Rezension: Castlevania (Serie)

Bewertung: 4 von 5.

Castlevania ist eine animierte US-Fernsehserie, deren Handlung eine Adaption der Videospielreihe Castlevania ist. Die Folgen basieren vor allem auf dem Spiel Castlevania III: Dracula’s Curse. Die Serie hat zurzeit drei Staffeln und wird seit dem Jahr 2017 auf Netflix ausgestrahlt.

Da ich schon die Spielreihe Castlevania gerne mochte, gab es für mich keinen Zweifel daran, dass ich auch die Serie schauen wollte. Schon damals habe ich mit Roberta die recht kurze erste Staffel und dann die Zweite hintereinander weggeschaut, verlor dann jedoch den Bezug dazu, obwohl sie uns sogar gut gefallen hat und die dritte Staffel gar nicht so lange auf sich warten ließ.
Im Jahr 2021, neu vom Vampirismus in der Literatur angesteckt, haben Roberta und ich uns allerdings vorgenommen, erneut der Serie unsere Aufmerksamkeit zu schenken, und von vorne angefangen.
Ein Glück! Denn jetzt sind wir nicht nur auf dem aktuellen Stand, sondern auch wieder so sehr darin, dass Roberta sich gleich die neueren Teile von Castlevania angeschafft hat. Außerdem warten wir nun gebannt auf die nächste Staffel.

Obwohl wir immerzu über Alucard lächeln mussten (dessen Haare nun wirklich wundervoll in Szene gesetzt sind) und wir uns über die beiden Menschen in Draculas Reihen nahezu immer aufregen konnten – vor allem über unseren Freund Isaac, der einfach nur ein anstrengender Charakter voller Unlogik und der Überzeugung, er sei nie etwas Schuld, ist – hat die Serie doch sehr viel Spaß gemacht.
Man merkt an vielen Szenen, und nicht nur an der Animation und der wirklich gelungenen Musik, dass es sich um eine Spieladaption handelt. Wie oft es zu einer Situation kommt, in der man sogleich an Arena- oder Bosskampf denken muss, ist verblüffend, aber auch sehr schön. Damit nimmt es zumindest mich ein wenig in eine Umarmung der Wiedererkennung.
Die Geschichte ist dabei meistens sehr vorhersehbar, bringt aber dennoch die Leistung, die sie bringen sollte: Es macht Spaß, zuzuschauen. Sie bannt den Zuschauer an den Fernseher und lässt einen trotz allem mitfiebern.
Allerdings ist sie leider auch recht schnell abgehandelt. Wohl der größte Schwachpunkt – neben Isaac – den die Serie für uns aufzuwarten hat. So bauen sich die Spannungen auf, werden dann jedoch direkt wieder aufgelöst. Keine Gefahrensituation oder Intrige scheint wirklich länger zu überstehen und damit ist die Serie leider sehr rasch.

Mein Fazit

Hector ist nervig, aber Isaac ist, auch wenn die Geschichte oft viel zu schnell über den Bildschirm flimmert, der eigentliche Schwachpunkt in dieser Geschichte. Dass die beiden Menschen in Draculas Reihen auf Menschen weniger gut zu sprechen sind, das muss der Plot schon erklären und das ist für uns auch völlig vertretbar, wobei die Ansichten, die Hector vertritt, auch schon sehr schwer zu ertragen sind, vor allem, da er sich selber nicht in dieses Joch mit hereinrechnet. Die Welt ist immer leichter zu ertragen, wenn man selber nicht im Elend hockt, dann kann man schnell große Töne spucken.
Isaac dagegen ist einfach nur ein widerlicher Charakter. Wo Hector oft noch einfach naiv ist (und das ist er wirklich), ist Isaac boshaft und schwer zu ertragen. Wann immer die Szenen zu ihm gewechselt haben, hätte ich tatsächlich am liebsten die Serie ausgemacht und mich erfreulicheren Sachen gewidmet. Nicht, da ich denke, alle müssen blümchenlieb sein. Aber wie man so dämlich sein kann, bleibt mir immer wieder aufs Neue ein Wunder.
Dennoch! Große Schauempfehlung, denn neben diesen beiden Punkten ist es eine unheimlich geglückte Serie und Alucards wundervolles Haar hätte ohnehin einen extra Punkt verdient.


Geschrieben von Judith


Links zu „Castlevania“

Das Artbook zur „Castlevania“ Serie auf Thalia*

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