Interviewrunde 2: Triangelsolo – Autorin

Willkommen in der zweiten Runde der Interviews. Dieses Mal haben wir die Fragebögen je nach Tätigungsfeld umgestellt. Wenn Du Inspiration beim Ausfüllen brauchst, so stehen Dir eine Menge Autoreninterviews auf dem Blog zur Verfügung.
Behalte im Kopf: Das hier ist Dein Interview und Du darfst jeder Zeit Fragen auslassen!
Was Du allerdings nicht darfst – und da gab es in der letzten Runde teilweise wirklich Probleme mit:

  • Fragen auslassen ist in Ordnung, aber bitte lösche sie nicht aus dem Dokument, sondern lass sie stehen.
  • Verändere nichts an der Formatierung. Also was kursiv ist, bleibt kursiv, was dick ist, bleibt dick etc.
  • Verändere nicht die Reihenfolge der Fragen und bitte sieh möglichst davon ab, Fragen miteinander zu kombinieren!
  • Bitte schick das Interview als .doc oder notfalls als .docx (oder Papyrus) Format ein und nicht als zum Beispiel Apple Format.
  • Schick uns gerne noch Fotos von Dir oder Deinen Werken dazu. Links ebenso (diese speisen wir dann vernünftig mit ein). Bitte gib uns die Copyright-Angaben dazu.
  • Lies es am besten Korrektur, wir werden es nämlich nicht machen 🙂
  1. Fangen wir klassisch an. Möchtest Du uns etwas – oder auch viel – über Dich verraten?
    Wieso schreibst Du? Welche war Deine erste Geschichte? Wie sieht es mit Deinem Alltag aus? Familie, Job, Heimat, Haustiere? Was auch immer Du uns wissen lassen möchtest! Dieser Punkt gibt Dir die Freiheit, über Dich selbst zu erzählen. Immerhin bist Du der interessanteste Charakter in Deiner ganz eigenen Geschichte.

Seit ich schreiben gelernt habe, liebe ich es zu schreiben. Tagebücher, Notizen, Geschichten, Aufsätze (ja wirklich), Schülerzeitung, Abizeitung, später Texte für diverse Medien, Blogbeiträge, Songlyrics und schlussendlich meinen Twitter-Mitmachkrimi.
Schreiben ist für mich Leben.
Meine erste Geschichte – ich bin mir nicht sicher, aber vielleicht war es eine Abenteuergeschichte über drei oder vier Kinder, ein bisschen im Stil von Enid Blytons „Abenteuer“-Reihe.
Zu mir selbst: Ich bin Redakteurin, habe als Journalistin für eine Lokalzeitung gearbeitet und dann die Seiten gewechselt (Marketing).
Ich habe einen Blog, biete nebenberuflich Texte, Korrektorat und Lektorat an und bin Singer/Songwriterin mit deutschen Liedtexten.
Auch, wenn ich doch viele Durchhänger hatte mit dem Schreiben, oder es auch schon aus lauter Frust oder zu wenig Zeit ganz aufgeben wollte, bin ich immer wieder zum Schreiben zurückgekehrt. Denn ihr wisst ja: Schreiben ist für mich Leben.

  1. Was hast Du bereits veröffentlicht? Wo kann man etwas von Dir finden? Verlag, Selbstverlag, gemischt, alles kostenfrei auf Deiner Website? Oder doch auf Seiten wie Fanfiktion?

Auf meinem Blog findet ihr natürlich Texte von mir und vor allem meinen Twitter-Mitmachkrimi, unterteilt in Kapiteln.
Für eines meiner fertiggestellten Bücher suche ich seit Längerem nach einem Verlag. Ich überlege mittlerweile auch, es im Selbstverlag zu veröffentlichen, bin mir aber über diesen Weg noch nicht ganz sicher.
Außerdem gibt es ein CD-Album von mir als Singer/Songwriterin, das ist allerdings nur direkt bei mir erhältlich.

  1. Gibt es Mitautoren? Stell sie ruhig vor! Haben sie auch etwas einzeln veröffentlicht? Du darfst gerne etwas Werbung machen! Wenn nicht, kannst Du es Dir vorstellen oder hattest einmal welche?

