Angetestet: Anno 1800

Bewertung: 4.5 von 5.

„Anno 1800“ wurde am 16. April 2019 veröffentlicht, vom deutschen Entwicklerstudio Ubisoft Blue Byte Mainz entwickelt und von Ubisoft selbst geplubished. Es ist mittlerweile der siebte Teil der Anno-Reihe, die bereits 1998 mit „Anno 1602“ ihren Start fand.


Die meisten werden die Anno-Reihe vermutlich kennen. Dennoch möchte ich für diejenigen, bei denen das nicht der Fall ist, ein paar Worte über diese Spielereihe verfassen.

Anno ist eine Wirtschaftssimulation beziehungsweise ein Aufbauspiel. Das grundlegende Ziel besteht darin, in einer Inselwelt eine funktionierende Wirtschaft aufzubauen, in der man seine Städte und damit die Bürger mit allen benötigten und gewünschten Materialien und Rohstoffen versorgt. Man startet dafür auf einer Insel oder mit einem kleinen Schiff, das die allerwichtigsten Dinge geladen hat.
Man kann sowohl als Einzelspieler als auch im Mehrspielermodus spielen. So oder so hat man es immer mit bis zu drei Konkurrenten zu tun, von denen jeder ein eigenes Profil und eigene Eigenschaften besitzt, auf die man sich als Spieler einstellen muss, um erfolgreich zu sein.

„Anno 1800“ führt den Spieler wieder in die Vergangenheit, nachdem die beiden Vorgänger 2070 und 2205 in der Zukunft spielten, was in der breiten Masse leider nicht ganz so gut angekommen ist. Ich selbst habe diese beiden Teile bisher nicht gespielt, was allerdings nicht an ihrem Setting liegt, sondern schlicht daran, dass ich bei Anno immer ein wenig hinterher hänge.
„Anno 1602“ habe ich bereits als Kind durch meine Familie kennengelernt und gerne beim Spielen zugesehen oder mich selbst an meiner eigenen Inselwelt versucht. 1503 gefiel mit persönlich damals nicht so gut, aber bei 1701 war ich wieder voll dabei. Das habe ich dann recht lange gespielt und damit die Zukunftsteile übersprungen, denn als die rauskamen, war ich noch mit deren Vorgänger 1404 beschäftigt.
Als dann aber letztes Jahr mit 1800 der neueste Teil der Reihe erschien, war ich so begeistert von den Trailern und den Gameplay-Videos, die ich gesehen hatte, dass ich es unbedingt selbst spielen wollte.
Im Grunde möchte ich damit sagen, dass ich „Anno 1800“ nicht mit seinen beiden Zukunftsvorgängern vergleichen kann, sondern lediglich mit den anderen Teilen.

„Anno 1800“ ist wahnsinnig umfangreich. Das ist das Erste, was mir bei diesem Spiel aufgefallen ist. Und natürlich, dass es wirklich verdammt hübsch aussieht.
Es gibt viele Dinge, die (für mich) eine Neuerung sind. So ist die Bevölkerung nun in verschiedene Arbeitsgruppen geteilt, die alle für verschiedene Dinge benötigt werden. Das macht es nicht nur spannender und auch wieder ein wenig komplizierter, immer genügend Arbeiter für eine Art der Warenproduktion zu haben, sondern auch den ganzen Stadtaufbau realistischer. Denn so können nicht mehr alle Wohngebäude auf die höchste Stufe gebracht werden, da einem sonst die Bauern für die Felder fehlen und damit die Nahrung.
Ebenso muss man darauf achten, dass die Insel nicht zu unattraktiv als Wohnort wird. Je mehr Industrie man baut, die man natürlich ab einem gewissen Punkt im Spiel dringend braucht, umso mehr muss man einen Ausgleich bedenken. Da helfen einem zum Beispiel die wieder zahlreich vorhandenen Möglichkeiten, kleine oder größere Parks zu errichten, genauso wie die Tatsache, dass man später einen Zoo oder ein Museum bauen kann.
Je weiter man in den Zivilisationsstufen aufsteigt, umso herausfordernder wird das Spiel natürlich. So wird man vermutlich, sobald man Ingenieure beherbergt, einen Teil seiner Stadt umbauen müssen, da diese irgendwann Elektrizität in ihren Häusern möchten. Das bedeutet Kraftwerke und Züge, die eben jene mit Öl versorgen.
Sowieso ist man auch immer wieder damit beschäftigt, seine Insel und seine Stadt umzustrukturieren, aber wenigstens funktioniert das dank des Umsetzen-Tools ohne größere Probleme.

Zusätzlich zu allem, das man in der Inselwelt schon beachten muss und erleben kann, kommen mit den Expeditionen noch weitere Maps hinzu. So muss man vor allem in die „Neue Welt“ expandieren, wenn man seine Bevölkerung mit Rum versorgen möchte. Aber auch einem Ausflug in die Arktis und einer dortigen Besiedelung steht nicht allzu viel im Wege.
Die Alte Welt ist im Hauptspiel enthalten. Die anderen Maps sind DLCs, wenn ich mich da recht erinnere. Generell muss man aber sagen, dass diese DLCs preislich absolut fair gehalten sind, vor allem wenn man sich den Season Pass holt, bei dem man im Endeffekt nochmal ein bisschen Geld spart.

Mein Fazit

Ich habe zwar schon einige Stunden in Anno 1800 verbracht, auch gemeinsam mit Judith, aber trotzdem bisher wohl nur einen Bruchteil vom Spiel gesehen. Wann immer ich es öffne, macht es mir jedoch sehr viel Spaß. Es ist wirklich wunderschön anzusehen, die Spielmechanik funktioniert bestens, die Möglichkeiten wirken endlos und der Soundtrack ist wie immer ein absoluter Traum.
Wer diese Art von Spielen gerne mag, sollte sich Anno 1800 auf jeden Fall einmal genauer anschauen! Und auch viele andere könnten sich sicherlich in dieses Spiel verlieben, wenn sie ihm eine Chance geben. Sein Geld ist es allemal wert.

Geschrieben von Roberta

Linksektion

„Anno 1800“ in der Sonderausgabe bei Thalia*

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