Buchempfehlung von Holger Vos

Punkt Eins

Titel: Lieber Herr Mordio
Autor: Tobias Reckermann, Erik R. Andara
Verlag: Whitetrain/Nighttrain
Erscheinungsdatum: 2020
Inhalt:
Diese Kolportage beinhaltet den Briefwechsel zweier Schriftsteller, die sich über ihre Welt und der politischen Situation, die Kraft und Notwendigkeit des Schreibens und ihren allmählich düster werdenden Alltag austauschen. In einer dystopischen Welt finden sie einander und sprechen sich Mut zu.
Wieso ich es empfehle:
Der Briefwechsel ist vielschichtig und sprachlich hervorragend gestaltet. Es ist eine Freude, ihn zu lesen. Obschon ich als Leser mir nicht immer im Klaren darüber war, was passierte, machte gerade dieser Umstand die Lektüre so spannend und deutungsoffen.
Erschien es bereits in unter einem anderen Namen, bei einem anderen Verlag, zu einer anderen Zeit und weiß ich davon? (Keine extra Recherche vorausgesetzt). Nein.

Punkt Zwei

Titel: Reihe „Die letzte Rebellion“, angefangen mit „Der Kaiser im Schnee“
Autor: Philipp Mattes
Verlag: Alea Libris
Erscheinungsdatum: ab 2019
Inhalt:
Dem Reich Pwyrin droht der Untergang, schlimmer noch: Die ganze Welt wird untergehen. Der göttliche Kaiser hat seine Macht missbraucht und damit das Schicksal der Welt besiegelt. Rebellen wollen das nicht hinnehmen und kämpfen gegen den Kaiser und seine Streitkräfte…
Wieso ich es empfehle:
Jedes Buch der Reihe betrachtet die letzten Stunden vor dem Weltuntergang aus der Sicht einer bestimmten Figur. So ist das im ersten Teil der Beamte Gatuan, in Teil zwei die Rebellenführerin Hai Mei, und in Teil drei Shangrao, die Nichte des Kaisers. Dieses Vorgehen des Autors finde ich als Leser sehr ansprechend; zudem spielt die spannend erzählte Geschichte vor exotischem Hintergrund, was mir gefällt.
Erschien es bereits in unter einem anderen Namen, bei einem anderen Verlag, zu einer anderen Zeit und weiß ich davon? (Keine extra Recherche vorausgesetzt). Nein.

Punkt Drei

Titel: Teufelsauge
Autor: Holger Vos
Verlag: Alea Libris
Erscheinungsdatum: 2020
Inhalt:
Cornwall, 1920er Jahre. Was hat es mit Mên-an-Tol, dem Lochstein, auf sich? Der Aberglaube sagt z. B., dass Rückenleiden verschwänden, wenn man hindurchkrieche. Aber auch von anderen Dingen ist die Rede, von etwas Bösem im Dunkel… Doch davon will der angesehene Londoner Psychologe Darkwood nichts wissen: Für ihn gibt es nicht „das Böse“, sondern lediglich kranke Menschen, die Böses tun. Eine folgenschwere Annahme…
Wieso ich es empfehle:
Dass die Geschichte überwiegend in Form eines Briefwechsels erzählt wird, finde ich spannend, weil immer nur aus der Sicht einer Figur berichtet wird. Weiterhin ist für mich reizvoll, dass sich die Erzählung im Spannungsfeld zwischen Aberglauben und wissenschaftlicher Vernunft, Entfremdung und Zusammenhalt, Wut und Vergebung entfaltet.
Und mir gefällt das Ende 😉
Erschien es bereits in unter einem anderen Namen, bei einem anderen Verlag, zu einer anderen Zeit und weiß ich davon? (Keine extra Recherche vorausgesetzt). Nein.

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