Interviewrunde 2: Teja Ciolczyk – Lektorin

Logo von Teja Ciolczyk von Gwynnys Lesezauber.
(Copyright Teja Ciolczyk)

Willkommen in der zweiten Runde der Interviews. Dieses Mal haben wir die Fragebögen je nach Tätigungsfeld umgestellt. Wenn Du Inspiration beim Ausfüllen brauchst, so stehen Dir eine Menge Autoreninterviews auf dem Blog zur Verfügung.
Behalte im Kopf: Das hier ist Dein Interview und Du darfst jeder Zeit Fragen auslassen!
Was Du allerdings nicht darfst – und da gab es in der letzten Runde teilweise wirklich Probleme mit:

  • Fragen auslassen ist in Ordnung, aber bitte lösche sie nicht aus dem Dokument, sondern lass sie stehen.
  • Verändere nichts an der Formatierung. Also was kursiv ist, bleibt kursiv, was dick ist, bleibt dick etc.
  • Verändere nicht die Reihenfolge der Fragen und bitte sieh möglichst davon ab, Fragen miteinander zu kombinieren!
  • Bitte schick das Interview als .doc oder notfalls als .docx (oder Papyrus) Format ein und nicht als zum Beispiel Apple Format.
  • Solltest Du selber schreiben, steht es Dir im angemessenen Rahmen zu, in der ersten Frage und wo es passt, Werbung zu machen.
  • Lies es am besten Korrektur, wir werden es nämlich nicht machen 🙂
Teja Ciolczyk von Gwynnys Lesezauber.
(Copyright Teja Ciolczyk)
  1. Fangen wir klassisch an. Möchtest Du uns etwas – oder auch viel – über Dich verraten?
    Wie sieht es mit Deinem Alltag aus? Familie, Job, Heimat, Haustiere? Was auch immer Du uns wissen lassen möchtest! Dieser Punkt gibt Dir die Freiheit, über Dich selbst zu erzählen.


    Von mir gibt es nicht so viel zu erzählen. Ich bin 36 Jahre alt und lebe als gebürtige Rheinländerin im beschaulichen Unterfranken/Bayern. Mit meinem Sohn (7 Jahre alt), meinem Mann, unserer Katze und vielen Goldfischen und Kois wohne ich auf dem Land.
    Am liebsten stöbere ich in aufregenden Abenteuern der unendlichen Fantasy Welt. Da nicht nur als Lektorin, Bloggerin oder Leserin, sondern auch gern als Gamerin. 😉 Mein liebstes Spiel ist Witcher III – ich bin auch von der Buchreihe schwer begeistert!

    Jedenfalls lese ich schon mein Leben lang (so lange ich es eben kann^^). Schon immer war ich fasziniert von der Vielfalt der Literatur. So bin ich über Umwege da gelandet, wo ich jetzt bin – in meinem Job als hauptberufliche Lektorin. 😊
  1. Bist Du selbstständig? Arbeitest Du auch für Verlage? Ist das ein Nebenverdienst?

    Oh, seit Mai 2020 bin ich selbstständige Lektorin, hauptberuflich. Das war ein großer Schritt mit vielen Unsicherheiten – doch ich bin glücklich damit, endlich das tun zu können, was ich liebe!
    Ich arbeite vornehmlich für selbstpublizierende Autoren und Kleinverlage. Ich weiß noch nicht, was ich sagen würde, sollte mal ein großer Verlag bei mir anklopfen. ^^°
  1. Schreibst Du selbst?

    Ja, doch eigentlich nur Kurzgeschichten. Ich habe da zwei Plots für Bücher liegen, allerdings nie die Muße dazu, sie auch zu schreiben. So eine Kurzgeschichte ist für mich einfacher zu handeln. Die erste Kurzgeschichte ist in der Anthologie „When Oceans Fade Away“ vom Tagträumer Verlag erschienen. Eine weitere meiner Geschichten erscheint vermutlich noch in diesem Jahr – dazu darf ich aber noch nicht viel sagen. 😉
  1. Wie fing es mit Dir und den Lektoraten an?

