Interviewrunde 2: Julia K. Hilgenberg – Autorin

Autorin Julia K. Hilgenberg
(Copyright Julia K. Hilgenberg)

Willkommen in der zweiten Runde der Interviews. Dieses Mal haben wir die Fragebögen je nach Tätigungsfeld umgestellt. Wenn Du Inspiration beim Ausfüllen brauchst, so stehen Dir eine Menge Autoreninterviews auf dem Blog zur Verfügung.
Behalte im Kopf: Das hier ist Dein Interview und Du darfst jeder Zeit Fragen auslassen!
Was Du allerdings nicht darfst – und da gab es in der letzten Runde teilweise wirklich Probleme mit:

  • Fragen auslassen ist in Ordnung, aber bitte lösche sie nicht aus dem Dokument, sondern lass sie stehen.
  • Verändere nichts an der Formatierung. Also was kursiv ist, bleibt kursiv, was dick ist, bleibt dick etc.
  • Verändere nicht die Reihenfolge der Fragen und bitte sieh möglichst davon ab, Fragen miteinander zu kombinieren!
  • Bitte schick das Interview als .doc oder notfalls als .docx (oder Papyrus) Format ein und nicht als zum Beispiel Apple Format.
  • Schick uns gerne noch Fotos von Dir oder Deinen Werken dazu. Links ebenso (diese speisen wir dann vernünftig mit ein). Bitte gib uns die Copyright-Angaben dazu.
  • Lies es am besten Korrektur, wir werden es nämlich nicht machen 🙂

1. Fangen wir klassisch an. Möchtest Du uns etwas – oder auch viel – über Dich verraten?
Wieso schreibst Du? Welche war Deine erste Geschichte? Wie sieht es mit Deinem Alltag aus? Familie, Job, Heimat, Haustiere? Was auch immer Du uns wissen lassen möchtest! Dieser Punkt gibt Dir die Freiheit, über Dich selbst zu erzählen. Immerhin bist Du der interessanteste Charakter in Deiner ganz eigenen Geschichte.

Hallo zusammen! Mein Name ist Julia, ich lese und schreibe, seit ist es kann, gern auch mal auf Englisch und Französisch. Derzeit wohne ich im sündhaft teuren München. Nach zwölf Jahren Technik in Rundfunk, Film & Fernsehen habe ich den Medienzirkus an den Nagel gehängt und verdiene meine Brötchen – pardon, Semmeln! – nun als freie Autorin, Korrektorin, Lektorin & Ghostwriterin.
Mehr über mich und (live) direkt vor mir gibt’s auf meiner Website, auf Instagram, Facebook und auf Twitter!

(Copyright Julia K. Hilgenberg)

2. Was hast Du bereits veröffentlicht? Wo kann man etwas von Dir finden? Verlag, Selbstverlag, gemischt, alles kostenfrei auf Deiner Website? Oder doch auf Seiten wie Fanfiktion?

Nachdem mein Debüt »Bluescreen« immerhin bei zwei Agenturen und einem großen Verlag komplett angefordert, aber letztendlich nicht genommen wurde, habe ich mich zunächst fürs Selfpublishing entschieden (und das war goldrichtig, denn ich habe dabei unheimlich viel über das ganze Prozedere einer Veröffentlichung gelernt!).
Bisher gibt es von mir eine Roman-Dilogie namens »Schlips und Vorurteil« (Einzelbände bei TWENTYSIX, Doppelband bei BoD) und eine Novelle (BoD) im Selbsverlag; beides angelehnt an Jane Austens »Stolz und Vorurteil«. Mit dem nächsten Manuskript geht’s dann wieder auf Agentur- und Verlagssuche – ich strebe langfristig ein Dasein als Hybridautorin an.

3. Gibt es Mitautoren? Stell sie ruhig vor! Haben sie auch etwas einzeln veröffentlicht? Du darfst gerne etwas Werbung machen! Wenn nicht, kannst Du es Dir vorstellen oder hattest einmal welche?