Ich hatte schon mehrmals das Vergnügen, gemeinsam mit anderen Personen eine Geschichte zu schreiben.
Vor bestimmt mehr als zehn Jahren habe ich übers Internet eine weitere junge Frau kennengelernt, die genau denselben Vor- und Nachnamen hat wie ich und ebenfalls gerne schreibt. Wir haben im Wechsel eine Geschichte geschrieben, doch leider haben wir sie nie fertiggestellt und wir haben auch keinen Kontakt mehr.
Und mit einer meiner liebsten Twitterbekanntschaften habe ich den Hashtag #twelletristik gegründet, unter dem wir, ebenfalls immer abwechselnd, Geschichten schreiben, in denen vor allem Twitteruser eine Rolle spielen.

  1. Kennst Du den NaNo? Wenn ja, wie machst Du dort mit? Welche Erfolge hattest Du bereits? Oder siehst Du nur gerne zu, wie wir anderen Autoren uns im Schlamm wälzen? Hast Du noch nie davon gehört?

Davon habe ich noch nie gehört, müsste ich googeln.

  1. Bist Du in einem Schreibforum aktiv? Warst Du es? Oder hältst Du nichts davon?

Ich habe schon ein paar Mal überlegt, ob ich mich in einem Schreibforum anmelden soll, aber ich glaube, mir würde einfach die Zeit fehlen, um mich dort konkret und kontinuierlich einbringen zu können.

  1. Welche Art Schreiber bist Du? Plotter? Pantser? Plantser? Oder doch eher etwas anderes?

Ich kenne nur den Begriff Plotter, und ich muss gestehen, bis vor ein paar Jahren habe ich das Plotten gehasst. Ich mag es auch heute noch nicht besonders, aber ich habe (ein)gesehen, dass es der Geschichte ungemein hilft, wenn man vorher schon zumindest grob weiß, was im Verlauf passiert und vor allem, wie die Geschichte ausgeht.

  1. Gehörst Du zu den Schreibern, die alles in einem Dokument runter rattern und dann korrigieren oder zu denen, die für jedes Kapitel ein eigenes Dokument haben? Oder wie machst Du das?

Normalerweise schreibe ich alles in einem Dokument runter. Als ich jedoch angefangen habe zu plotten, habe ich festgestellt, dass ich eine bessere Übersicht habe, wenn jedes Kapitel ein eigenes Dokument hat.

  1. Welche Freizeitaktivitäten hast Du, die Dir beim Schreiben helfen? Zum Beispiel Bogenschießen oder Reiten.

Ideen kommen mir meist in den unerwartetsten Momenten. Beim Duschen, Haarewaschen, Haushalt machen. Wobei das natürlich keine Hobbys sind.
Was mir oft hilft, ist das Musikmachen – oder das Lesen.

  1. Welches Genre bedienst Du am Liebsten und weshalb eigentlich?

„Geschichten aus dem Leben“, wenn es ein solches Genre gäbe. Weil ich den Alltag, so seltsam es vielleicht klingt, total spannend finde.
Alltag, gemischt mit Abenteuer, Drama und auch Liebe, aber keine heile Welt.

  1. Papier, Laptop, Notebook, Notizblock, Sprachmemos, Handy, Tablet, Bleistift, Füller, Kuli, malst Du Portraits oder Karten? Nenn uns Deine kleinen Helferlein. Auch gerne Programme – wie Papyrus! Gerne mit Empfehlungen.

Notizbuch – für erste Ideen. Ich liebe Notizbücher.
Wenn ich dann aber nicht mehr länger auf das richtige Schreiben warten kann, muss ich unbedingt an den Laptop und da weitermachen.

Da hatten wir nun die Fragen bezüglich Deiner Selbst. Je mehr Du uns erzählen willst, umso besser. Viele Autoren hatten in der letzten Runde Angst, dass sie viel zu viel geschrieben hätten. Aber das hat dann doch keiner geschafft (keine Herausforderung 😉 ).
Im Gegenteil hatten die meisten, die solche Angst hatten, kein außergewöhnlich langes Interview, also gibt es keinen Grund zur Sorge.