    Zuerst einmal liegt mir die deutsche Sprache. Gingen Mathematik und Latein den Bach runter, blieb mir immer noch das Fach Deutsch, um zu glänzen. ^^
    Aber Spaß bei Seite. Ich habe ganz klein begonnen. Zuerst habe ich nur Rezensionen bei LovelyBooks veröffentlicht. Als dann der Kontakt zwischen Lesern und Autoren über Facebook immer einfacher wurde, eröffnete ich 2014 meinen Literaturblog „Gwynnys Lesezauber“.
    Beim Lesen bin ich schon immer kritisch. Habe ich also ein Buch für eine Blogtour gelesen und zu viele Ungereimtheiten oder Fehler entdeckt, schrieb ich die betreffenden Autoren an. So ergaben sich erste Testleseaufträge. Ich kann aber nie nur lesen. ^^ Also merkte ich auch da Fehler und Fehlstellungen der Sätze an. Wies auf kleinste Logikbrüche hin usw. Nun, mir wurde dann jedenfalls mehrfach angeraten, mir meine Arbeit bezahlen zu lassen. ^^ Nach einigen kostenfreien Lektoraten und viel Wissen, dass ich mir aneignete, bin ich schließlich bezahlte Lektorin geworden. Allerdings nur nebenberuflich, von 2016 bis eben zum Mai 2020. Nun bin ich hauptberuflich unterwegs. Puh, was für ein Text. ^^
  1. Wie findet der Prozess bei Dir statt? Muss ein Autor, der sich bei Dir bewirbt, ein Exposé und eine Leseprobe einreichen? Gibst Du ein Probelektorat ab? Oder wie gewöhnst Du Dich an Deine Kunden und sie sich an Dich?

    Das kommt ganz darauf an, ob ich mit dem Kunden schon zusammengearbeitet habe. In der Regel lasse ich mir eine Leseprobe zuschicken. Auf Grundlage dieser kann ich dann entscheiden, wie viel Zeit ich benötige, wie ich den Arbeitsaufwand einzuschätzen habe etc.
    Ich biete auch Probelektorate an. Da ich jedoch oft aufgrund meiner Referenzen (Kunden haben Bücher gelesen, die ich lektoriert habe) angeschrieben werde, ist oft keins verlangt. Ein Exposé ist nicht notwendig, auch wenn es für den Überblick sehr hilfreich sein kann. Was ich gern anfordere, ist ein Überblick über die Charaktere. Dort stehen wichtige Dinge wie Namen, Aussehen und Eigenschaften. So kann der große und braunhaarige König Drosselbart, der nur einmal zu Beginn des Buches erwähnt wurde, am Ende nicht plötzlich der kleine blonde König Rabenschwanz sein. 😉
  1. Ich denke, das wird für viele Schreibende auf dem Blog auch interessant sein: Wie errechnen sich Deine Preise? Ein gutes Lektorat ist nicht billig, das sollte jeder wissen. Aber die Neugierde steigt da schon!
    Die Preise lege ich individuell nach Aufwand und Zustand des Manuskripts fest. Sind die Satzstellungen alle korrekt und es gilt im Grunde nur auf Logik und Handlung zu schauen, ist es natürlich weniger arbeitsintensiv und somit günstiger. Muss ich jedoch auch die Sätze umstellen, erheblich viele Fehler ausmerzen, Logikbrüche aushebeln und vielleicht sogar noch einen Beispieltext verfassen und Plot Hilfe leisten, wird es natürlich teurer. Dabei bewege ich mich unter Kleinverlagen und Selfpublishern. Natürlich sind meine Preise auch auf meine Kunden abgestimmt. Ich kann hier keine utopische Bezahlung verlangen. 😉
    Der Preis berechnet sich bei mir pro Normseite. Diese enthält bei mir 1.500 Zeichen, inklusive Leerzeichen und Fußnoten.
  1. Bedienst Du ein oder mehrere Genres? Wie sieht das aus, solltest Du schreiben? Und wie handhabt sich das beim Lesen bei Dir?