Für meine eigenen Werke kann ich es mir nicht vorstellen.
Ich probiere mich aber seit Ende 2019 mit einem großartigen Kollegen, M. G. Fox, zusammen im Bereich Dark Fantasy, und wir haben bisher zwei sehr lesenswerte Kurzgeschichten veröffentlicht.

4. Kennst Du den NaNo? Wenn ja, wie machst Du dort mit? Welche Erfolge hattest Du bereits? Oder siehst Du nur gerne zu, wie wir anderen Autoren uns im Schlamm wälzen? Hast Du noch nie davon gehört?

Ich kenne den NaNoWriMo, den National Novel Writing Month, natürlich. Aktiv mitgemacht habe ich aber bisher nicht, da Leben und Brotjob natürlich Vorrang hatten und es sich zeitlich nie ausging. Vielleicht klappt es ja jetzt im Rahmen meiner Selbstständigkeit – allerdings hängt das natürlich auch von meiner Auftragslage ab.

5. Bist Du in einem Schreibforum aktiv? Warst Du es? Oder hältst Du nichts davon?

Inzwischen bin ich im Schreibnacht-Forum angemeldet – wie oft ich dort tatsächlich aktiv bin, wird sich zeigen. Vermutlich selten, denn es kostet mich viel Zeit, die mir dann wieder beim Schreiben fehlt; und erfahrungsgemäß bremsen mich Online-Aktivitäten mehr, als dass sie mir zu Motivation und Produktivität verhelfen.

6. Welche Art Schreiber bist Du? Plotter? Pantser? Plantser? Oder doch eher etwas anderes?

Kein Plotter, dafür passiert viel zu viel von allein und während des Schreibens. Es läuft bei mir so: Da ist eine Idee, ein Thema, ein Dialog – und dann lege ich los und der Rest ergibt sich währenddessen. Ein Dokument namens »Inhalt« enthält Dinge wie das Ende und wichtige Eckpunkte/Szenen, allerdings wird auch das während des Schreibens laufend angepasst. Funktioniert bisher prächtig!

7. Gehörst Du zu den Schreibern, die alles in einem Dokument runter rattern und dann korrigieren oder zu denen, die für jedes Kapitel ein eigenes Dokument haben? Oder wie machst Du das?

Ein Dokument, ein Buch! Bei lauter einzelnen Dokumenten würde ich wahnsinnig …! Wobei das natürlich auch davon abhängt, mit welchem Schreibprogramm man arbeitet – bei Scrivener z.B. hat automatisch jedes Kapitel seine eigene Datei; das Konzept ist aber nicht mit einem Office-Programm wie Word zu vergleichen. Ich selbst schreibe mit Papyrus, da ist zwar der ganze Text an einem Stück, man kann aber jederzeit bequem zu jedem Kapitel springen.
Korrigiert wird nebenbei permanent (als Korrektorin kann ich das auch bei eigenen Texten nicht abschalten, ein Tippfehler wird sofort ausgebessert!), und natürlich ganz am Ende noch einmal.

8. Welche Freizeitaktivitäten hast Du, die Dir beim Schreiben helfen? Zum Beispiel Bogenschießen oder Reiten.

Beim Schreiben selbst hilft mir nichts, es wäre auch sehr hinderlich, währenddessenzu Reiten o.ä. – aber ich nehme an, es geht hier mehr um Dinge, die mich inspirieren. 😉
Da gibt es tatsächlich nichts Spannendes bei mir – sowohl Ablenkung als auch Inspiration finde ich überall, ob beim Schwimmen, beim Eislaufen, beim Spazierengehen, oder ganz banal im Alltag, selbst bei der Hausarbeit.

9. Welches Genre bedienst Du am Liebsten und weshalb eigentlich?

Romance, mit Humor und/oder als Drama. Es ist lebensnah und echt und ich finde Menschen und ihre unterschiedlichen Wesenszüge, ihre Empfindungen und Reaktionen und ihre Entwicklungsmöglichkeiten unheimlich interessant!

