Interviewrunde 2: Jasmin Engel – Autorin

Jasmin Engel, Autorin von "Die Götter der Dämmerung"
(Copyright Jasmin Engel)

Willkommen in der zweiten Runde der Interviews. Dieses Mal haben wir die Fragebögen je nach Tätigungsfeld umgestellt. Wenn Du Inspiration beim Ausfüllen brauchst, so stehen Dir eine Menge Autoreninterviews auf dem Blog zur Verfügung.
Behalte im Kopf: Das hier ist Dein Interview und Du darfst jeder Zeit Fragen auslassen!
Was Du allerdings nicht darfst – und da gab es in der letzten Runde teilweise wirklich Probleme mit:

  • Fragen auslassen ist in Ordnung, aber bitte lösche sie nicht aus dem Dokument, sondern lass sie stehen.
  • Verändere nichts an der Formatierung. Also was kursiv ist, bleibt kursiv, was dick ist, bleibt dick etc.
  • Verändere nicht die Reihenfolge der Fragen und bitte sieh möglichst davon ab, Fragen miteinander zu kombinieren!
  • Bitte schick das Interview als .doc oder notfalls als .docx (oder Papyrus) Format ein und nicht als zum Beispiel Apple Format.
  • Schick uns gerne noch Fotos von Dir oder Deinen Werken dazu. Links ebenso (diese speisen wir dann vernünftig mit ein). Bitte gib uns die Copyright-Angaben dazu.
  • Lies es am besten Korrektur, wir werden es nämlich nicht machen 🙂
  1. Fangen wir klassisch an. Möchtest Du uns etwas – oder auch viel – über Dich verraten?
    Wieso schreibst Du? Welche war Deine erste Geschichte? Wie sieht es mit Deinem Alltag aus? Familie, Job, Heimat, Haustiere? Was auch immer Du uns wissen lassen möchtest! Dieser Punkt gibt Dir die Freiheit, über Dich selbst zu erzählen. Immerhin bist Du der interessanteste Charakter in Deiner ganz eigenen Geschichte.

Hallo zusammen,
mein Name ist Jasmin Engel, ich bin 38 Jahre alt und schreibe schon seit meiner Teenagerzeit. Erste kurze Gedichte und Geschichtchen habe ich schon als Kind zu Papier gebracht. Mit 15 schrieb ich meinen ersten längeren Text, eine Historical Fantasy Novelle. Mit 18-22 Jahren habe ich u.a. die ersten Entwürfe zu meinem 2020 erschienen Debütroman „Die Götter der Dämmerung“ verfasst. Nach einer Pause von einigen Jahren, die ich in meiner Freizeit mit Gedichten und Kurzgeschichten gefüllt habe, ging es mit den Rohfassungen von Romanen weiter. Die des ersten Bands meiner Traumreisen-Trilogie – „Zwischen den Träumen“ – wurde 2015 fertig, die des zweiten Bands – Zwischen den Welten“ – Anfang 2020.
Ich bin gelernte Fremdsprachenkorrespondentin und lebe mit meinem Mann, zwei Hunden und vielen Fischen in Darmstadt. Außer Lesen und Schreiben gehören Reisen, Kochen, Backen und lange Spaziergänge in der Natur zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Ich meditiere täglich und mein Glaube ist mir sehr wichtig. Außerdem bedeutet mir Umwelt- und Tierschutz ganz viel.
Ich schreibe aus mehreren Gründen, die wahrscheinlich alle miteinander verbunden sind. Natürlich möchte ich mich gerne selbst kreativ ausdrücken und andere an meinen Erfahrungen und Sichtweisen teilhaben lassen. Ich möchte den Leuten da draußen aber auch unheimlich gerne Geschichten schenken, die sie inspirieren, zum Nachdenken anregen und sie vielleicht ein bisschen weniger allein fühlen lassen, zum Beispiel wenn sie auch eher Außenseiter sind oder Erfahrungen machen, die über den Alltag und die Schulmeinung hinaus gehen.
Es würde mich riesig freuen, wenn ihr mal bei meiner Website oder meinen Social Media Seiten vorbeischaut!
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  1. Was hast Du bereits veröffentlicht? Wo kann man etwas von Dir finden? Verlag, Selbstverlag, gemischt, alles kostenfrei auf Deiner Website? Oder doch auf Seiten wie Fanfiktion?

