Rezension: Blutgesang (Julia Lange)

Julia Lange - Blutgesang
(Copyright Cover: Droemer-Knaur Verlag / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

Mit „Blutgesang“ veröffentlichte die Autorin Julia Lange am 01.12.2018 über den Droemer-Knaur Verlag die Geschichte rund um die Stadt Midea und ihre Bewohner. Das eBook wurde uns vom Verlag freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Seit die Drachen ausgerottet worden sind, leben in Midea das Volk der Menschen und das musikbegabte Volk der Zatarsi zusammen. Midea wird auch die Stadt der schönen Künste genannt, doch so harmonisch wie diese Bezeichnung klingen mag, ist die Realität nicht.
Die ehemaligen Drachenjäger leben nun als Hüter, die die Ordnung zwischen Menschen und Zatarsi aufrechterhalten sollen und sich allem voran um die Verfluchten kümmern. Arme Menschen, die mit dem verfluchten Blut in Berührung gekommen sind, sodass sie nun unter unkontrollierbarer Wut leiden und nur in manchen Gebieten Arbeit finden können. Ein schreckliches Schicksal, das auch Valerian droht, einem jungen Adeligen, der fliehen muss.
Auf seiner Flucht begegnet er Elezei, einer Zatarsimusikerin, die mit den Hütern noch eine Rechnung offen hat.
Die beiden verweben ihre Wege miteinander, nicht ahnend, dass sie mittlerweile nicht mehr als Spielfiguren auf einem Schachbrett sind.

Auffällig war das Buch in meinen Augen vor allem durch das superschöne Cover, das direkt aus der Masse herausstach und mich dazu brachte, mir die sehr anregende Inhaltsangabe durchzulesen. Bald darauf warf ich einen genaueren Blick auf die Leseprobe und habe mich für ein Rezensionsexemplar beworben.
Ausgestorbene Drachen, ein musikbegabtes Volk, verfluchtes Blut. All das klingt nach genau dem, was ich stetig aufs Neue suche.
„Blutgesang“ hat mich allerdings leider gar nicht von sich überzeugen können. Ich brauchte sehr lange, um in den zähen Anfang eintauchen zu können, wurde von all den verschiedenen Namen und Figuren verwirrt und konnte gerade Elezei nicht leiden, die mit ihrer an eine Elfe anmutenden Arroganz immer wieder gegen meinen Kopf schlug.
Der Schreibstil hat sein Übriges dazu gegeben. In meinen Augen hat er nicht geboten, was die Geschichte gebraucht hätte, und war gespickt mit vielen Wortwiederholungen. So kamen gerade die Namen sehr oft vor und das vermittelt mir immerzu das Bild eines eher unrunden Schreibens. Es wirkt ein wenig hölzern und ungelenk.
Leider kam ich weder bei der Geschichte noch bei einem der Charaktere wirklich rein und somit musste ich das Buch nach einer Weile abbrechen. Das ist keine Entscheidung, die ich gerne beschließe, es ist auch nichts, was mich stolz macht. Egal ob ein Rezensionsexemplar oder selber gekauft, ich breche Bücher nicht gerne ab, aber hier kam es dazu.
Ich möchte betonen, dass ich selbst eine Bloggerin kenne, die zwar angab, der Anfang sei ein wenig träge, doch dann würde die Geschichte ihr volles Potenzial entfalten. Aber ich konnte mit diesem Werk leider einfach nicht warm werden. Darum werde ich ein kurzes und bündiges Fazit zusammenschreiben:

Leider eines der wenigen Bücher, die ich abgebrochen habe. Normalerweise brauche ich wenigstens eine Geschichte oder einen Charakter, damit ich am Ball bleibe. Irgendeinen Aspekt, der mich an die Hand nimmt und mir zeigt, was in diesem Buch steckt.
Doch das konnte ich hier nicht finden. Die Charaktere blieben für mich verschlossen, waren am Anfang zu zahlreich und man wurde mit Namen erschlagen. Und die Geschichte hat mich, dadurch, dass es zäh und doch so kurz beschrieben war, auch nicht eingelassen.
Mit dem Schreibstil konnte ich ebenso, leider, nicht warm werden. Ich bitte darum, dass ihr euch noch andere Rezensionen zu „Blutgesang“ heraussucht, damit mein Bild kein unfaires Licht auf diesen Roman wirft, denn vermutlich habe nur ich keinen Draht zu der Geschichte und den Figuren aufbauen können.

Das Taschenbuch könnt ihr für 12,99€ erwerben. Wer es lieber digital mag, muss 10,99€ ausgeben.

Geschrieben von Judith

Linksektion

Verlagsseite des Buches
„Blutgesang“ bei Thalia*

1 Kommentar zu „Rezension: Blutgesang (Julia Lange)“

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