10. Papier, Laptop, Notebook, Notizblock, Sprachmemos, Handy, Tablet, Bleistift, Füller, Kuli, malst Du Portraits oder Karten? Nenn uns Deine kleinen Helferlein. Auch gerne Programme – wie Papyrus! Gerne mit Empfehlungen.

Niemals ohne Stift und Papier das Haus verlassen! Immer Stift und Papier auf dem Nachttisch! Und ja, auch immer Stift und Papier griffbereit auf dem Schreibtisch neben der Tastatur. Das mache ich schon seit rund 20 Jahren so, und es hat sich bewährt.
Digital tippe ich am liebsten am PC; eine große Tastatur und ein großer Monitor (ich will die ganze Seite sehen, nicht nur das obere Drittel!) sind für mich beim Schreiben fast unverzichtbar. Wenn mir Ideen kommen, während ich am Rechner sitze, werden die meist in ein Dokument getippt – entweder direkt zum passenden Projekt oder in ein Sammeldokument.
Meinen ersten Roman habe ich noch mit OpenOffice geschrieben, das war für mich kein Problem; Papyrus hat dann die Arbeit an der Fortsetzung aber doch um einiges erleichtert (meine Lieblingsfunktionen: Navigator, Klemmbrett, Geistertext, Notizzettel!). Das Program ist eindeutig für lange Texte konzipiert und bietet mir persönlich einen solchen Mehrwert, dass ich auch den hohen Kaufpreis nicht bereut habe.

Da hatten wir nun die Fragen bezüglich Deiner Selbst. Je mehr Du uns erzählen willst, umso besser. Viele Autoren hatten in der letzten Runde Angst, dass sie viel zu viel geschrieben hätten. Aber das hat dann doch keiner geschafft (keine Herausforderung 😉 ). Im Gegenteil hatten die meisten, die solche Angst hatten, kein außergewöhnlich langes Interview, also gibt es keinen Grund zur Sorge.

11. Man kennt es ja, eigentlich sollte man niemals seine Helden treffen. Manchmal ist es jedoch ganz cool – uns ist das zum Beispiel ein Mal passiert – hast Du schon einmal Deinen (Buch-)Helden getroffen oder würdest Du gerne? Wie ist es gelaufen/ wie würdest Du es Dir vorstellen?

Ich habe tatsächlich einmal einen »Helden« meiner Jugend getroffen. Und das war spannend, verwirrend, ein bisschen peinlich und – Überraschung – entzaubernd. Im Endeffekt war es eine sehr interessante Begegnung, bei der ich viel über mich und über die menschliche Wahrnehmung generell gelernt habe.

12. Wo wir gerade bei Helden sind. Die Charaktere sind unsere (Anti-)Helden und halten uns auf Trab. Wie wichtig ist Dir ihre Tiefe? Oder magst Du es beim Lesen/Schreiben eher, sich auf andere Dinge zu konzentrieren? Zum Beispiel die Reise an sich und all ihre Spannung?

Da Romance und Menschliches generell mein Hauptgenre sind, geht es ohne Tiefe nicht! Bei Protagonisten und Antagonisten gleichermaßen. Ich möchte, dass meine Figuren Charakter haben, dass sie sich voneinander unterscheiden, dass sie Gründe für ihre Handungen und Reaktionen haben und dass sie sich entwickeln. Eine spannende Handlung ist gut und wichtig, aber mit Pappaufstellerfiguren auch nicht lesenswert.

13. Wie viel Ärger bringen Dir Deine Figuren? Gehören sie, wie bei uns beim Bambusblatt, zu denen, die sich selbst benennen und Dir ihre Geschichte erzählen oder hast Du alles fest im Griff?