Bis 2020 habe ich zunächst Kurzgeschichten und Gedichte in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht. Im Juni 2020 ist dann mein Debütroman „Die Götter der Dämmerung“ im Oldib Verlag erschienen. Es ist ein tolles Gefühl, endlich mein erstes Buchbaby in die Welt hinaus geschickt zu haben. Der erste Band meiner Traumreisen-Reihe erscheint voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2021 im Legionarion Verlag.

  1. Gibt es Mitautoren? Stell sie ruhig vor! Haben sie auch etwas einzeln veröffentlicht? Du darfst gerne etwas Werbung machen! Wenn nicht, kannst Du es Dir vorstellen oder hattest einmal welche?

Ich hatte zwar noch nie Mitautoren, kann es mir jedoch vorstellen. Mehr als eine andere Person, mit der ich dann auch auf einer Wellenlänge liegen möchte, sollte es für mein Gefühl allerdings nicht sein.

  1. Kennst Du den NaNo? Wenn ja, wie machst Du dort mit? Welche Erfolge hattest Du bereits? Oder siehst Du nur gerne zu, wie wir anderen Autoren uns im Schlamm wälzen? Hast Du noch nie davon gehört?

Ich kenne den NaNo seit einigen Jahren, da ich immer mitverfolge wie andere in diesem einen Monat ganze Romane niederschreiben. 2019 habe ich es selbst mal ausprobiert – und was soll ich sagen? Ich bin zwar durch die Motivation etwas besser vorangekommen, aber eine komplette Roman-Rohfassung ist längst nicht draus geworden. Ich bin eher eine Langsam-Schreiberin.

  1. Bist Du in einem Schreibforum aktiv? Warst Du es? Oder hältst Du nichts davon?

In einem Schreibforum an sich bin ich seit vielen Jahren nicht mehr aktiv. Ich bin allerdings aktives Mitglied im Nornennetz und bei PAN, wo es auch regen Austausch unter uns gibt. Das genügt mir aktuell.

  1. Welche Art Schreiber bist Du? Plotter? Pantser? Plantser? Oder doch eher etwas anderes?

Ich würde mich als etwas zwischen Pantser und Plantser einordnen. Zu detailliertes Plotten würde mir das Abenteuer an der freien Entwicklung meiner Figuren und Geschichten verderben. Also plane ich meine Kurzgeschichten und Romane immer nur grob. Bei den Romanen plotte ich nie mehr als ein, zwei Kapitel im Voraus.

  1. Gehörst Du zu den Schreibern, die alles in einem Dokument runter rattern und dann korrigieren oder zu denen, die für jedes Kapitel ein eigenes Dokument haben? Oder wie machst Du das?

Ich habe tatsächlich bisher immer alles in einem einzigen Dokument geschrieben und überarbeitet. Selbst meine Romane mit über 400 Normseiten. Da ich langsam und redigierend schreibe, rattere ich aber auch die Rohfassung nicht runter. Es befindet sich nur einfach alles in einem Dokument, weil ich nie auf die Idee kam, es anders zu machen.

  1. Welche Freizeitaktivitäten hast Du, die Dir beim Schreiben helfen? Zum Beispiel Bogenschießen oder Reiten.

In erster Linie hilft mir meine Lieblings-Freizeitaktivität Lesen beim Schreiben. Ich versuche schön gemischt deutschsprachige, englischsprachige, neue und klassische Romane zu lesen. In zweiter Linie inspiriert es mich, in die Natur zu gehen und natürlich zu reisen, fremde Orte, Städte und Länder zu erkunden.