    Ich bin hauptsächlich in der Fantasy unterwegs und im Kinderbuchbereich. Gerade lektoriere ich sogar schon das dritte Buch aus dem Bereich des Cyberpunk – ein absolut unterschätztes Genre mit viel Potential!
    Allerdings agiere ich im gesamten Bereich der Belletristik. Nur Erotik ist absolut nicht meins. Damit werde ich nicht warm. ^^
    Zu gerne möchte ich mal eine Anthologie lektorieren dürfen. Ich finde den Sprung durch die einzelnen Stile schon beim bloßen lesen sehr aufregend. Das wäre eine richtig spannende Herausforderung!
    Ich versuche zu schreiben und hoffe, es gefällt. Ob ich das sollte, steht wohl auf einem anderen Blatt. 😉
    Ich lese selbst viel High Fantasy und Jugendbücher. Ab und an verschlägt es mich auch mal in düstere Gefilde. Tja, weiß, was mich da noch Überzeugen kann. Es heißt ja „Sag niemals nie“. ^^
  1. Kannst Du als Lektor überhaupt noch entspannt lesen? Teilweise merken wir als Schreiber das schon, ist es in Deinem Fall dann noch schwieriger?

    Das geht durchaus. Nicht an jedem Tag und auch nicht während besonders aufwendiger Lektorate. Aber ich entspanne bei einem tollen Buch sehr gut 😉 Zudem lese ich auch meinem Sohn täglich vor. Ich setze mich einfach nicht unter Druck. Darum nehme ich als Bloggerin auch kaum noch Rezensionsexemplare an und kaufe mir die Bücher lieber selbst – freie Zeiteinteilung.
  1. Welchen Erzähler magst Du am meisten und welchen am wenigsten? Welche Pro und Contra siehst Du in jedem Einzelnen?

    Ich habe da wirklich keinen Favoriten, wenn ich selbst lese. Beim Lektorieren sieht das anders aus. Da mag ich den auktorialen Erzähler im Präteritum. Ich weiß nicht weshalb, aber da ist es am leichtesten für mich. Doch er ist auch nicht einfach zu bedienen. Wer alles weiß, verrät leicht zu viel. Eine kleine Gratwanderung. ^^
    Schwer wird es mit der Ich-Perspektive, gerade im Präteritum. Ich finde, hier ist es schwer, die nötige Tiefe in die Nebencharaktere zu bringen und es birgt auch kleine sprachliche Hürden in sich. Natürlich gibt es viele Autoren, die das mit Bravour meistern, ich finde jedoch, es ist alles andere als einfach.
  1. Welche Werkzeuge benutzt Du? Wie gehst Du überhaupt an die Sache dran?

    Hm, Werkzeuge … Außer Laptop, Tastatur und Maus arbeite ich mit MS Word 2019 und Papyrus 10. Dort nutze ich die Änderungsnachverfolgung. Ich lektoriere keine ausgedruckten Manuskripte oder PDF-Dateien, da sich das in der Vergangenheit als unpraktikabel für beide Seiten erwiesen hat.
  1. Welche Referenzen kannst Du vorweisen und willst sie heute mit uns teilen?

    Gerne teile ich sie mit Euch. 😊 Da hat sich im Laufe der Jahre ein wenig was angesammelt. ^^° Unter anderem arbeite ich mit dem Tagträumer Verlag zusammen, aber auch mit E. F. v. Hainwald und dem GedankenReich Verlag. Hier findet Ihr meine ganzen Referenzen klick
  1. Wie wichtig ist Dir der Kontakt mit Deinen Kunden noch während des Lektorats? Wie spiegelt es sich bei Dir wider?

    Ein guter Kontakt während der Arbeit ist unerlässlich! Oft gibt es kleine Fragen, Feinheiten, die besprochen werden wollen. Dinge, die sich eben erst dann ergeben, wenn ich das Manuskript aktiv bearbeite. Bisher habe ich mit dieser Verfahrensweise sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich kann schnell weiterarbeiten und der Autor muss sich nicht mit Abertausenden kleinen Fragen beschäftigen, wenn er sein Werk zurückbekommt, weil diese eine kleine Frage während des Lektorats vielleicht schon alle Unklarheiten ausgeräumt hat 😉
    Das gilt natürlich auch umgekehrt. Sind die Autoren in ihrer Bearbeitungsphase, bin ich selbstredend auch ansprechbar. Mich kann man telefonisch, per Mail und WhatsApp erreichen.
  1. Solltest Du selber schreiben: Wie findet ein Lektor einen Lektor für sich? Kennt man sich? Oder gibt es dabei auch mal Streit? Immerhin sind Lektor und Autor nicht immer einer Meinung und der Autor hat bei seinem Werk natürlich das letzte Wort.

