Buchhighlights 2020 – Roberta

2020 war ein aufwühlendes Jahr – vermutlich für uns alle. Aber trotz der Pandemie konnten wir persönlich und beim Bambusblatt viele Erfolge feiern. Unsere ersten Veröffentlichungen zum Beispiel, einen Artikel in der Tolkien Times und seit Ende November auch endlich eine Zweitkatze. Auf das alles sind wir in unserem Jahresrückblick aber noch einmal genauer eingegangen, hier soll es wieder nur um die Buch-Highlights aus dem Jahr 2020 gehen. Auch dieses Mal sind alle Bücher mit im Rennen, die wir in diesem Jahr gelesen haben. Mir persönlich fiel die Entscheidung noch schwerer als im vergangenen Jahr, denn es waren wirklich viele wirklich gute Bücher dabei.
Ihr bekommt jetzt also meine drei Highlights, aber ich werde am Ende auch noch ein paar andere Bücher aufzählen, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind, die es aber nicht mit auf die Liste geschafft haben.


Platz Nummer 3

Ich kann es nicht glauben, aber bei all den tollen Büchern ist „King of Scars“ von Leigh Bardugo tatsächlich nur auf Platz 3! Ich liebe die Grisha-Trilogie und wer sich an meine Highlights vom letzten Jahr erinnert, weiß, dass diese dort Platz 1 geziert hat. Auch die Krähen-Reihe hat mir gut gefallen und im Grunde kann ich gar nichts anderes sagen, als dass das auf „King of Scars“ genauso zutrifft! Aber irgendwie muss ich meine Highlights in eine Reihenfolge bringen.
Der Grund, warum eines der beiden Bücher, auf die ich mich in diesem Jahr am meisten gefreut habe, „nur“ auf Platz 3 ist?
Nikolai Lantsov und Zoya sind großartig und ich kann Band 2 kaum erwarten, aber obwohl ich ihre Geschichte liebe und sie auch Wendungen bereithielt, konnte sie mich nicht so positiv überraschen wie andere Bücher. Einfach weil ich schon etwas Wundervolles erwartet habe.
Alleine der Klappentext hat mich wahnsinnig neugierig gemacht und, sind wir mal ehrlich, Nikolai war schon in der Grisha-Trilogie meine Lieblingsfigur. Sein eigenes Buch konnte ja also nur gut werden. Man bekommt Einblick in die politischen Geschehnisse von Ravka, wird aber auch mit Nikolais dunklem Geheimnis konfrontiert, gegen das er jede Nacht ankämpft. Zudem darf man sich auch hier über das ein oder andere Wiedersehen mit alten Freunden oder Feinden freuen.

Rezension


Platz Nummer 2

Platz Nummer 2 belegt auch in diesem Jahr wieder eines von Maja Ilischs Büchern aus der Neraval-Sage. Und zwar „Das gefälschte Herz“, der zweite Band der Reihe, der im Frühjahr 2020 erschienen ist.
Tymur, Kevron, Lorcan und Enidin sind noch immer auf ihrer Reise und geraten dabei in weitere Probleme. Ebenso ist sich noch immer niemand über den Verbleib des Dämons sicher und die Lage und das Misstrauen der vier untereinander spitzen sich weiter zu. Aber auch der Leser kann sich nicht sicher sein, was genau Sache ist, denn zwar dürfen wir uns hier über Kapitel aus Tymurs Sicht freuen, die es im ersten Teil nicht gab, doch im Grunde trägt das nur zu der hervorragend heraufbeschworenen Verwirrung bei. Manche Dinge, die passieren oder offenbart werden, möchte man einfach nicht glauben. Und auch dieses Mal gibt es am Ende wieder einen gemeinen Cliffhanger, der einen sehnsüchtig auf das Finale dieser großartigen High-Fantasy Trilogie warten lässt. Da er leider etwas später erscheinen wird, vertreiben wir uns vielleicht einfach die Zeit mit Majas anderen Büchern.
Hinzu kommt, dass wir über eben dieses Buch unseren Artikel in der Tolkien Times schreiben durften. Das war natürlich noch einmal eine besondere Ehre, die ich immer mit diesem Buch verbinden werde.