  1. Welches Genre bedienst Du am Liebsten und weshalb eigentlich?

Ich schreibe bevorzugt in den phantastischen Genres, wobei klassische Sci-Fi und High Fantasy überhaupt nicht mein Fall sind. Alternate History – wozu ja auch Steampunk gehört – mag ich sehr gerne. Mein Debütroman ist am ehesten diesem unheimlich vielfältigen Subgenre zuzuordnen, mit dem Thema Prä-Astronautik. Dazu gibt es bei „Die Götter der Dämmerung“ einen starken Dark Fantasy Anteil. Damit wären wir auch schon beim zweiten Subgenre, in dem ich am liebsten schreibe. Weshalb ich diese Genres sehr schätze: ich kann darin den Rahmen des Alltäglichen am besten sprengen und anregen, den eigenen Horizont zu erweitern.

  1. Papier, Laptop, Notebook, Notizblock, Sprachmemos, Handy, Tablet, Bleistift, Füller, Kuli, malst Du Portraits oder Karten? Nenn uns Deine kleinen Helferlein. Auch gerne Programme – wie Papyrus! Gerne mit Empfehlungen.

Leider bin ich nicht mehr in Übung, so gut zu zeichnen, dass ich mich an Portraits oder Karten wagen würde. Meine kleinen Helferlein sind eigentlich ganz simple Dinge wie Lieblingskuli, schönes Notizbuch, inspirierende Bilder auf Postkarten, Musik.

Da hatten wir nun die Fragen bezüglich Deiner Selbst. Je mehr Du uns erzählen willst, umso besser. Viele Autoren hatten in der letzten Runde Angst, dass sie viel zu viel geschrieben hätten. Aber das hat dann doch keiner geschafft (keine Herausforderung 😉 ).
Im Gegenteil hatten die meisten, die solche Angst hatten, kein außergewöhnlich langes Interview, also gibt es keinen Grund zur Sorge.

  1. Man kennt es ja, eigentlich sollte man niemals seine Helden treffen. Manchmal ist es jedoch ganz cool – uns ist das zum Beispiel ein Mal passiert – hast Du schon einmal Deinen (Buch-)Helden getroffen oder würdest Du gerne? Wie ist es gelaufen/ wie würdest Du es Dir vorstellen?

Leider habe ich bisher noch nicht das Glück oder die Gelegenheit gehabt, meine BuchheldenInnen zu treffen. Es gibt schon ein paar AutorenInnen, deren Bücher ich sehr mochte und ein Teil von mir würde ihnen gerne einmal begegnen, sich mit ihnen unterhalten. Der andere Teil von mir hält es jedoch für vielleicht gar nicht so schlecht, meine BuchheldenInnen weiter aus der Ferne bewundern zu können.

  1. Wo wir gerade bei Helden sind. Die Charaktere sind unsere (Anti-)Helden und halten uns auf Trab. Wie wichtig ist Dir ihre Tiefe? Oder magst Du es beim Lesen/Schreiben eher, sich auf andere Dinge zu konzentrieren? Zum Beispiel die Reise an sich und all ihre Spannung?

Mir sind die Charaktere und ihre Tiefe enorm wichtig. In Kurzgeschichten bleibt leider oft nicht der Raum, sie intensiv zu entwickeln, da sollte es wohl auch mehr um die Story an sich gehen. Aber in meinen Romanen lege ich viel Wert darauf, dass meine HeldenInnen realistisch handeln, sprechen, sich entwickeln. Das gilt übrigens zu einem bestimmten Grad auch für die Antagonisten meiner Charaktere und die Nebenfiguren. Bei den Gegenspielern versuche ich, sie nicht stereotyp sein zu lassen, auch in ihren Handlungen und Worten.

  1. Wie viel Ärger bringen Dir Deine Figuren? Gehören sie, wie bei uns beim Bambusblatt, zu denen, die sich selbst benennen und Dir ihre Geschichte erzählen oder hast Du alles fest im Griff?

