halten sich immer an meine Regeln.

14. Oben wird es schon halb gefragt, aber: Nutzt Du Zeichnungen für Deine Charaktere? Programme, um sie genau zu erfassen, mit Stammbaum, Aussehen und dergleichen?

Ich mache mir eine Datenbank, in der ich alles Relevante aufzeichne. Manchmal kommt etwas im Laufe der Geschichte hinzu, aber generell erfasse ich die Daten dort bereits vor dem Schreiben sehr genau.

15. Die Frage gab es bereits beim letzten Mal, doch: Musstest Du auf Grund einer Figur schon einmal ein Werk abbrechen?

Als Leserin: Ja. Als Autorin: Nein. Da es sich um ein bekanntes Buch handelt und ich weiß, dass es viele heiß lieben, enthalte ich mich eines weiteren Kommentars, streichle meine Katze in meinem Drehsessel und weiß, dass ihr nie erfahren werdet, welches Buch gemeint ist!
Kleiner Scherz am Rande, aber ich halte nicht viel davon, preiszugeben, um welches Werk es sich dabei handelt, denn über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten und ich finde, dass ich die Freude an jenem Buch jedem lassen kann, der sie empfindet.

16. Wie sieht es mit realen Vorbildern aus?

Davon gibt es einige. Wie die Gefährten rund um Frodo, der den Ring zum Schicksalsberg tragen muss, habe ich meine Idole, die mir immer wieder vorleben, wie schön es doch wäre, eine bekannte Autorin zu sein. Unter ihnen befinden sich – wer hätte das gedacht, der bis hierhin gelesen hat – Bernhard Hennen, doch auch der Herr Kollege Corvus und Kai Meyer, neben bekannten Autoren aus dem englischsprachigen Raum wie Tad Williams, Brandon Sanderson, George R. R. Martin, Genevieve Cogman und Frank Herbert.

17. Welche ist Deine beste Figur? Beziehungsweise Deine am meisten Geliebte? Und welche ist genau das Gegenteil?

Das ist eine verdammt schwierige Frage. Meine beste Figur ist wohl Mara, an der ich gerade feile. Doch am meisten liebe ich derzeit Alfarinn, der in einem an die nordische Mythologie angelehnten Buch seinen glanzvollen Auftritt als Paradebeispiel eines Dreckskerls hat. In ihm kann ich alles, was ich an negativen Einflüssen so verabscheue, hineinschreiben und finde es sogar noch lustig.
Aber Hass empfinde ich keinen gegenüber meinen Figuren. Manche erfüllen ihren Zweck als Nervensägen, andere als Antagonisten, aber ich denke, hassen wäre zu weit gegriffen. Ich empfinde natürlich während des Schreibens den Hass, den meine Protagonisten empfinden, aber da gehe ich einfach meiner Bestimmung als Empathin nach.

18. Wenn Du ungehorsame Figuren hast, wie würdest Du sie manchmal am liebsten „bestrafen“ (oder machst es im Buch sogar) oder was würdest Du ihnen gerne einmal freundlich ins Gesicht schreien?

Wartet auf mein neues Buch, dann wisst ihr, wie Bestrafungen dort aussehen und was meine ungehorsamen Charaktere dort erwartet. Ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen, aber anschreien wäre da noch sehr harmlos dagegen.

19. Hast Du schon mal einen Charakter getötet, bei dem Du das eigentlich nicht wolltest? Denkst Du da an Konsequenzen? Oder hat doch mal einer überlebt, der eigentlich seine Zeit hinter sich hatte?

Eine Figur wird noch das Zeitliche segnen, von der ich persönlich eigentlich nicht will, dass sie stirbt, aber da wären wir wieder bei der Charakterentwicklung. Es ist für die Entwicklung eines Protagonisten sehr wichtig, dass diese eine Figur dann stirbt. Auch wenn es mir die Seele in Fetzen reißen wird.

20. Hat eine traurige Szene in Deinen eigenen Werken Dich wirklich, und nicht nur so dahin gesagt, zu Tränen gerührt, weil die Figuren Dir so am Herzen lagen? Muss auch keine negative Szene sein, vielleicht haben sie sich endlich geküsst oder gar geheiratet? Vielleicht hast Du auch nicht mit ihnen gefühlt, sondern warst einfach nur sehr erleichtert, dass sie es gebacken bekommen haben?