    Für meine Kurzgeschichten bin ich schon lektoriert worden – es ist nicht einfach auf der anderen Seite zu stehen, das könnt Ihr mir glauben. ^^° Darum möchte ich mit meinen Autoren sensibel und freundlich umgehen, ihnen die Angst vor dem Lektorat nehmen. Ich bin kein Feind, ich töte die Geschichte nicht – ich möchte, gemeinsam mit den Kunden, das Beste aus ihrem Werk herausholen. 😉
    Natürlich kenne ich ein paar Lektoren/Lektorinnen, das heißt jedoch nicht, dass ich sofort wüsste, wem ich mein „großes“ erstes Werk anvertrauen sollte. Ich müsste ebenso Testlektorate anfordern und Leseproben verteilen wie jeder andere Schreibende. ^^ Es könnte sich vielleicht sogar schwieriger gestalten, da man ja als „Kritiker“ „kritisiert“ wird – das kann für den Lektorierenden unter Umständen anstrengend werden. xD

    Es können rege Diskussionen entstehen. Die sind aber eher lustiger und sachlicher Natur. Ein Streit hat sich noch nie ergeben. Im Zweifel ist der Kunde König. Ich kann beraten, aber niemals erzwingen. Sollten sich die Fronten einmal so verhärten, würde ich das Lektorat vermutlich abbrechen, so hart es klingt. Natürlich nur in beidseitigem Einvernehmen. Wir sind ja bloß Menschen, manchmal passt es einfach nicht. Bisher hatte ich eine solche Situation aber zum Glück noch nicht. 😉
  1. Wie errechnest Du Deine Preise?

(Anmerkung von uns: Die Frage ist doppelt drin, aber viele Menschen haben das einfach übersehen! Als Entschuldigung bieten wir virtuelle Kekse an!)

  1. Hast Du Anfängertipps?

    Schwierig … denn jeder Mensch hat da andere Kriterien für sich.
    Ein Einstieg als Testleser ist vielleicht für viele eine gute Sache – bei mir hat das wundervoll geklappt. Ich konnte mich langsam rantasten; habe viel gelernt, eine Menge recherchiert (das mache ich noch immer beinahe täglich ^^) und bei meiner eigenen Lektüre darauf geachtet, was mir bei einer Geschichte wichtig ist. Aber auch, was mir sauer aufstößt, was unlogisch war und die Stimmung während des Lesens kaputtgemacht hat.
    Im Vorfeld prüft Euch selbst: Habt Ihr einen Blick für die Mikro- und Makrologik einer Handlung? Könnt Ihr den Überblick über Charaktere, Verhaltensweisen und Geschehnisse auch bei über 250 Seiten behalten? In welchem Genre fühlt Ihr Euch zu Hause – könnt Ihr alles lektorieren, oder bleibt Ihr vielleicht lieber im Sachthemen-Bereich? Und das Wichtigste: Habt Ihr Spaß an dieser Arbeit, steckt Leidenschaft dahinter? Liebt Ihr es, Euch in Geschichten hineinzuversetzen, sie mitzuerleben – freut Ihr Euch darauf, ihnen mit den Autoren zu diesem besonderen Glanz zu verhelfen, der sich später in den Augen begeisterter Leser wiederfindet?
    Ihr werdet sicher spüren, ob dieser Beruf das Richtige für Euch ist!
  1. Auf welche Dinge legst Du besonders viel Wert?

    Auf Harmonie: Bei mir arbeiten Verstand, Herz und Seele im Einklang. Ich gehe mit Empathie und gleichermaßen mit sachlicher Logik an die Manuskripte meiner Kunden. So kann ich Emotionen transportieren, umlegen und nachvollziehen. Zur selben Zeit unterliegen Plot, Handlungen, Beschreibungen und Charaktere meinem logischen Verständnis. Eine Kombination, die für mich unerlässlich ist. Ich könnte niemals anders arbeiten.
    Auf Gewissenhaftigkeit: Ich prüfe selbst immer wieder neu, recherchiere in vernünftigem Ausmaß, bespreche mich mit meinen Kunden und hole so das Optimum raus. Nur wer ständig weiterlernt, sich prüft und Wissen anhäuft, kann auf Dauer mit Sorgfalt und Genauigkeit vorgehen.
    Auf Struktur und Planung: Es ist mir sehr wichtig, dass mein Tagesplan Struktur aufweist. Deshalb habe ich meinen Tagesablauf so angepasst, dass sich Familie und Arbeit die Hand reichen, sich nicht etwa im Wege stehen. So kann der Arbeitsalltag integriert sowie optimal, und weitestgehend stressfrei, bewältigt werden.
  1. Kannst Du von Deinen Einnahmen leben bzw. hast vor, es irgendwann zu können?