Ich habe weder meine Figuren, noch den Verlauf der Geschichten fest im Griff. Da ich ohnehin nur grob vorplane und wenig voraus plotte, lasse ich diese Entwicklung auch mit Freuden zu. Meine Charaktere sind lebendige Wesen für mich, die ich zwar schon auch regelmäßig steuere, die das manchmal aber genauso mit mir machen. Ich weiß nicht, ob sich schon mal jemand selbst benannt hat. Doch gelegentlich kommen die Namen von neuen Figuren über mich. Ich muss nicht groß nachdenken.

  1. Oben wird es schon halb gefragt, aber: Nutzt Du Zeichnungen für Deine Charaktere? Programme, um sie genau zu erfassen, mit Stammbaum, Aussehen und dergleichen?

Leider noch nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Reizvoll finde ich es definitiv. In meinem Kopf habe ich das Aussehen all meiner Figuren stets präsent. Es wäre sicher schön, es auch mal zu Papier – oder auf den Bildschirm – zu bringen.

  1. Die Frage gab es bereits beim letzten Mal, doch: Musstest Du auf Grund einer Figur schon einmal ein Werk abbrechen?

Das ist mir bisher noch nicht passiert. Aber ich finde den Gedanken hochinteressant. Wer weiß, vielleicht kommt es ja auch bei mir irgendwann einmal vor.

  1. Wie sieht es mit realen Vorbildern aus?

Ich bin davon überzeugt, dass die meisten AutorenInnen in jedem Roman mindestens eine Hauptfigur haben, die ihnen selbst ähnelt oder die zumindest Aspekte von ihnen selbst aufweist. Eine meiner Hauptfiguren in jedem Roman ist mir ähnlich bis sehr ähnlich von dem her, was sie antreibt und wie sie reagiert. Von daher könnte ich mich selbst als reales Vorbild bezeichnen. Ansonsten dienen mir – so viel verrate ich euch – meine eigenen Traumreisen als Inspiration für mindestens Nebenfiguren meiner Geschichten und Romane.

  1. Welche ist Deine beste Figur? Beziehungsweise Deine am meisten Geliebte? Und welche ist genau das Gegenteil?

Welche Figur mir bisher am besten gelungen ist, könnte noch mal etwas anderes sein als die von mir am meisten geliebte. Ich würde sagen, die Hohepriesterin Nantama Bai aus meinem 2. Band der Trilogie könnte meine bislang beste Protagonistin sein. Die von mir am meisten geliebte Figur ist wahrscheinlich mein Protagonist Ion, der in allen drei Bänden eine Hauptrolle spielt. Salopp gesagt und ohne zu viel erklären zu müssen, könnte man ihn als so etwas wie einen Halb-Engel bezeichnen.

  1. Wenn Du ungehorsame Figuren hast, wie würdest Du sie manchmal am liebsten „bestrafen“ (oder machst es im Buch sogar) oder was würdest Du ihnen gerne einmal freundlich ins Gesicht schreien?

Ich bin froh behaupten zu können, dass ich bisher noch nicht wirklich ungehorsame Figuren hatte. Sie haben stets so gehandelt, wie es ihre Art war und sich die Geschite eben entwickelt hat. Vielleicht waren zuweilen einige begriffsstutzig oder haben sich so verhalten, wie ich selbst es nicht würde, es zu ihnen aber gepasst hat.

  1. Hast Du schon mal einen Charakter getötet, bei dem Du das eigentlich nicht wolltest? Denkst Du da an Konsequenzen? Oder hat doch mal einer überlebt, der eigentlich seine Zeit hinter sich hatte?

Gleich in meinem Debütroman, der auch mein erster ist, habe ich liebgewonnene Charaktere getötet. Es war für mich einzig sinnvoll an der Stelle des Plots. Geschmerzt hat es dennoch. Bei der Trilogie, an der ich aktuell schreibe, gibt es mindestens eine Figur, deren Zeit eigentlich abgelaufen sein müsste. Aber bisher habe ich es noch nicht übers Herz gebracht, sie gehen zu lassen.