Oh, sie sind bisweilen rebellisch! Da sich mein Plot beim Schreiben entwickelt, tun das auch die Figuren; es gab bisher in jedem meiner Manuskripte einen Punkt, an dem sie das Zepter übernommen und meinen groben Plan für sie über den Haufen geworfen haben. Und ich liebe diesen Punkt, denn an dem weiß ich: Jetzt ist die Figur da, jetzt habe ich sie verinnerlicht – jetzt kann die Geschichte richtig losgehen!

14. Oben wird es schon halb gefragt, aber: Nutzt Du Zeichnungen für Deine Charaktere? Programme, um sie genau zu erfassen, mit Stammbaum, Aussehen und dergleichen?

Nein, tatsächlich nichts dergleichen. Ich habe eine grobe Übersicht, ein Textdokument, in dem die Namen stehen und ein paar Stichpunkte wie z.B. Verwandtschaftsverhältnisse. Wenn im Lauf der Geschichte etwas Wichtiges erwähnt wird, füge ich es hinzu; aber mit Bildern arbeite ich (bisher) gar nicht. Ich würde es aber für die Zukunft nicht ausschließen!

15. Die Frage gab es bereits beim letzten Mal, doch: Musstest Du auf Grund einer Figur schon einmal ein Werk abbrechen?

Nein. Aber es gibt ein Werk, dass ich bisher aufgrund einer Figur nicht begonnen habe und vielleicht nie beginnen werde – besagte Figur hat noch zu viel von der realen Person, durch die ich auf die Idee kam.

16. Wie sieht es mit realen Vorbildern aus?

Es gibt einzelne Merkmale von mehreren realen Personen, die in meine Figuren mit einfließen, sicher. Aber Figuren, die wirklich auf einer einzigen realen Person basieren, habe ich nicht. Ich erzähle meine eigenen Geschichten, mit meinen eigenen Figuren. Ich schreibe Fiktion.
Dazu eine kleine Anekdote: Eine ehemalige Kollegin vom Fernsehen las recht kurz nach dem Erscheinen mein Debüt, das zu großen Teilen hinter den Kulissen einer TV-Produktion spielt. Sie ließ mich anschließend wissen, dass sie ja schon enttäuscht sei, nicht darin vorzukommen. Ich vermute, Band zwei hat sie nicht mehr gelesen … sie wäre auch wieder schwer enttäuscht worden.

17. Welche ist Deine beste Figur? Beziehungsweise Deine am meisten Geliebte? Und welche ist genau das Gegenteil?

Ausgehend von meinen bisherigen Veröffentlichungen: Charles Bingley.
Natürlich ist die Figur nicht von mir, sondern von Jane Austen, aber in meiner modernen Adaption habe ich Bingley etwas mehr Raum und auch Charakter gegeben, als er im Original hat, und ich liebe die Dialoge mit ihm. Ja, wirklich alle! Die Highlights sind natürlich die Gespräche zwischen ihm und seinem besten Freund Mister-Ich-bin-fast-immer-grumpig-Darcy, aber egal, mit wem er spricht, er wertet jedes Gespräch enorm auf. Bingley ist mir am besten gelungen, und ich liebe ihn auch charakterlich sehr.
Am wenigsten mag ich, wie vermutlich einige andere auch, wohl den schusseligen Mr. Collins – der hat in meiner Fassung nicht einmal einen Vornamen bekommen, trotz einer tragenden Szene. Erstaunlich!

18. Wenn Du ungehorsame Figuren hast, wie würdest Du sie manchmal am liebsten „bestrafen“ (oder machst es im Buch sogar) oder was würdest Du ihnen gerne einmal freundlich ins Gesicht schreien?

Wenn sich in meinen Büchern jemand daneben benimmt, bekommt die Figur früher oder später die Quittung dafür. Ab und an schreit ihr auch direkt eine andere Figur »freundlich ins Gesicht«.

19. Hast Du schon mal einen Charakter getötet, bei dem Du das eigentlich nicht wolltest? Denkst Du da an Konsequenzen? Oder hat doch mal einer überlebt, der eigentlich seine Zeit hinter sich hatte?

