Rezension: Merrick (Chronik der Vampire 7) (Anne Rice)

Anne Rice - Merrick (Die Chronik der Vampire 7)
(Copyright Cover: S. Fischer Verlag / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

„Merrick“ ist bereits der siebte Band der Chronik der Vampire von Anne Rice und 2003 als „Merrick oder die Schuld des Vampirs“ im Hoffmann und Campe Verlag erschienen. Unsere Version ist die Lizenzausgabe des S. Fischer Verlags in der 3. Auflage aus dem Juni 2005. Später im Jahr 2008 wurde es unter dem Titel „Das Blut der Verführung“ neu verlegt.

Wie auch die anderen Bücher seit „Der Fürst der Finsternis“ schließt sich auch „Merrick“ mit nur wenig Zeitunterschied an seine Vorgänger an.
Von Lestat bekommen wir nicht allzu viel zu sehen, aber langsam gewöhnt man sich auch daran, dass er nicht mehr der alleinige Protagonist ist, denn Lestat schläft noch immer auf gewisse Weise. Dafür leitet uns mit David Talbot ein alter Bekannter durch die Geschichte, die dieses Mal in großem Zusammenhang mit ihm selbst steht.
Und auch Louis-Fans dürfen sich freuen, denn auch er spielt eine wichtige Rolle in „Merrick“, das nach der dritten Hauptfigur in der Geschichte benannt ist.

In seiner Verzweiflung wendet Louis sich nämlich an David, damit dieser den Kontakt zu der Hexe Merrick Mayfair herstellt, die David noch aus seiner Zeit bei der Talamasca kennt. Um genauer zu sein, verbindet die beiden sogar eine tiefe gemeinsame Vergangenheit und ebenso eine Liebe.
Louis möchte Merrick bitten, Claudias Geist zu beschwören. Nachdem Jesse und Lestat ihm beide von ihren Erscheinungen berichtet haben, kann er nicht mehr leben, ohne zu wissen, ob Claudia Frieden gefunden hat.

Das Buch ist sehr typisch für Anne Rice aufgebaut. Eine der Figuren übernimmt die Erzählung aus ihrer eigenen Sicht, in diesem Falle David, und führt den Leser in die Geschichte ein. Für eine recht lange Zeit erzählt er uns dann, wie er Merrick kennenlernte und was für eine Person diese Frau überhaupt ist. Ich muss gestehen, das schreckte mich zu Beginn etwas ab, weil ich wenig Lust auf eine weitere Lebensgeschichte hatte, aber nach und nach macht diese Erzählung Sinn. Sie wird interessant und spannend und auch der Grund, warum David sie an den Leser und Louis weiterträgt, wird offensichtlich.
Schließlich springen wir wieder in die Gegenwart und Merrick macht sich daran, ihren mächtigen Zauber zu wirken, um Claudias Geist heraufzubeschwören.

Als Hexe aus New Orleans ist da natürlich auch eine Form von Voodoo mit im Spiel, was es noch einmal interessanter machte. Und ich freue mich ja auch immer sehr über ein Wiedersehen mit Louis und mag es noch so kurz sein. In diesem Buch spielt er aber natürlich eine etwas größere Rolle und das hat mich sehr gefreut. Das Ende wartet dann auch mit einigen kleinen Überraschungen auf, während manche Sachen aber auch zu erwarten waren.
Nachdem Claudias Schicksal schon immer wieder in den vorherigen Bänden angesprochen wurde, ist es wirklich schön, dass ihre Geschichte in diesem Buch nun endlich einmal ein wenig weitergeführt wird.

Vom Klappentext dieser Ausgabe sollte man sich allerdings nicht verwirren lassen. Mit der Renaissance hat die Geschichte rein gar nichts zu tun und mir scheint, da muss beim Verlag etwas schiefgelaufen sein. Der erste Teil der Inhaltsangabe klingt sehr danach, als würde man dort die Geschichte aus dem vorherigen Band „Armand der Vampir“ beschreiben wollen.
Auch finden sich in dem Buch erstaunlich viele Rechtschreibfehler, die über das normale Maß hinausgehen. Das ist wirklich schade, denn das hätte alles nicht sein müssen, wenn man ein wenig mehr darauf geachtet hätte.

Mein Fazit

„Merrick“ ist der erste Band der Chronik der Vampire, der diese Reihe mit jener um die Mayfair Hexen verbindet. Die Hexenbücher habe ich bisher zwar noch nicht gelesen, aber ich denke, ich kann dennoch behaupten, dass Anne Rice diese Verbindung gut gelungen ist.
Der siebte Band der Chronik bietet nicht nur wegen der Protagonisten, sondern auch wegen der behandelten Themen etwas Abwechslung und fügt sich dennoch wunderbar in die Reihe mit ein.
Wenn man von den Rechtschreibfehlern und dem verhauenen Klappentext unserer Version einmal absieht, bietet sich mit „Merrick“ ein spannendes Leseerlebnis, das Vampire und Hexen vereint und sicherlich für den ein oder anderen Leser der Vampirchronik endlich bisher ungelöste Fragen klärt.


Geschrieben von Roberta


Links zu „Merrick“ / „Das Blut der Verführung“

Website der Autorin

„Merrick“ als „Das Blut der Verführung“ auf Thalia*

Unsere Rezension zu Band 1 „Gespräch mit einem Vampir“
Unsere Rezension zu Band 2 „Der Fürst der Finsternis“
Unsere Rezension zu Band 3 „Die Königin der Verdammten“
Unsere Rezension zu Band 4 „Nachtmahr“
Unsere Rezension zu Band 5 „Memnoch der Teufel“
Unsere Rezension zu Band 6 „Armand der Vampir“
Unsere Rezension zu Band 8 „Blut und Gold“

1 Kommentar zu „Rezension: Merrick (Chronik der Vampire 7) (Anne Rice)“

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