  1. Hat eine traurige Szene in Deinen eigenen Werken Dich wirklich, und nicht nur so dahin gesagt, zu Tränen gerührt, weil die Figuren Dir so am Herzen lagen? Muss auch keine negative Szene sein, vielleicht haben sie sich endlich geküsst oder gar geheiratet? Vielleicht hast Du auch nicht mit ihnen gefühlt, sondern warst einfach nur sehr erleichtert, dass sie es gebacken bekommen haben?

Bei meinem Debüt „Die Götter der Dämmerung“ hatte ich an zwei Stellen zumindest Tränen in den Augen. Ein Mal geht es dabei um eine große Enttäuschung in der Liebe. Das andere Mal um das oben erwähnte Sterben von Charakteren. Bei meinem 1. und 2. Band der Trilogie ist mir jeweils ein paar Mal das eine oder andere Tränchen die Wange hinab gekullert. Sowohl wenn es tragisch in der Beziehung der Hauptcharaktere wurde als auch wenn sie sich einander endlich geöffnet haben.

Dann gehen wir nun einmal in die letzte Etappe!

  1. Als Autor bist Du vermutlich selbst Leser. Beschreibe uns doch gerne Deinen perfekten Leseabend, Lesemorgen oder wie auch immer Du liest. Ist das Notizbuch dabei stets gezückt? Stürzt Du Dich direkt auf jedes neue Werk Deines Lieblingsautors oder bist Du da eher „gildenfrei“ oder entspannt?

Ich komme meist erst abends mal eine Stunde zum Lesen. Darauf freue ich mich aber immer schon den ganzen Tag. Ich gestalte mir meinen Leseabend dann schön gemütlich mit einer großen Tasse Tee, etwas Schokolade oder Keksen und natürlich den – häufig zwei Büchern – in denen ich parallel lese. Das ist in der Regel ein englischsprachiger Roman und einer deutschsprachiger. Mein Notizbuch hole ich normalerweise nach Bedarf dazu, es ist nicht standardmäßig dabei. So richtig Lieblingsautoren habe ich noch nicht einmal. Ich lasse jedes neue Buch, das ich mir kaufe und lese, einfach auf mich zukommen.

  1. Hast Du Dich schon einmal an eine Lesung getraut? Vielleicht ja nicht in einer Buchhandlung, aber eine Wohnzimmerlesung oder über einen Discordserver für Autoren? Das alles kommt ja immer mehr. Oder willst Du – verständlicherweise – niemanden einfach in Deine Wohnung lassen? Traust Du Dich laut vorzulesen?

Mein Debütroman ist zu Corona-Zeiten erschienen und die Möglichkeiten zumindest für live Lesungen waren und sind sehr begrenzt. Daher musste ich mich noch gar nicht dran wagen. Seltsamerweise kann ich mir aber eine Lesung etwa in einer Buchhandlung sogar besser vorstellen als eine online. Wenn ich sie vor einer Kamera halten würde, würde ich mir komischerweise mehr Gedanken über jedes Wort von mir machen, da es aufgezeichnet wird. Bei einer Lesung in einem Café oder ähnlich könnte ich mich besser auf den Text und das – wahrscheinlich kleine – Publikum konzentrieren.

  1. Wo wir gerade bei Mut sind: Hast Du Dich schon einmal etwas getraut zu schreiben, bei dem Du am Ende dennoch da gesessen und Dich für mutig gehalten hast oder dumme Kommentare befürchten musstest?

Ja, absolut. Im Grunde ist das meiste, das ich schreibe so, dass ich Ablehnung von Leuten erwarten muss. Beim Thema Prä-Astronautik in meinem Debüt schütteln einige nur mit dem Kopf – Außerirdische, die einst die alten Völker der Erde besucht haben: Unsinn! Den „richtigen“ Anhängern der Prä-Astronautik ist es wiederum z.B. nicht nahe genug an den (für mich zu plakativen) Büchern eines Däniken. Meine Trilogie dreht sich um Traumreisen und Parallelwelten. Ich denke, ich schreibe es so, dass man merkt, ich glaube daran. Auch das wird sicher einige zu dummen Kommentaren anregen.