  1. Man kennt es ja, eigentlich sollte man niemals seine Helden treffen. Manchmal ist es jedoch ganz cool – uns ist das zum Beispiel ein Mal passiert – hast Du schon einmal Deinen (Buch-)Helden getroffen oder würdest Du gerne? Wie ist es gelaufen/ wie würdest Du es Dir vorstellen?

Ich habe im Bus mal jemanden gesehen, der genauso ausgesehen hat wie ich mir einen Protagonisten aus einer meiner Geschichte vorgestellt hätte. Allerdings habe ich denjenigen nicht angesprochen.

  1. Wo wir gerade bei Helden sind. Die Charaktere sind unsere (Anti-)Helden und halten uns auf Trab. Wie wichtig ist Dir ihre Tiefe? Oder magst Du es beim Lesen/Schreiben eher, sich auf andere Dinge zu konzentrieren? Zum Beispiel die Reise an sich und all ihre Spannung?

Ich finde, ein Mittelmaß ist gut. Charaktere sollten nicht zu oberflächlich sein, sie sollten dem Leser durch ihr Verhalten und ihre Äußerungen durchaus ihre Seelenseiten zeigen 🙂 Doch es sollte nicht zu übertrieben sein, denn sonst stagniert die Handlung der Geschichte. Manchmal ist es meiner Meinung nach auch okay, wenn man nicht so sehr in die Charaktertiefe geht und dafür mal ein, zwei oder drei Kapitel lang sehr handlungsgetrieben schreibt.

  1. Wie viel Ärger bringen Dir Deine Figuren? Gehören sie, wie bei uns beim Bambusblatt, zu denen, die sich selbst benennen und Dir ihre Geschichte erzählen oder hast Du alles fest im Griff?

    Ärger bereiten sie mir eigentlich keinen, aber sie nehmen schon auch mal die Geschichte selbst in die Hand und lenken sie in eine Richtung, an die ich nicht gedacht oder die ich nicht erwartet hatte. Ich war bisher immer positiv überrascht.
  1. Oben wird es schon halb gefragt, aber: Nutzt Du Zeichnungen für Deine Charaktere? Programme, um sie genau zu erfassen, mit Stammbaum, Aussehen und dergleichen?

Zeichnungen nicht.
Ich habe immer ein Extradokument, in dem ich alle Hauptpersonen mit Aussehen, Alter, Macken, familiärem Hintergrund usw. charakterisiere.

  1. Die Frage gab es bereits beim letzten Mal, doch: Musstest Du auf Grund einer Figur schon einmal ein Werk abbrechen?

Nein.

  1. Wie sieht es mit realen Vorbildern aus?

Gibt es. Meist aber vermischt aus mehreren realen Personen. Oder vermischt mit fiktiven. Bei meinem Mitmachkrimi gibt es jedoch keine realen Vorbilder.

  1. Welche ist Deine beste Figur? Beziehungsweise Deine am meisten Geliebte? Und welche ist genau das Gegenteil?

Ich mag die Protagonistin aus dem Buch, das momentan noch keinen Verlag hat. Überhaupt mag ich aus diesem Buch einige Charaktere sehr.
Figuren, die ich nicht mag, gibt es irgendwie noch nicht, selbst die Bösen mag ich.

  1. Wenn Du ungehorsame Figuren hast, wie würdest Du sie manchmal am liebsten „bestrafen“ (oder machst es im Buch sogar) oder was würdest Du ihnen gerne einmal freundlich ins Gesicht schreien?
  1. Hast Du schon mal einen Charakter getötet, bei dem Du das eigentlich nicht wolltest? Denkst Du da an Konsequenzen? Oder hat doch mal einer überlebt, der eigentlich seine Zeit hinter sich hatte?

In einem Entwurf für eine Fortsetzung bringt sich ein Charakter um. Ich habe lange über die Konsequenzen für die eigentliche Protagonistin nachgedacht, die jahrelang um diesen Suizidgefährdeten gekämpft hat, und sie tut mir sehr leid.

  1. Hat eine traurige Szene in Deinen eigenen Werken Dich wirklich, und nicht nur so dahin gesagt, zu Tränen gerührt, weil die Figuren Dir so am Herzen lagen? Muss auch keine negative Szene sein, vielleicht haben sie sich endlich geküsst oder gar geheiratet? Vielleicht hast Du auch nicht mit ihnen gefühlt, sondern warst einfach nur sehr erleichtert, dass sie es gebacken bekommen haben?

