Rezension: Thief (2014)

Bewertung: 3 von 5.

„Thief“ von 2014 erschien am 25. Februar 2014 in den USA und am 28. Februar 2014 auf dem restlichen Markt.
Das Einzelspielergame wurde für Windows PCs, die Xbox 360, die Xbox One, die PlayStation 3 und die PlayStation 4 von Eidos Montreal (und für Windows von Nixxes Software) programmiert und von Square Enix gepublished. Der leitende Entwickler war Steven Gallagher.

Wenn die Sprache auf „Thief“ von 2014 (von mir auch Thief 4 genannt) fällt, bricht es mir oft das Herz. Es war eines der wenigen Spiele in meinem Leben, die ich vorbestellt habe (und Gamer können sagen, was sie wollen, ich werde auch weiter vorbestellen).
Die Kritiken zu Thief waren nicht sehr gut. Zumindest nicht zum neuen Teil. Die Klassiker, da stimme ich mit ein, waren unglaublich tolle Spiele. Ein interessanter Anti-Held, eine Grafik, die für damals alles andere als schlecht war. Ein Karmasystem, das sich als Schwierigkeitsgrad getarnt hat, und Mechaniken, die Spiele damals noch gar nicht oft zu bieten hatten, wenn überhaupt. Nicht einmal heutzutage ist es Gang und Gebe, dass feindliche NPCs wirklich auf den Untergrund reagieren, auf dem man läuft (oder wie viel Lärm man durch seine Geschwindigkeit macht). Wer als echter Gerrit spielen will, der darf nicht töten und das bedeutet auch, jemandem den Knüppel über den Kopf zu ziehen und ihn dann ins Wasser zu werfen, ist Mord. Denn nach einer Weile ertrinkt der NPC und Gerrit hat offiziell einen Menschen getötet. Je nach Schwierigkeitsgrad war der Spaß dann vorbei und das Level durfte neu geladen werden.
Da kam Thief 4 ein wenig schlapper daher. Die Reihe sollte neu aufgerollt und in den Glanz für neuere Gamer gesetzt werden. Die Erwartungen waren groß und anscheinend mal wieder zu groß.
Ich liebe das Spiel und hatte sehr viel Spaß. Sicher, die NPCs hören einen teilweise durch die Wände durch oder es ist schwer zu erkennen, wie weit sie sich von einem unterhalten. Manchmal muss man mit seinem Werkzeug Fallen beseitigen, um zu einer Schublade zu gelangen, die einen lange Zeit gereizt hat. Nur um eine läppische Münze zu finden.
Aber, anders als die Kritiker sich aufregen, in meinen Augen ist das Spiel alles andere als „unspielbar“. Im Gegenteil. Ich habe es mit Roberta damals zusammen gespielt. Die Story war toll, Gerrit ist immer noch klasse, die Grafik war düster und nicht der Hit, aber auch nicht hässlich. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, als „menschliche Schlange“, wie ich es spaßhaft nannte, durch die Gänge zu zischeln und einen Weg durch die Geschichte zu suchen. Natürlich musste man sich dabei immer die Taschen vollhauen.
Das, was mich wirklich am meisten genervt hat: Dass jedes Stadtgebiet neu geladen werden musste, und es ist nicht ersichtlich (bis man durch geht), welches Fenster Schätze bedeutet und welches nur in einen anderen Stadtteil führt. Die Wegführung allgemein war furchtbar.
Noch immer gibt es in der Stadt einen Raum, bei dem wir nicht wissen, wie man ihn plündert (dabei haben wir 1 ½ Spielstände, also einmal komplett durch und einmal mitten drin). Und um zu einer der Missionen zu kommen, brauchten wir schließlich ein Youtubevideo als Wegweiser.
Doch macht das alles das Spiel unspielbar? Nein. Ich habe es, wie gesagt, komplett durchgespielt und es hat mir, wie bereits erwähnt, große Freude bereitet. Ich kann verstehen, dass sich viel aufgeregt wurde, aber sich deswegen den Spaß verderben lassen und ein Spiel in eine untere Schublade verbannen, wo es nichts zu suchen hat? Das muss jeder für sich entscheiden. Wie immer. Schade, dass man mir dann immer absprechen möchte, dass das Spiel gut sein kann und eben Laune macht (und dafür soll ein Game ja auch da sein).

Mein Fazit

Viele Kritiken stimmen, dennoch wird gerne wieder übertrieben. Was als unspielbar gilt, hat in meinen Augen zwar Macken und Schwächen, ist aber dennoch mehr als zu verzeihen.
Ich spiele Thief von 2014 immer gern, nicht nur der tollen Erinnerungen wegen.

Geschrieben von Judith

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