  1. Frage an (ehemalige) Selfpublisher: Machst Du Deine Cover selber oder leistest Du Dir einen Designer? Wie läuft es bei Dir in die ein oder andere Richtung ab?
  1. Wie holst Du Dir Rezensenten? Wo findest Du sie? Welche Tipps (auch Blogs, wenn diese die Empfehlungen erlauben) hast Du?

So wahnsinnig viel Erfahrung habe ich leider noch nicht mit Rezensenten und Rezensionen. Bisher sind sowohl ein paar auf mich zugekommen als auch ich auf sie. In Zukunft und wenn ihr es nicht ohnehin bereits selbst wärt, könnte ich euren Blog empfehlen.

  1. Wie gehst Du mit Rezensionen, negativ und positiv, um? Welche Tipps oder Anmerkungen hast Du für andere Autoren?

Es ist klar, dass positive Rezensionen mich beflügeln und unheimlich freuen. Sie geben mir Motivation, weiterzuschreiben. Wenn die Kritik in den negativen Rezensionen konstruktiv und nachvollziehbar für mich ist, kann ich gut damit umgehen. Ich kenne selbst ein paar Schwächen etwa meines Debütromans. Ich hatte jedoch schon eine Rezension, bei der ich das Gefühl hatte, die Person hat meinen Roman nicht wirklich gelesen. Es war z.B. von einem Dutzend Hauptcharakteren die Rede, dabei gibt es fünf. Das stört mich dann durchaus ein bisschen. Mein Tipp für andere AutorenInnen ist: beschäftigt euch mit konstruktiver, verständlicher Kritik, um euch weiterzuentwickeln und über alles andere, ärgert euch nicht.

  1. Für alle, die schon mal beim Verlag veröffentlicht haben: Wie läuft dieser Prozess ab? Gibt es Tipps von Deiner Seite? Vor allem Geheimtipps und „nicht nur“, dass man es immer weiter versuchen soll? Wie ist das Gefühl, sein Werk in einer Buchhandlung zu sehen?

Da mein Debüt bei einem sehr kleinen Verlag erschienen ist, hatte ich bisher noch nicht das Glück, es in einer Buchhandlung sehen zu können. Kürzlich habe ich aber tatsächlich den Buchladen hier im Viertel angerufen und die Buchhändlerin meinte, sie würde schauen, dass sie meinen Roman vorrätig bekommt. Demnächst sollte ich das vielleicht mal nachprüfen gehen. Ich kann AutorenInnen, die noch auf Verlagssuche sind, bloß den Tipp geben, es lieber gleich bei sympathischen Kleinverlagen zu probieren. Außer ihr schreibt eher in Richtung Mainstream. Bei Agenturen und größeren Verlagen hat man fast nur damit eine Chance und/oder dem berühmt-berüchtigten Vitamin B.

  1. Auch an die Selfpublisher, wie ist das Gefühl, sein Buch in der Handlung zu sehen? Und wie kommt ihr dorthin? Sprecht ihr zum Beispiel die Händler an?
  1. Möchtest Du jemanden grüßen? Menschen danken? Ihnen hier eine Spalte zur Verfügung stellen?

Ich danke und grüße zugleich meinen Partner und meine Familie. Außerdem die Kolleginnen vom Nornennetz und die anderen PAN-Mitglieder.

  1. Wie beim letzten Mal möchten wir Dir hiermit die Möglichkeit geben, Dich anzubringen, Deine Werke anzupreisen, Werbung zu machen. Und/oder ein Schlusswort hinzuzufügen.

Über jede/n einzelne/n Leser/in meines Erstlings würde ich mich sehr freuen. Natürlich auch über eure Bewertungen, Rezis oder einfach ein Feedback per Mail bzw. Nachricht über FB, Twitter oder Instagram.
Wer bei mir ein signiertes Exemplar bestellt, bekommt immer ein paar passende Goodies dazu.
Wer mal einen kleinen Eindruck von meinem Debütroman „Die Götter der Dämmerung“ bekommen möchte, findet auf meiner Homepage eine Leseprobe.

Die Götter der Dämmerung von Jasmin Engel
(Copyright Colors of Cronos. )

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