Und wie. Als eine der Figuren in meinem Debüt starb, war es mir sehr wichtig, eine Trauerrede hineinzuschreiben. Geheult hab ich wie ein Schlosshund, aber ich glaube, das merkt man auch, wenn man die Szene liest.

Dann gehen wir nun einmal in die letzte Etappe!

21. Als Autor bist Du vermutlich selbst Leser. Beschreibe uns doch gerne Deinen perfekten Leseabend, Lesemorgen oder wie auch immer Du liest. Ist das Notizbuch dabei stets gezückt? Stürzt Du Dich direkt auf jedes neue Werk Deines Lieblingsautors oder bist Du da eher „gildenfrei“ oder entspannt?

Der perfekte Lesemoment (egal ob morgens, mittags oder abends) besteht bei mir aus einem spannenden, gut geschriebenen Buch, das gern auch mal einem anderen Genre als dem von mir bevorzugten entspringen kann, sowie einem Heißgetränk. Ob das nun Kaffee oder Tee, manchmal auch Kakao ist, hängt von meinem Gemütszustand ab. Natürlich stürze ich mich auf die Bücher meiner Lieblingsautoren, die auch einen gut sichtbaren Platz in meinem Bücherregal haben, doch gerne lese ich auch mir unbekanntere Autoren, wenn mich der Klappentext und ein kurzes Hineinlesen in das Buch bereits überzeugen.

22. Hast Du Dich schon einmal an eine Lesung getraut? Vielleicht ja nicht in einer Buchhandlung, aber eine Wohnzimmerlesung oder über einen Discordserver für Autoren? Das alles kommt ja immer mehr. Oder willst Du – verständlicherweise – niemanden einfach in Deine Wohnung lassen? Traust Du Dich laut vorzulesen?

Einmal in persona, einmal online im heurigen Frühjahr. Ich liebe es, anderen vorzulesen. Da ich eine Karriere als Grundschullehrerin anstrebe, ist es dabei auch von großem Nutzen, dass ich gerne vorlese. Man hat mir auch schon einmal gesagt, dass meine Stimme sehr angenehm klingt, wenn ich etwas vorlese. Jemanden via Internet in meine Wohnung zu lassen, empfinde ich mittlerweile als normal nach einem Semester, das ich über Zoom zugebracht habe. Dabei hilft vielleicht auch der schöne Hintergrund meiner Bücherregale, die das ganze etwas mehr wie das Heim einer Autorin wirken lassen.

23. Wo wir gerade bei Mut sind: Hast Du Dich schon einmal etwas getraut zu schreiben, bei dem Du am Ende dennoch da gesessen und Dich für mutig gehalten hast oder dumme Kommentare befürchten musstest?

Ich finde es manchmal ganz schlimm, Schimpfwörter zu gebrauchen. Aber manche Charaktere, wie der bereits erwähnte Alfarinn, brauchen so eine Gossensprache. Dabei muss ich zugeben, dass ich den Reaktionen meiner Leserschaft schon etwas ängstlich gegenüber stehe.
Doch auch in meinem aktuellen Werk, das ich vorhin angesprochen habe, in dem Mara vorkommt, kann es sein, dass mich manche meiner Leser und Leserinnen vielleicht hassen werden. Nicht, weil es schlecht wäre, ganz im Gegenteil. Aber weil ich zum Teil sehr hart mit meinen Charakteren umgehe und ihnen einen skrupellosen, gesichtslosen Gegner vor die Nase setze.

24. Frage an (ehemalige) Selfpublisher: Machst Du Deine Cover selber oder leistest Du Dir einen Designer? Wie läuft es bei Dir in die ein oder andere Richtung ab?

Ich bin zwar gelernte Grafikerin, aber ich würde mein Cover nie selbst erstellen, weil ich in der Branche nicht mehr tätig bin und es mir auch ehrlich gesagt nicht mehr zutraue. Da habe ich lieber einen Designer oder eine Designerin, die wissen, was sie tun und mir am Ende einen traumhaften Moment bescheren.

25. Wie holst Du Dir Rezensenten? Wo findest Du sie? Welche Tipps (auch Blogs, wenn diese die Empfehlungen erlauben) hast Du?

