Rezension: Erschütterungen. Dann Stille. (Matthias Thurau)

Matthias Thurau - Erschütterungen. Dann Stille.
(Copyright Cover: Matthias Thurau / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

„Erschütterungen. Dann Stille.“ des deutschsprachigen Schriftstellers Matthias Thurau erschien am 19. November 2020 als Paperback und als eBook im Selfpublishing über den Anbieter BoD. Unser Exemplar wurde uns vom Autor für eine Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt.

Matthias Thurau möchte mit seiner Sammlung von 29 Kurzgeschichten genau das schaffen, was der Titel dieses Buches bereits verrät. Erschüttern. Und das gelingt ihm auch.

Wie ihr wisst, fallen uns Anthologie-Rezensionen oder Rezensionen zu Kurzgeschichtensammlungen immer etwas schwer, dennoch lesen wir diese Art von Büchern hin und wieder gerne einmal, wenn uns die Themen interessieren, und möchten auch sie auf unserem Blog vorstellen.

„Erschütterungen. Dann Stille.“ ist ein abwechslungsreiches Buch, auch wenn sich die Kurzgeschichten alle um dasselbe Thema drehen. Diese Geschichten sind aber alle unterschiedlich genug, damit einem bei der Lektüre definitiv nicht langweilig wird. Denn die Welt eines Menschen kann auf mehr als nur eine Art erschüttert werden. Das kann ein traumatisches Erlebnis sein, eine Trennung, eine Lebensentscheidung und meistens herrscht danach eine unheimliche Stille. Die Möglichkeiten sind endlos und Matthias Thurau schöpft diese Weite sehr gut aus und bringt dabei auch Übernatürliches ein.
Seine Geschichten regen zum Nachdenken an und beschäftigen einen auch nach dem Lesen noch.

Typisch Kurzgeschichten besitzen sie einen offenen Anfang und ein offenes Ende, auch wird sich bei dem flüssigen Schreibstil sehr auf das Wesentliche konzentriert und der Fokus auf die wichtigsten Punkte gelenkt. Aber nicht nur vom Inhalt unterschieden sich die Geschichten, sondern auch vom Stil des Erzählens.

Besonders positiv möchte ich an dieser Stelle auch die Triggerwarnungen hervorheben, da der Autor sich mit teils sehr tiefgehenden Themen beschäftigt. So kann man vorher bereits schauen, welche Geschichten man vielleicht lieber auslassen möchte, obwohl einen das Buch an sich sehr interessiert. Bei mir waren das zum Beispiel jene, in denen es um Gewalt an Tieren ging.

Mein Fazit

Wer einmal in die Abgründe der Menschheit eintauchen möchte und das auf ganz unterschiedliche Art und Weise und ohne einen Thriller oder Horrorroman zu lesen, der ist bei Matthias Thurau und seiner Kurzgeschichtensammlung „Erschütterungen. Dann Stille.“ genau richtig.
Wir haben es als kostenloses Rezensionsexemplar erhalten, aber 9,99€ finde ich für dieses Buch auch völlig angebracht. Man muss dabei schließlich auch bedenken, dass Selfpublisher auch davon leben möchten, dass sie ihre Bücher verkaufen.


Geschrieben von Roberta


Links zu „Erschütterungen. Dann Stille.“

Das Buch bei BoD
„Erschütterungen. Dann Stille.“ bei Thalia*

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