Rezension „Avatar – Die Legende von Korra“

Bewertung: 1 von 5.

„Avatar – Die Legende von Korra“ ist die Fortsetzungsserie von „Avatar – Herr der Elemente/ Die Legende von Aang“ und hatte in den USA ihre Erstausstrahlung am 14. April 2012 auf Nickelodeon. Am 26. August 2012 folgte die deutsche Erstausstrahlung, ebenfalls auf Nickelodeon.


Korras Geschichte hatte ich schon länger ins Auge gefasst, nachdem ich ein großer Fan der ersten Serie war (zu der es übrigens auch Comics gibt) und endlich eine Fortsetzung sehen wollte.
Als Mitbewohnerin Roberta dann einige Tage nicht in der WG war und ich demnach Fernsehen und VoD Anbieter nur für mich hatte, musste ich endlich die Gelegenheit nutzen, nachdem ich ansonsten nur die ersten drei Folgen gesehen hatte.
Allerdings kam für mich die Enttäuschung schnell. Schon bei den ersten Folgen hatte ich Probleme gehabt, reinzukommen, aber da ich dort manchmal etwas schwierig sein kann, habe ich der Serie weiterhin eine Chance gegeben und leider festgestellt, dass Korra für mich das Meiste, das bei Aang gut war, zerstört hat.
Dabei beziehe ich mich nicht auf die Vermischung der alten Zeiten von Avatar mit den Technologien der ca. 20er Jahre. Auch nicht, dass es Republika gibt. Beide Sachen habe ich schon oft als Kritik gefunden.
Ich beziehe mich darauf, dass Korra ein furchtbar anstrengender Charakter ist, dass Probleme so riesig aufgebauscht werden, um dann schnell gelöst zu werden, und dass auch Team Avatar mehr wie ein billiger Abklatsch der ersten Version wirkt als wie etwas Eigenständiges.
Zu keiner Figur konnte ich einen wirklichen Draht aufbauen, einfach weil sie so 0815 und austauschbar für mich wirkten. Gewiss, ernste Themen wie psychische Probleme werden auch hier angeschnitten, hatten aber keine richtige Tiefe in meinen Augen. Die Figuren, die aus der Sage von Aang noch übrig geblieben sind, waren auch nur Beiwerk und Sokka zum Beispiel wurde quasi gar nicht erwähnt.
Während Avatar Aang in meinen Augen mit einer liebevollen Welt um die Ecke kommt, ist Korras Sage leider sehr dahingeschmiert. Kein großes Ziel, stattdessen ein Avatar, der drei Elemente sehr gut beherrscht, natürlich mit dem Letzten dann Probleme hat und es dann auf ominöse Art erlernt. Durch ein erhebliches Problem, das allerdings wieder innerhalb von zehn Minuten Folgezeit gelöst worden ist.
Es wurde sich nicht auf eine Geschichte konzentriert. Tatsächlich gibt es vier Bücher, in zwei Staffeln, und alle Gegner werden, in meinen Augen, nach demselben Muster bekämpft.
Irgendetwas passiert, der Gegner bekommt die Überhand, alles wirkt aussichtslos, Korra will nicht auf erfahrene Leute hören, der Gegner bekommt damit eine Spitze, die er nicht haben sollte, irgendwann hört Korra, Problem erledigt, bereit für das Nächste.
Auch den Stimmen, die sagen, Korra sei als Serie erwachsener, kann ich leider nicht zustimmen.
Es ist natürlich meine Meinung, ich freue mich, wenn ihr in Korra eine gute Serie für euch gefunden habt, und bitte verzeiht mir die harschen Worte, aber ich kann ihren Staffeln nur eine gute Sache abgewinnen: Die Folgen, in denen erklärt wird, wie der erste Avatar entstand, waren wirklich spannend und interessant.
Alles andere war in meinen Augen eher linienloses Beiwerk, das herumgeschlingert ist und nicht an Aangs Folgen heranreichen konnte. Sehr schade, ich hatte mich äußerst gefreut. Auf einen weiblichen Avatar, gerade auf einen Wasserbändiger (Wasser war schon als kleines Kind mein favorisiertes Element) und auf weitere Geschichten in derselben, doch weiterentwickelten, Welt.

Mein Fazit

Während ich Aangs Geschichte jedem ans Herz legen möchte, kann ich, wenn mich jemand nach Korra fragt, nur ehrlich abraten. Für mich hat „Die Legende von Korra“ alles zerstört, was an Avatar gut war. Es fehlte an innovativen Ideen. Stattdessen gab es in meinen Augen nur einen Abklatsch von „Team Avatar“, eine anstrengende Protagonistin und Probleme, die erst wie der Untergang der Welt wirkten und dann doch nach 10 Minuten Sendezeit gelöst worden waren. Außerdem fehlte die Verbindung zu allen Figuren. Alte Figuren waren lediglich schmuckloses Beiwerk und die ernsten Themen hatten keine Tiefe.

Geschrieben von Judith

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