Rezension: Kingdoms of Amalur

Bewertung: 4.5 von 5.

„Kingdoms of Amalur“ ist ein Spiel für die Playstation 3, die Xbox 360 und für Windows PCs, das im Jahr 2012 zum ersten Mal veröffentlicht worden ist. Gepublished wurde es dabei von EA, entwickelt von Big Huge Games. Leitende Entwickler waren dabei Ken Rolston und R. A. Salvatore.
Am 8. September 2020 wurde eine Remasterversion unter dem Namen „Kingdoms of Amalur: Re-Reckoning“ für Windows PCs, PlayStation 4 und Xbox One auf den Markt gebracht.

„Kingdoms of Amalur“ ist eines jener Games, die, obgleich großes Potenzial, irgendwie in der Versenkung verschwunden sind. Ich habe es damals selbst durch einen Let’s Player entdeckt und lieben gelernt. Also habe ich es mir bald darauf selbst zugelegt, doch da ich die Geschichte schon kenne und es ein sehr ausschweifendes Rollenspiel ist, habe ich noch nicht allzu viel selbst gespielt.
Da es Probleme bei der Veröffentlichung gab, sind noch ein paar Bugs drin (so fliegen zum Beispiel die Wimpern in Gesprächen gerne durch das Gesicht der jeweiligen Figur), aber nichts Schlimmes.
„Kingdoms of Amalur“ überzeugte mich damals vor allem mit der riesigen Welt, die für die damalige (Comic)Grafik wirklich schön anzusehen ist, und der tollen Geschichte.
Man befindet sich mitten in einem Krieg. Menschenvölker und Verbündete bekämpfen einen unsterblichen Feind, denn wann immer man einen von ihnen tötet, kehren sie durch den Lebensstrom zurück. Dieser Krieg zieht sich seit über zehn Jahren dahin und es ist kein Wunder, dass die Menschen und ihre Verbündeten immer mehr verzweifeln. Denn sie kehren nicht zurück.
Während eine Seite also kontinuierlich dezimiert wird, ist die andere dabei, sich zu vermehren und an Macht dazuzugewinnen. Kein Wunder also, dass die Wissenschaftler der bedrohten Völker etwas daran ändern wollen und selbst den Lebensstrom anzapfen.
Viele fehlgeschlagene Versuche später steht der Spieler von den Toten auf. Er kann sich Namen, Geschlecht, Rasse und Aussehen selbst zusammenschustern, genauso wie seine Waffenwahl. Durch diesen Krieg getötet, sind wir bereit, den Krieg zu beenden. Und dazu, herauszufinden, wer wir waren, denn der Lebensstrom hat unser Gedächtnis gelöscht.

Das Kampfsystem hat zwar hier und da kleine Störfaktoren (so kann man zum Beispiel nur zwei Waffen auf das Waffenrad legen), aber allgemein lässt es sich doch sehr flüssig spielen. Vor allem, da man die Schwierigkeit anpassen kann. Für mich immer toll, denn selten suche ich beim Zocken eine Herausforderung, als einfach eine Geschichte zu erleben.
Und Geschichten, davon gibt es eine Menge. Schon im Anfangsdorf gibt es so viele Quests, dass man selber gar nicht mehr weiß, wohin man zuerst gehen soll. Zu Lesen gibt es auch etwas (das gehört halt in ein Rollenspiel rein) und viel zum Zuhören und Unterhalten. Und wem das noch immer nicht reicht, der kann verschiedene Statuen finden und ihren Teilgeschichten lauschen. Es gibt verschiedene Statuenarten und jede Art erzählt über mehrere Parts hinweg eine Geschichte.
Ein sehr schönes Rollenspiel, an das ich immer wieder voller Liebe denke. Dass es nun eine Remasterversion gibt, hat mich doch sehr erfreut, als ich es gehört habe, denn meiner Meinung nach hat dieses Spiel so viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Gewiss, man findet immer Gamer, die das Spiel kennen (wohl viele auch durch einen gewissen großen Let’s Player, durch den ich es selbst auch entdeckt hatte), aber die breite Masse ist sich dieses kleinen Juwels mit seinen kleinen Fehlern und seinem großen Charme leider nicht bewusst.

Mein Fazit

Ich mache es kurz und bündig: Ja, durch Probleme bei der Veröffentlichung gibt es kleine Fehler, aber die sind so klein, dass man sie lächelnd abwinken kann. Es ist ein Rollenspiel, also ja, es wird auch gelesen, sofern man das will. Viel gesprochen, wenn man es zulässt. Und es gibt so viele Quests, dass man ein wenig erschlagen wird. Aber irgendwo möchte man das ja auch bei einem Rollenspiel. Außerdem muss man ja nicht alles machen und kann bei allem sein eigenes Tempo anschlagen. Tolle Erweiterungen für günstiges Geld gibt es auch. Sie bringen noch mal mehr als genügend Stunden Spielspaß hinein.
Sicher, die Welt hätte lebendiger sein können, aber erstens war auch hier das Budget nicht riesig, zweitens ist es ein älteres Spiel.

Geschrieben von Judith

1 Kommentar zu „Rezension: Kingdoms of Amalur“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s