Ich versuche es auf die unterschiedlichsten Arten. Lesungen, auf diversen Social Media Apps präsent und aktiv sein, aber auch die Arbeit mit Blogs – auch inklusive Gewinnspielen – finde ich wundervoll. Da sind gerade die liebe Moni von „Süchtig nach Büchern“ und Savian Lesefuchs (zu finden auf Instagram) vor allen anderen zu nennen. Die beiden sind in meiner Welt der Bücher große Fixpunkte am Firmament, ohne die ich mir diese Szene gar nicht mehr vorstellen kann.

26. Wie gehst Du mit Rezensionen, negativ und positiv, um? Welche Tipps oder Anmerkungen hast Du für andere Autoren?

Ich glaube, ich bin niemand, den man sich zum Vorbild nehmen sollte. Ich nehme viele Dinge sehr persönlich, aber gerade als Autorin versuche ich, diesen ungeliebten Wesenszug meinerseits etwas abzukapseln. Denn wie bereits gesagt, über Geschmack lässt sich streiten und nur, weil ich ein Buch nicht gut finde, heißt es nicht, dass ich damit auch im Recht bin. Denn gerade in dem Zusammenhang gibt es meistens kein richtig oder falsch. Und das versuche ich mir immer wieder vorzusagen. Und wenn gar nichts mehr hilft, schaue ich mir die 1-Stern-Rezensionen meiner Lieblingsbücher an und denke mir, dass selbst die schlechte Bewertungen erhalten haben, auch wenn mir schleierhaft ist, warum das passiert ist.

27. Für alle, die schon mal beim Verlag veröffentlicht haben: Wie läuft dieser Prozess ab? Gibt es Tipps von Deiner Seite? Vor allem Geheimtipps und „nicht nur“, dass man es immer weiter versuchen soll? Wie ist das Gefühl, sein Werk in einer Buchhandlung zu sehen?

28. Auch an die Selfpublisher, wie ist das Gefühl, sein Buch in der Handlung zu sehen? Und wie kommt ihr dorthin? Sprecht ihr zum Beispiel die Händler an?

Ich habe gerade heute mein Debüt aus dem Regal der örtlichen Buchhandlung gezogen und mich gefreut wie ein kleines Kind. Es war so schön, dass ich gleich ein Video für meinen Instagram-Kanal gemacht habe.
Auch wenn ich damals aktiv auf den Buchhändler zugegangen bin, so ist es dennoch schön, sein Werk in der Abteilung zu sehen.

29. Möchtest Du jemanden grüßen? Menschen danken? Ihnen hier eine Spalte zur Verfügung stellen?

An der Stelle möchte ich gern die liebe Aurora Flemming grüßen, deren Buch „Die Legende von Atia“ mich in der nächsten Zeit begleiten wird. Und natürlich, auch wenn sie es nicht lesen wird, meine Oma und meine Mama, die mich immer unterstützt und mir vor meiner ersten Lesung gut zugeredet hat. Ohne sie wäre ich vermutlich getürmt oder in Ohnmacht gefallen. Ohne sie hätte ich meine erste Lesung also wohl nicht gehalten.
Danke an dieser Stelle auch an alle, die bis hierher gelesen haben und sich für die Person hinter dem Pseudonym interessieren.

30. Wie beim letzten Mal möchten wir Dir hiermit die Möglichkeit geben, Dich anzubringen, Deine Werke anzupreisen, Werbung zu machen. Und/oder ein Schlusswort hinzuzufügen.

Ich freue mich über alle Neuzugänge, die ich mit dem Interview überzeugt habe. Ob es nun Menschen sind, die sich meinen Instagram-Account ansehen, mir auf Facebook folgen, sich meine kostenfreien Leseproben über Wattpad reinziehen oder gerne auch mich und meine Arbeit unterstützen, indem sie ein Buch von mir auf Amazon erwerben.
Ich schreibe gerne und wenn ihr genauso gern lest, würde es mich freuen, wenn ihr mir eure ehrliche Meinung zu meinen Werken mitteilt. Denn nur so kann ich, ähnlich wie meine Protagonisten, wachsen und mich entwickeln. Egal ob es nun Geschenke oder Herausforderungen sind, als die sich eure Meinungen präsentieren: Sie sind von enormer Wichtigkeit für mich!

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