Rezension: Rabenschatten 01 – Das Lied des Blutes (Anthony Ryan)

Anthony Ryan - Das Lied des Blutes (Rabenschatten 01)
(Copyright Cover: Hobbit Presse bei Klett-Cotta / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

„Das Lied des Blutes“ von Anthony Ryan ist der Auftakt der Fantasy-Trilogie „Rabenschatten“ um den Protagonisten Vaelin Al Sorna und das Debüt des schottischen Schriftstellers, das erstmalig als Selfpublishingwerk erschien. In Deutschland wird es von der Hobbit Presse bei Klett-Cotta verlegt. Unsere Version ist das Hardcover für 24,95€, das uns von der Hobbit Presse als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde.

Vaelin Al Sorna wurde als Junge von seinem Vater ins Kloster des Sechsten Ordens gebracht, wo er zum Krieger ausgebildet wurde. Nun befindet er sich als Gefangener auf einem Schiff und erzählt dort die Geschichte seines Lebens. Er ist noch keine 30 Jahre alt, trägt aber schon viele Titel. Schwert des Königs, Dunkelklinge, Rabenschatten und vor allem Hoffnungstöter.

In „Das Lied des Blutes“ lernt man Vaelin ganz allmählich kennen und erfährt, wie er überhaupt zum Sechsten Orden kam, was ihm dort widerfuhr und wie er zum gefürchtetsten Krieger des Landes ausgebildet wurde. Der Leser begleitet ihn auf seinen Prüfungen, die nicht immer ganz ungefährlich ablaufen, auf seinen Abenteuern und taucht nach und nach tiefer in die Welt ein, die Anthony Ryan in seiner Trilogie geschaffen hat.

Und das ist eine wirklich gut durchdachte Welt, ebenso wie die ganze Geschichte. Natürlich möchte man in erster Linie wissen, wie es passieren konnte, dass Vaelin als Gefangener auf einem Schiff endet, und was es mit dem Titel des Hoffnungstöters auf sich hat. Doch dann wird man in seine Erinnerungen geworfen und letztendlich steht die Frage, wie er zum Krieger wurde, mehr im Vordergrund, auch wenn mich die ersten beiden beim Lesen nicht losgelassen haben.
Anthony Ryan lässt sich in seinem Buch viel Zeit. Viel Zeit, die Figuren zu etablieren, die Welt zu erklären und die Handlung aufzubauen, aber genau diese Art des Vorgehens bietet eine solche Fülldichte, das ich mich bereits nach wenigen Seiten in dieser Welt sehr wohlgefühlt habe. Vielleicht hat es dadurch hier und da ein paar Längen, aber vor allem ist es nie zu schnell abgehandelt, was mich bei anderen Büchern oft etwas stört.
Neben dem wirklich flüssigen Schreibstil ist das wohl mitunter der Grund, warum „Das Lied des Blutes“ für mich zu einem meiner absoluten Jahreshighlights geworden ist – und das schon, nachdem ich gerade einmal ein Viertel der Geschichte gelesen hatte.
Lediglich das Cover schreckte mich anfangs etwas ab, da es eher an einen historischen Roman über die Kreuzzüge erinnert als an ein episches Fantasyabenteuer. Taucht man aber etwas tiefer in die Geschichte ein, ist es doch irgendwie passend.

Mein Fazit

„Das Lied des Blutes“ ist in meinen Augen ein wirklich gelungener Auftakt für die Reihe „Rabenschatten“. Ich habe mit kürzeren Geschichten gar kein Problem, dennoch konnte dieses Buch mich vor allem damit überzeugen, dass es sich bei allem Zeit gelassen hat, ohne zu langgezogen zu wirken. Aber auch Vaelin als Hauptcharakter macht Eindruck und seine ganze Entwicklung vom Jungen zum Krieger ist spannend und glaubwürdig.
Seit ich weiß, dass es das Debütwerk von Anthony Ryan war, bin ich auf jeden Fall noch beeindruckter und kann diese Reihe jedem Fantasy-Fan nur ans Herz legen.

Allerliebsten Dank an die Hobbit Presse, die uns dieses Buch sogar als Hardcover zugeschickt hat!

Geschrieben von Roberta


Linksektion

Verlagsseite des Buches
„Rabenschatten 01 – Das Lied des Blutes“ bei Thalia*

2 Kommentare zu „Rezension: Rabenschatten 01 – Das Lied des Blutes (Anthony Ryan)“

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