Angetestet: Ghost of Tsushima

Bewertung: 3.5 von 5.

Am 17.Juli 2020 wurde das, unter dem leitenden Entwickler Nate Fox, vom Entwicklerstudio Sucker Punch Productions produzierte und von Sony Interactive Entertainment gepublishte Spiel „Ghost of Tsushima“ veröffentlicht. Es hat die Alterseinstufung „Ab 18 Jahren“ und ist ein Playstationexklusivtitel. Zudem ist es ein Einzelspielerspiel.


Mit „Ghost of Tsushima“ kam ich wohl wie viele andere Gamer das erste Mal via Twitter in Berührung, als die ersten Videos damit überall veröffentlicht worden sind und alle sich rege darüber unterhielten. Nur konnte ich da dem Game noch nicht so viel absprechen, da ich gar nicht groß wusste, worum es sich handelte, und ich in dem Moment auch keine große Lust dazu hatte, mich damit auseinanderzusetzen.
Ein paar Wochen später, ich weiß nicht mehr genau wie, kamen aber Roberta und ich darüber ins Gespräch und ich erzählte ihr das wenige, das ich wusste. Roberta war direkt Feuer und Flamme und wollte es irgendwann unbedingt spielen und ich ließ mich von dieser Leidenschaft anstecken.
Dennoch, mangels Geld, musste das Spiel erst einmal auf der Wunschliste liegen bleiben und bald darauf haben wir uns auch anderen Dingen wieder zugewandt.
Dann jedoch hatte Roberta im August Geburtstag und da ein gemeinsamer Freund von uns noch nach einem Geschenk suchte, schlug ich ihm „Ghost of Tsushima“ vor. Begeistert von der Idee erwarb er es und schenkte es ihr zum Geburtstag.
An dem Wochenende haben wir dem Spiel dann seine wohlverdiente Chance gegeben. Obwohl es in unserer heißen Dachgeschosswohnung eine Qual war, die Konsole lange anzulassen, konnten wir nicht ganz von Jin und seinem Abenteuer ablassen.
Zwar sind wir noch immer auf der ersten Insel und haben eine Weile nicht weitergespielt, weil man sich bei einer neuen Geschichte wirklich darauf konzentrieren möchte und wir mit der Arbeit am Bambusblatt leider bisher diese Konzentration nicht hatten aufbringen können, aber die lange Pause liegt bei weitem nicht am Spiel.


Die Synchronisation gefällt uns sehr gut. Die Schauspieler haben ebenso gute Arbeit geleistet und die Grafik ist fabelhaft.
Die Story macht sehr viel Spaß und ich liebe Jin einfach, auch wenn er mir hin und wieder ein wenig auf die Nerven fällt mit seiner Überzeugung der Ehre. Gleichsam tut er mir auch sehr leid, da er bewusst diese Ehre über Bord wirft (auch wenn sie alles für ihn bedeutet), um seine Heimat zu retten. Darunter leidet er sehr.
Die Welt sieht wundervoll aus und die Musik zieht einen direkt in ihren Bann.
Besonders loben muss ich allerdings das Kampfsystem, das im ersten Augenblick doch sehr überwältigend wirkt, aber dann doch äußerst innovativ ist. Zudem kann man sehr viel einstellen. Neben Schwierigkeit zum Beispiel auch verschiedene Modi, die es auch Menschen mit Beeinträchtigungen erlauben, ein Spielvergnügen zu erleben.
„Ghost of Tsushima“ ist ein kleines Meisterwerk. Zwar konnte es sich, bisher, noch nicht in meine Top 6 hochkämpfen, aber das liegt vor allem daran, dass ich durch Red Dead Redemption 2 sehr verwöhnt bin, was eine Open World betrifft. So kann man dort nicht nur äußerst viel entdecken, viele Dinge sind auch auf so kleinen Ebenen miteinander verbunden, dass Roberta und ich selbst nach 1 ½ Jahren exzessivem Zocken nach wie vor das Gefühl haben, das Spiel gar nicht wirklich zu kennen. Auch die Quests sind teilweise sehr abwechslungsreich und nicht immer nur eine Schießerei (wenn natürlich auch sehr oft).
„Ghost of Tsushima“ dagegen geht die Sache anders an. Sehr repetitive Kartenteilbefreiungen, Charakterdesigns und Aufgaben. Und auch, wer gerne viele Geschichten oder Details auf der Karte entdeckt, wird hier leider nicht sehr fündig. Zwar gibt es äußerst viele Sammelobjekte, doch das war es dann auch schon. Es ist eher wie ein älteres Open World Game und auch, wenn ich es mir anders gewünscht hätte, ist es vermutlich genau das, auf das die Entwickler es abgesehen hatten.

Mein Fazit

„Ghost of Tsushima“ bringt eine Menge Spaß und Einstellungen und durch das innovative Kampfsystem macht das Befreien der Insel auch sehr viel Spaß. Für Sammler ist auch gesorgt und Musik, Grafik und Charaktere formen eine tolle Welt, selbst, wenn man nicht jede Figur sympathisch findet.
Einzig ein wenig mehr zu entdecken oder mehr Abwechslung bei den Aufgaben wäre schön gewesen, gibt dem Game aber bisher keinen Abbruch. Ich kann damit eine Empfehlung aussprechen und freue mich, weiterzuzocken!

geschrieben von Judith

Linksektion

Das Spiel selbst gibt es aktuell leider nicht im Thalia Onlineshop (sollte ansonsten aber gut zu finden sein), dafür könnt ihr dort den Soundtrack* von Ilan Eshkeri und Shigeru Umebayashi, sowie das Artbook „The Art of Ghost of Tsushima“* bekommen.

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