Rezension – The Crown Staffel 1

Bewertung: 4.5 von 5.

Mit „The Crown“ veröffentlichte Netflix damals die bislang teuerste Eigenproduktion. Am 04. November 2016 erschien die erste Folge der Serie, die sich um das britische Königshaus und besonders um das Leben von Queen Elisabeth II. dreht. In der ersten Staffel lernt der Zuschauer eine junge Queen kennen, die zunächst noch gar keine Herrscherin ist und im Laufe der Folgen zu eben jener wird.
Die Idee und das Drehbuch stammen aus der Feder des Mannes, der im Jahr 2006 bereits für den Film „The Queen“ verantwortlich war. Sein Name ist Peter Morgan.
Die Musik stammt von Hans Zimmer.


„The Crown“ stammt zwar mit den ersten Folgen eigentlich aus dem Jahr 2016, aber ich habe die Serie tatsächlich erst dieses Jahr durch Zufall für mich entdeckt. Zu dieser Zeit hatte ich sehr viel Freizeit nur für mich und konnte demnach unabhängig schauen, worauf ich Lust hatte – ansonsten kommt es in der WG immer wieder dazu, dass Roberta und ich eher aufeinanderhängen.
Während ich die erste Staffel und, bis auf die letzten beiden Folgen, die zweite Staffel einfach nacheinander weggesehen habe, bereue ich es nun ein wenig, dass ich die Serie bereits angefangen habe. Denn während ich unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht, und ich mir sehr gut vorstellen kann, dass es sich um eine Serie handelt, die auch bei Roberta für großes Interesse sorgen könnte, habe ich trotz des Genusses an den Folgen zurzeit keine große Motivation direkt wieder von vorne anzufangen. Und da es eine Serie mit sehr viel Handlung ist, kann Roberta natürlich auch nicht einfach dazustoßen.
Und zeitlich kommen wir gerade nicht sehr gut dazu, großartig etwas einzeln zu sehen.


„The Crown“ Staffel 1 hat mich in vielen Belangen mehr als überzeugt. Die Schauspieler leisten eine unglaublich gute Arbeit, während Kostüme und Setting sehr atmosphärisch sind. Die Musik aus der großartigen Feder von Hans Zimmer tut ihr Übriges.
Wir erleben eine Frau, die ich selber, da ich erst im Jahr 1992 geboren worden bin, nur als schon deutlich ältere Königin kenne. Umso merkwürdiger ist es für mich immer, wenn die junge Elisabeth durchs Bild läuft, noch nicht weiß, wie sie ihren Pflichten nachkommen soll, oder als junge Mutter zu sehen ist. Die Vorstellung, dass diese Frau, die ich nur als ältere Dame mit Krone auf dem Kopf kenne, als Frau mit deutlich erwachsenen Kindern, als Frau, die als unsterblich gilt – so wie Keith Richards – einst jung und naiv gewesen war, ist einfach unglaublich. Schwer zu glauben, aber auch wahnsinnig interessant.
Wir erleben Figuren mit Fehlern, mit Schwächen, aber auch mit Stärken und Mut. Wir erleben Drama und wir erleben Missstände.
Auch wenn ich absolut kein Freund von Boulevardblättern bin und auch nicht meine Freude in Tratsch und Klatsch finde, so finde ich doch den Menschen hinter dem schillernden Bild sehr interessant. Nicht, um mich über Eklats auszulassen, sondern einfach, weil ich sehr neugierig bin. Für mich sind auch Prominente nichts anderes als Menschen.
Auch der historische Fakt ist dabei sehr spannend anzusehen. Mich hat das englische Königshaus mit all seinen Namen zumeist eher verwirrt, doch gerade, nachdem Roberta und ich uns in eine dreitätige Recherche geworfen haben, um einen geeigneten Namen in den europäischen Königshäusern zu finden – für den zweiten Teil von „Above All Else“ – war mein Interesse wirklich geweckt und dieses Wissen hat mir schlussendlich auch noch die Serie hier weiter versüßt.
Wie die ganzen Namen des 20. Jahrhunderts zusammenhängen, verstehe ich nun deutlich besser und damit verstehe ich auch das britische Königshaus deutlich besser.


Mein Fazit

In dieser Rezension geht es um die erste Staffel, aber ich kann in diesem Zuge gleich schon einmal die ersten Beiden empfehlen.
Die Bilder und die Akkustik sind gigantisch. Wir erleben unglaublich tolle Figuren, mit denen man nicht immer auf einer Ebene sein muss. Für viele hat man auch keine Sympathie übrig, doch das tut ihrer Spannung keinen Abbruch.
Die letzten Jahrzehnte und viele Namen dazu werden aufgegriffen und für Zuschauer, die keine Übersicht hatten, vielleicht sogar für viele jüngere Leute, in eine Konstellation gepackt, die es einem ermöglicht, zu lernen.
Zwei Kritikpunkte habe ich letztendlich nur zu äußern und der eine wird bereits in der Serie selbst mit Humor genommen und beide sind nun einmal dem historischen Fakt unterlegen.
Zum einen gibt es wahnsinnig viele Männer im ungefähr selben Alter, die alle einen sehr ähnlichen Schnauzbart tragen. Für jeden eine Herausforderung, aber gerade für Menschen wie mich, die sowieso Probleme mit Gesichtern haben, umso mehr. Dazu kommen dann die ähnlichen Namen.
Als Zweites habe ich ein Problem damit, wie ähnlich die meisten Folgen aufgebaut sind. Es gibt ein Problem, die junge Elisabeth geht dieses Problem eher stur an oder ignoriert es. Dann wird das Problem dringender, weil die Krone und die Etikette irgendetwas verlangen. Die junge Elisabeth beugt sich.

Ansonsten eine unglaublich tolle Serie, mit einer wirklich tollen Besetzung.

Geschrieben von Judith


Links zu The Crown

Unsere Rezension zu Staffel 2

1 Kommentar zu „Rezension – The Crown Staffel 1“

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