Rezension


Platz Nummer 1

Auf dem ersten Platz befindet sich bei mir dieses Jahr ein Buch, bei dem ich wirklich nicht damit gerechnet habe, dass es mir überhaupt so gut gefallen könnte, geschweige denn auf dem ersten Platz meiner Jahreshighlights landen würde.
„Rabenschatten 01 – Das Lied des Blutes“ von Anthony Ryan, im Deutschen ebenso wie Maja Ilischs Neraval-Sage in der Hobbit Presse erschienen (da zeichnet sich langsam ein Muster ab!).
Rabenschatten hat mich einfach überrascht, auf sehr positive Weise. Ich muss gestehen, das Cover hat mich nicht unbedingt angesprochen, aber das Buch fiel mir im Laden dennoch immer wieder ins Auge und der Klappentext war dann schon überzeugender. Aus Neugierde habe ich einfach mal beim Verlag nach einem Rezensionsexemplar gefragt. Ursprünglich als Ebook, aber letztendlich wurde aus anderen Gründen im Gespräch dann ein Hardcover daraus. Diese Ehre hat mich natürlich wahnsinnig gefreut und vielleicht ist das auch noch mit ein kleiner Grund für den ersten Platz.
Rabenschatten ist eine typische epische Fantasy-Geschichte mit einem Helden, den wir in seinem Leben begleiten. Er ist ein verurteilter Krieger, der seine Lebensgeschichte erzählt.
Ich kann nicht einmal genau sagen, was mich an „Rabenschatten“ so gefesselt hat, aber hier sind wir bei Platz 1. Es ist einfach die Art und Weise, wie Anthony Ryan diese Geschichte erzählt. Ich habe in letzter Zeit weniger epische Fantasy gelesen, selten Bücher mit mehr als 500 Seiten, und vielleicht war es genau die Abwechslung, die dieses Buch für mich ausmacht. Die ausführlich beschriebenen Szenen, die dabei jedoch nie langweilig werden. Die ruhig und bedacht aufgebaute Handlung, die nicht innerhalb von 300 Seiten abgehandelt ist, sondern bei der sich der Autor mehr Zeit für alles nimmt.
Wer epische Fantasy mag, sollte sich meiner Meinung nach auf jeden Fall nicht von dem schlichten Cover abschrecken lassen, das auf mich eher den Eindruck macht, als würde sich ein historischer Roman über die Kreuzzüge dahinter verstecken.


Es war dieses Jahr wirklich nicht leicht, mich nur für drei Bücher zu entscheiden, aber das war der Plan. Trotzdem komme ich nicht drumherum, hier noch ein paar andere zu nennen, die ich nur empfehlen kann.
Da muss ich natürlich „Fey (Erbe des Dolches 01)“ von meiner lieben Co-Autorin Judith nennen, denn das war für mich definitiv ein Highlight! Es ist auch nur nicht in der Liste, weil ich dabei vielleicht ein kleines bisschen voreingenommen bin.
Dann „Die Insel unter dem Meer“ von Isabel Allende, das eigentlich nicht in meine bevorzugten Genres fällt, das ich aber dennoch kaum aus der Hand legen wollte, nicht zuletzt wegen des Themas der Sklavenaufstände auf Haiti, was für unser eigenes Schreiben sehr interessant und hilfreich war.
„Gespräch mit einem Vampir“, das ich schon sehr oft gelesen habe, weswegen es auch nicht in dieser Liste ist, das ich aber noch immer absolut liebe, ebenso wie die Fortsetzung „Der Fürst der Finsternis“. Klassiker der Vampirliteratur.
„Die Chroniken von Alice“ und auch „Lady Trents Memoiren“ hätten ebenfalls gute Chancen auf einen Platz in dieser Liste gehabt, wären nicht zu viele tolle Bücher dabei gewesen.

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