    Davon bin ich weit entfernt. Ich arbeite nur am Vormittag, da ich ja einen Sohn habe. Der möchte seine Mama-Zeit und die Hausaufgaben wollen auch erledigt werden. So ganz nebenbei mag mein Mann auch eine Winzigkeit meiner Zeit. ^^ Darum werde ich davon alleine nie leben können, ich verdiene aber meinen Teil ebenso dazu, als befände ich mich in einer Festanstellung in Teilzeit.
    Vielleicht später mal, wenn das Kind seine eigenen Wege geht, wer weiß … 😊
  1. Wie viele Jahre der Erfahrung stecken schon in Deiner Arbeit? Dabei kam es doch sicherlich schon mehr als einmal dazu, dass Du – trotz Probelektorat oder Leseprobe – Deine Arbeit abbrechen musstest. Wie handhabst Du das? Verweist Du an Kollegen? Gibst Du dennoch Tipps? Verweist Du auch an Kollegen, wenn Du bei der Probe bereits merkst, dass es nicht das Richtige für Dich ist?

    Ich lektoriere richtig seit 2016. In dieser Zeit musste ich einmal ein Lektorat abbrechen, weil die Idee leider nicht die des Autors war – oder sagen wir mal, sie war einer bereits vorhandenen Welt überaus ähnlich. Ich habe das damals mit dem Verlag besprochen und das Buch wurde wohl auch im Nachgang entsprechend abgeändert. Mir war das damals einfach „zu heiß“, darum habe ich mich aus dem Lektorat rausgenommen.
    Ein anderes Mal war das Manuskript schlicht zu roh. Da habe ich mit Auftraggeber und Autor gesprochen und auch das ging alles ohne Streit über die Bühne. Ich finde, dass eine freundliche Kommunikation in solchen Fällen unerlässlich ist. Man kann über alles reden.
    Und ja, ich gebe auch Tipps. Selbst wenn ich das Lektorat abbreche, kann ich einzelnen Fällen und je nach Wunsch des Kunden zum Beispiel Unterstützung beim Plotten geben oder Änderungsvorschläge unterbreiten – so lasse ich den Kunden nicht hängen. Das hat sich in der Praxis schon einmal bewährt. 😊
  1. Gibt es für Dich eine Höchst- und Mindestgrenze bei der Länge des Manuskripts?

    Eine Mindestgrenze gibt es nicht wirklich. Höchstgrenze … mhm. Bisher hatte ich nichts, dass 700 Seiten überschritten hätte. ^^°
  1. Nimmst Du jede Formatierung an und wirst pro so und so viele Wörter bezahlt oder muss der Autor erst die Formatierung anpassen, bevor/wenn er es Dir gibt?

    Eine gewisse Grundformatierung sollte vorhanden sein. ^^ Das Manuskript sollte gut lesbar sein und als Word oder Papyrus Dokument bei mir ankommen. Auch die Absätze sollten nach Möglichkeit bereits gesetzt sein. Doch man kann ja im Vorfeld alles besprechen und individuell vereinbaren, sollte der Autor dabei Unterstützung benötigen. Im Prinzip kann man über alles reden – nur reinen Fließtext nehme ich nicht an. ^^°
    Die Bezahlung geht nach Preis pro Normseiten, wie schon oben kurz erwähnt. Eine Normseite enthält bei mir 1.500 Zeichen, inklusive Leerzeichen und Fußnoten. Bei einem Manuskript mit 589.123 Zeichen wären das also abgerundet 392 Normseiten, die ich berechnen würde.

Vielen lieben Dank für Eure interessanten Fragen! 😊

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