Rezension: Merlin – Die neuen Abenteuer

Bewertung: 4 von 5.

„Merlin – Die neuen Abenteuer“ ist eine britische Drama-/Fantasy-Serie über den Zauberer Merlin und Prinz Arthur von Camelot. Sie wurde in 5 Staffeln mit insgesamt 65 Folgen produziert und feierte ihre Erstausstrahlung in Großbritannien am 20. September 2008, während man hierzulande bis zum 17. Oktober 2009 warten musste.
Produziert wurde sie von dem Unternehmen Shine Limited, die beiden Hauptrollen spielen Colin Morgan als Merlin und Bradley James als Prinz Arthur.

In einem Land, lang vor unserer Zeit, wandte sich König Uther einst von der Magie ab und verbot sie mittels Todesstrafe aus seinen Ländereien.
Obwohl dies nun beinahe zwanzig Jahre her ist, kämpfen noch immer Druiden, Hexen, Magier und magische Kreaturen verschiedenster Art darum, dass sie in Camelot wieder frei leben dürfen, und nehmen dabei nicht nur den König, sondern gerade auch noch dessen Sohn Kronprinz Arthur ins Visier.
Dabei an Arthurs Seite: Sein Diener Merlin. Die beiden werden Freunde, aber Merlin muss vor ihm verheimlichen, wer er wirklich ist, denn nicht nur fließt in seinen Adern mächtiges Magierblut, er ist vom Schicksal auch noch auserwählt worden, Camelot in ein magiereiches, besseres Zeitalter zu führen, indem er auf das Leben von Prinz Arthur Acht gibt.

Fünf Staffeln darf man als Zuschauer sehen und das ist leider viel zu wenig.
Die Charaktere wachsen einem sehr ans Herz und nach einer Weile hat man seine Insider drin (zum Beispiel, dass Hofarzt Gaius anscheinend nie zu irgendeiner Handlung mal fähig ist oder auch wirklich mal von sich aus einen Finger krumm machen will).
Man merkt der Serie gerade am Anfang an, dass sie nicht das höchste Budget hatte, und gleichsam wird man mit diesem charmanten, teilweise aber auch sehr speziellen britischen Humor kontaktiert. Allein schon die Doppelfolge mit der Trollbraut versinnbildlicht genau, was ich meine.
Wer einen solchen Humor, wie bei Doctor Who schon, verkraften kann, taucht ein in eine lebendige Welt um Camelot herum. Der Humor ist dabei auch oft für nicht britische Zuschauer sehr amüsant.
Getragen wird die Serie jedoch am meisten von den Charakteren. Ob nun Uther, der bei jeder Ratte gleich ein schlosserbebendes „ZAUBEREI“ hinausschreit, oder Gaius, der ohnehin nur sagt „Das kannst du nicht tun/Da kann man eh nichts mehr machen“. Ob Arthur mit seiner Arroganz, der gleichsam sein Volk nie leiden lassen würde, oder der freche Merlin mit dem überbreiten Grinsen. Ja selbst die eine Figur, die sich im Laufe der Zeit zum Bösen wendet und dann immer mit einem sehr auffällig unauffälligen Grinsen in die Kamera blickt, ohne dabei aber die vierte Wand durchbrechen zu wollen, hat ihren eigenen Charme.
Die Computereffekte sind zwar nicht die besten, dafür haben die Macher sich bei den Kostümen und den magischen Wesen (was ihre Art und Weise, nicht ihre Animation betrifft) sehr viel Mühe gegeben.
Somit weist Merlin zwar Schwächen auf, aber auch sehr viele Stärken.
Ich habe die Serie damals sogar noch im Fernsehen gesehen, dann teilweise die DVDs gekauft (muss ich noch komplett nachholen) und Jahre später auf Netflix wieder angefangen, nur um dann Roberta ins Boot zu holen. Ich hätte zwar nie gedacht, dass es ihr gefallen würde – und sie sah das wohl genauso – da sie allerdings gerade nichts Besseres zu tun hatte, gab sie der Sache eine Chance und nun lieben wir beide gemeinsam Merlin.
Nicht umsonst heißen unsere Katzen Arthur und Merlin.

Mein Fazit

Wer sich von wenig Budget und britischem Humor nicht abschrecken lässt, kann eine schöne Geschichte finden, die wir in fünf Staffeln erzählt bekommen. Dabei verhält es sich am Anfang ein wenig wie mit Supernatural. Man bemerkt zwar, dass es eine größere Geschichte geben soll, aber irgendwie wird sich dennoch Woche für Woche eher auf „Monster of the week“ Folgen konzentriert. Erst ab einem gewissen Punkt nimmt die Story immer mehr Fahrt auf und endet dann in einem Ende, über das ich gar nicht zu viel verraten will.
An die ganzen Geschichten zu König Artus wird sich übrigens nicht so ganz ernst gehalten.


Geschrieben von Judith

1 Kommentar zu „Rezension: Merlin – Die neuen Abenteuer“

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