Zu Tränen gerührt nicht, aber gerührt bin ich bei manchen Szenen schon.

Dann gehen wir nun einmal in die letzte Etappe!

  1. Als Autor bist Du vermutlich selbst Leser. Beschreibe uns doch gerne Deinen perfekten Leseabend, Lesemorgen oder wie auch immer Du liest. Ist das Notizbuch dabei stets gezückt? Stürzt Du Dich direkt auf jedes neue Werk Deines Lieblingsautors oder bist Du da eher „gildenfrei“ oder entspannt?

Leider lese ich mittlerweile lange nicht mehr so viel wie früher. Der größte Grund ist vermutlich Zeitmangel, aber ich habe die Lust am Lesen wohl auch verloren. Wenn mich aber ein Buch packt, kann es sein, dass ich es an einem Stück runterlese, zum Beispiel wie bei Hape Kerkelings „Der Junge muss an die frische Luft“. Es gibt so ein paar Bücher in meinem Regal, die ich dann, wenn ich doch mal angefangen habe zu lesen, nicht mehr aus der Hand lesen kann, und dann lese ich auch teils bis mitten in die Nacht.

  1. Hast Du Dich schon einmal an eine Lesung getraut? Vielleicht ja nicht in einer Buchhandlung, aber eine Wohnzimmerlesung oder über einen Discordserver für Autoren? Das alles kommt ja immer mehr. Oder willst Du – verständlicherweise – niemanden einfach in Deine Wohnung lassen? Traust Du Dich laut vorzulesen?

Ich habe einmal eine musikalische Lesung organisiert, mit Liedern und Blogtexten von mir. Das war ganz wunderbar.
Ich traue mich, laut vorzulesen, auch, wenn ich natürlich erst mal aufgeregt bin. Aber die Nervosität flaut meist ganz schnell ab.
Außerdem habe ich vor Corona regelmäßig Konzerte gegeben.

  1. Wo wir gerade bei Mut sind: Hast Du Dich schon einmal etwas getraut zu schreiben, bei dem Du am Ende dennoch da gesessen und Dich für mutig gehalten hast oder dumme Kommentare befürchten musstest?

Wenn, dann nur Tweets auf Twitter 😉

  1. Frage an (ehemalige) Selfpublisher: Machst Du Deine Cover selber oder leistest Du Dir einen Designer? Wie läuft es bei Dir in die ein oder andere Richtung ab?
  1. Wie holst Du Dir Rezensenten? Wo findest Du sie? Welche Tipps (auch Blogs, wenn diese die Empfehlungen erlauben) hast Du?
  1. Wie gehst Du mit Rezensionen, negativ und positiv, um? Welche Tipps oder Anmerkungen hast Du für andere Autoren?
  1. Für alle, die schon mal beim Verlag veröffentlicht haben: Wie läuft dieser Prozess ab? Gibt es Tipps von Deiner Seite? Vor allem Geheimtipps und „nicht nur“, dass man es immer weiter versuchen soll? Wie ist das Gefühl, sein Werk in einer Buchhandlung zu sehen?
  1. Auch an die Selfpublisher, wie ist das Gefühl, sein Buch in der Handlung zu sehen? Und wie kommt ihr dorthin? Sprecht ihr zum Beispiel die Händler an?
  1. Möchtest Du jemanden grüßen? Menschen danken? Ihnen hier eine Spalte zur Verfügung stellen?
  1. Wie beim letzten Mal möchten wir Dir hiermit die Möglichkeit geben, Dich anzubringen, Deine Werke anzupreisen, Werbung zu machen. Und/oder ein Schlusswort hinzuzufügen.

Werbung gerne noch mal:
Zu meinem Blog – dort findet ihr verschiedenste Arten von Texten von mir sowie den Twitter-Mitmachkrimi, unterteilt in Kapiteln
Und zu meiner Twitterseite – dort findet ihr unter den im Profil genannten Hashtags Lieder von mir, Musikfakten, die oben erwähnten #twelletristik-Geschichten sowie andere Geschichten.

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