Nein. Tode sind in meinem Genre eklatant seltener als bspw. in Fantasygeschichten oder Krimis. Trotzdem habe ich in meiner Novelle jemanden sterben lassen, obwohl es so nicht unbedingt vorgesehen war. Das hatte aber keine größeren Konsequenzen auf die Handlung.

20. Hat eine traurige Szene in Deinen eigenen Werken Dich wirklich, und nicht nur so dahin gesagt, zu Tränen gerührt, weil die Figuren Dir so am Herzen lagen? Muss auch keine negative Szene sein, vielleicht haben sie sich endlich geküsst oder gar geheiratet? Vielleicht hast Du auch nicht mit ihnen gefühlt, sondern warst einfach nur sehr erleichtert, dass sie es gebacken bekommen haben?

Es gibt tatsächlich eine Handvoll solcher Momente, die haben mich beim wiederholten Lesen für die Neuauflage sehr berührt – schöne, aber auch bittersüße Momente.

Dann gehen wir nun einmal in die letzte Etappe!

21. Als Autor bist Du vermutlich selbst Leser. Beschreibe uns doch gerne Deinen perfekten Leseabend, Lesemorgen oder wie auch immer Du liest. Ist das Notizbuch dabei stets gezückt? Stürzt Du Dich direkt auf jedes neue Werk Deines Lieblingsautors oder bist Du da eher „gildenfrei“ oder entspannt?

Die perfekte Lesesituation: Draußen kühles, nasses Wetter. Nach einem Spaziergang raus aus den nassen Sachen, rein in die Jogginghose, ein Heißgetränk zubereiten, und ab mit dem Buch auf die Couch. Notizen mache ich beim Lesen keine, da geht’s mir nur um den Genuss der Geschichte, nicht um die Recherche.
Einen Lieblingsautor habe ich nicht – es gibt so unglaublich viele interessante Menschen, die interessante Geschichten schreiben!

22. Hast Du Dich schon einmal an eine Lesung getraut? Vielleicht ja nicht in einer Buchhandlung, aber eine Wohnzimmerlesung oder über einen Discordserver für Autoren? Das alles kommt ja immer mehr. Oder willst Du – verständlicherweise – niemanden einfach in Deine Wohnung lassen? Traust Du Dich laut vorzulesen?

Nein, eine Lesung hatte ich bisher nicht – entsprechende Anfragen bei Buchhandlungen standen eigentlich für 2020 auf dem Plan, und dann kam Corona.
Auf meiner Patreon-Seite habe ich probehalber den ersten Teil einer meiner Kurzgeschichten eingelesen, die Tonqualität ist aber für meine Technikerohren so grenzwertig, dass ich mir vor einer Videolesung auf jeden Fall neues Equipment besorgen werde.
Und, äh … in meinem Wohnzimmer haben fremde Menschen grundsätzlich nichts verloren. Hallo?!

23. Wo wir gerade bei Mut sind: Hast Du Dich schon einmal etwas getraut zu schreiben, bei dem Du am Ende dennoch da gesessen und Dich für mutig gehalten hast oder dumme Kommentare befürchten musstest?

Hm. Manche mögen es mutig finden, einen großen Klassiker wie »Stolz und Vorurteil« zu adaptieren und in die Moderne zu versetzen, aber für mich fühlt es sich nicht so an. Die potentiell skandalträchtigen Themen kommen erst in den künftigen Manuskripten dran. 😉

24. Frage an (ehemalige) Selfpublisher: Machst Du Deine Cover selber oder leistest Du Dir einen Designer? Wie läuft es bei Dir in die ein oder andere Richtung ab?

