Rezension: Aus der Asche – Der erste Funke (Isabelle Bendig)

Isabelle Bendig - Aus der Asche: Der erste Funke
(Copyright Cover: Isabelle Bendig / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

„Aus der Asche – Der erste Funke“ von Isabelle Bendig erschien im Selbstverlag über den Publisher epubli erstmals am 06. Dezember 2018 und bildet den Auftakt einer Fantasyreihe. Dieses Werk wurde uns freundlicherweise von der Autorin zur Verfügung gestellt.

In Dayton Stadt gibt es mehr als nur eine Kultur. Es ist ein Schmelztiegel, in dem Übernatürliches und normale Menschen aufeinandertreffen. Die einen versuchen, harmonisch miteinander zu leben, die anderen sehen sich voneinander bedroht und wollen deswegen ihren Zorn nicht zügeln.
Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen, Rassismus, Demonstrationen und auch die Politiker der Stadt versuchen, auf Kosten der Kreaturen gewählt zu werden.
Und in all diesem Chaos scheint nicht mehr als ein Funke zu fehlen, damit alles in Flammen aufgeht.

Mit „Aus der Asche – Der erste Funke“ hat uns Isabelle Bendig einen sehr interessanten Fantasyroman überlassen. Er bildet den Auftakt zu einer Sage, angesiedelt in einer Welt, die zumindest bei mir große Neugierde hinterlassen hat. Ich liebe die Verschmelzung von Übernatürlichem zu unserer Welt, aber viele Urbanfantasyreihen sind mir dann doch meistens zu trocken geschrieben.
Das war hier nicht der Fall. Die Charaktere haben Spaß gemacht, hätten allerdings ein wenig mehr Tiefe vertragen können – was nicht heißt, dass das nicht noch kommt, denn wie gesagt, es ist ein Auftakt. Was sie bereits gezeigt haben, gefiel mir allerdings schon ziemlich gut.
So ziemlich dasselbe kann ich auch über die Handlung sagen. So gefiel mir diese, auch wenn sie hier und da ein wenig individueller hätte sein können. Dennoch, Spaß hatte ich auch in diesem Bezug beim Lesen. Ich mochte es, wie die unterschiedlichen Kreaturen (Menschen einbezogen) aufeinander reagiert haben und wie sich so verschiedene Konstellationen ergaben. Und auch die Vorstellung, bei einem Minotaur meinen Personalausweis vorzeigen zu müssen, hat mir ein Lächeln entlockt.
Tatsächlich waren mein größtes Manko der Schreibstil und das Layout des Buchs. An sich konnte man „Aus der Asche“ gut runterlesen, denn schriftlich gesehen war es sehr flüssig, aber es fehlte noch ein gewisser Grad. Zudem kam es hier und dort recht oft zu Sätzen, in denen einzelne Wörter weggelassen wurden.
Auch Wortwiederholungen waren sehr oft zu finden, genauso wie teils zu sehr beschriebene Szenen (als Beispiel jene, in der eine Protagonistin ihren Wecker mit bösen Blicken anstarrt).
In den recht häufig vertretenen Dialogen war das Meiste in eine neue Zeile gerückt worden und es fehlten die eingerückten Zeilenanfänge, was hier und dort dafür gesorgt hat, dass es schwer wurde, auseinander zu halten, wer was sagt.

Mein Fazit

Ein sehr interessanter Auftakt, dem noch ein wenig mehr Tiefe, sowohl bei Charakteren als auch bei der Handlung, guttun könnte. Recht häufig stieß ich auf Sätze, bei denen noch ein Wort fehlte, und es kam häufiger zu langen Beschreibungen und Wortwiederholungen.
Doch allgemein kann ich sagen, hat mir dieses Werk sehr viel Spaß gemacht. Gerade die Welt, in der übernatürliche Kreaturen und normale Menschen aufeinanderstoßen, hat mich hineingezogen. Ich bin neugierig, was aus Isabelle Bendigs Feder noch kommen wird.
Ein Werk mit Fehlern, allerdings keinen solch gravierenden Fehlern, dass ich ihm die Kaufempfehlung verweigern würde.

Geschrieben von Judith


Links zu „Aus der Asche“

Isabelle Bendig bei epubli

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