Bisher ein Designer – ich habe zwar überlegt, es mir selbst anzueignen, aber eine entsprechende Einarbeitung in ein Grafikprogramm und vor allem in die lizenzrechtlichen Regelungen von Bildmaterialagenturen kann ich zeitlich einfach nicht stemmen. Beim Selfpublishing ist man, wenn man es gut und richtig machen will, mit diversen anderen Dingen ausreichend beschäftigt; ich persönlich bin inzwischen froh, dass ich zumindest den Posten »Cover« abgeben kann.

25. Wie holst Du Dir Rezensenten? Wo findest Du sie? Welche Tipps (auch Blogs, wenn diese die Empfehlungen erlauben) hast Du?

Ich bitte in der Danksagung die Leser direkt um eine Rückmeldung und erkläre ihnen, wie wichtig schon ein paar kurze Sätze für mich als Selfpublisher für die Sichtbarkeit sind. Sonderlich effektiv ist das leider nicht, aber besser als nichts. 😉
Blogger habe ich auch schon angeschrieben, allerdings ist es sehr zeitaufwendig, die richtigen Blogs zu finden und individuelle Mails zu schreiben.
Für die nächste Veröffentlichung ist eine Leserunde auf Lovelybooks geplant.

26. Wie gehst Du mit Rezensionen, negativ und positiv, um? Welche Tipps oder Anmerkungen hast Du für andere Autoren?

Ich lese sie interessiert, freue mich, wenn mir jemand mitteilt, was ihm gefallen hat und was nicht – und zucke mit den Schultern, wenn unbegründete negative Kritik kommt. Man kann es geschmacklich ohnehin nie allen Lesern recht machen, und wie überall gibt es auch unter Rezensenten die schwarzen Schafe, die nur meckern, weil das Internet es ihnen im Schutz der Anonymität erlaubt; insofern: lesen, kurz ärgern, Kopf schütteln, weitermachen. Und dafür über jede positive Rückmeldung besonders freuen.

27. Für alle, die schon mal beim Verlag veröffentlicht haben: Wie läuft dieser Prozess ab? Gibt es Tipps von Deiner Seite? Vor allem Geheimtipps und „nicht nur“, dass man es immer weiter versuchen soll? Wie ist das Gefühl, sein Werk in einer Buchhandlung zu sehen?

Ist zwar noch nicht passiert, aber mein ganz klarer Tipp für dieses Vorhaben, gerade bei größeren Verlagen: unbedingt mit einer Agentur zusammenarbeiten!

28. Auch an die Selfpublisher, wie ist das Gefühl, sein Buch in der Handlung zu sehen? Und wie kommt ihr dorthin? Sprecht ihr zum Beispiel die Händler an?

29. Möchtest Du jemanden grüßen? Menschen danken? Ihnen hier eine Spalte zur Verfügung stellen?

Ich grüße: Laura, meine Schwester & beste Testleserin. Anna, meine beste, engagierteste Lektorin und Kritikerin überhaupt. Meinen ehemaligen Fernseh- und jetzigen Schriftstellerkollegen Johannes, der mir meine ersten Korrektorate ermöglicht hat. Meinen Autorenkollegen Marty G. Fox, der mich so voller Energie auf dem Pfad der dunklen Fantastik begleitet. Und natürlich meinen Hausgeist und Herzmensch, der meine Künstlerseele wertschätzt, wie sie ist.

30. Wie beim letzten Mal möchten wir Dir hiermit die Möglichkeit geben, Dich anzubringen, Deine Werke anzupreisen, Werbung zu machen. Und/oder ein Schlusswort hinzuzufügen.

Das einzig passende Schlusswort: Leute, lest! Lest Bücher und Geschichten. Lesen ist gut für Gehirn und Gemüt.
Wenn ihr mögt, lest gern eine meiner Geschichten:

»Schlips und Vorurteil«, eine flotte, moderne Adaption des zeitlosen Klassikers ‚Stolz und Vorurteil‘ von Jane Austen, oder »Sieh dich vor, Eliza«, eine bittersüße Regency-Novelle, ebenfalls angelehnt an Jane Austens Klassiker.
Leseproben sind online überall verfügbar!

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