Rezension: Im Schatten des Rampenlichts (Lydia Jablonski)

Lydia Jablonski - Im Schatten des Rampenlichts
(Copyright Cover: Lydia Jablonski / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

„Im Schatten des Rampenlichts“ von Lydia Jablonski ist ein via Epubli veröffentlichter Selfpublisher Roman, der auf knapp 524 Seiten die Geschichte einer am Anfang verboten wirkenden Liebe zwischen verheiratetem Popstar und Fan beschreibt. Erschienen ist „Im Schatten des Rampenlichts“ am 19.01.2020. Sowohl dieser Teil als auch der zweite Band der Trilogie wurde uns von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Robin ist eine jener Frauen, die sich grundsätzlich von Männern in einer Beziehung, vor allem von jenen, die bereits verheiratet sind, fernhält. Dennoch hat sie einen typischen Schwarm in den Sänger Nathan Moon und kann ihr Glück gar nicht wirklich glauben, als sie für den Radiosender, bei dem sie arbeitet, einen Blick hinter die Kulissen werfen soll und dabei auf ihren Helden trifft.
Nathan Moon hält sich klugerweise normalerweise von Fans fern und ist ohnehin verheiratet und hat mit seiner Frau zwei Söhne. Doch als die beiden sich Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen, ist es vorbei mit dem bloßen Schwarm und den guten Absichten. Sie fallen in ein Loch der Gefühle zueinander. Und als wäre das nicht schon schwer genug, müssen sie sich nicht nur diesen Konsequenzen gegenübersehen, sondern auch einer unschönen Stalkerin, die das Wort Fan zum Fanatismus hinaus gebogen hat.

Als die Autorin auf Twitter nach Bloggern suchte, musste ich mich für ein Exposé bewerben. Wer den Blog genauer kennt, der weiß, dass Roberta und ich Schiffe, Meer und Piraten lieben. Unsere erste eigene Geschichte, die wir zusammen veröffentlicht haben, spielt auf dem Meer und auf den karibischen Inseln.
Aber auch Rockstars und Musikgeschichte sind etwas, bei dem wir uns ewig aufhängen könnten. Jahre haben wir mit der Recherche unserer Lieblingsbands wie zum Beispiel „The Rolling Stones“ verbracht und unsere Regale platzen beinahe auseinander mit Büchern zu diesen Themen.
Also war es doch selbstverständlich, dass ich die Rampenlicht-Trilogie lesen wollte, denn gute Werke, die nicht nur an eine Fanfiction erinnern, sind schwer zu finden. Das Exposé konnte mich locken, ein Rezensionsexemplar anzuwerben. Wir haben direkt beide bereits veröffentlichten Teile bekommen – zum zweiten Band wird es auch noch eine Rezension geben. Ende November wird es soweit sein.
Aber hier geht es jetzt um „Im Schatten des Rampenlichts“ und auch wenn ich hier und da etwas zu bemängeln habe, hat mir nicht nur die Idee zugesagt.
Zur Geschichte möchte ich natürlich wie immer nicht allzu viel sagen, nur, dass sie mir gefallen hat. Es ist schön, wenn sich auf den Popstar konzentriert wird. Vor allem, wenn dieser nicht einfach nur ein unnötig maskulines Arschloch ist, das einfach jede Frau flachlegen möchte.
Zu Robin habe ich tatsächlich eine weniger starke Bindung aufbauen können als zu Nathan. Vielleicht, weil ich den Musikern durchs eigene Schreiben und der oben erwähnten Recherche ohnehin verbundener bin, aber ein wenig störte sie mich mit manchen ihrer Ansichten. Allerdings hauptsächlich dann, wenn sie mit ihrer Mutter in Kontakt trat. Dabei kommt mir dann explizit die Szene in den Kopf, wie diese quasi meinte „Es ist nicht schlimm, dass er seine Frau für dich verlässt und er soll das schnell machen, immerhin liebt ihr euch“. Robin lässt sich in meinen Augen ein wenig zu leicht davon beeinflussen. Die Krux an der Liebe ist, dass sie sich mitunter wandeln kann, und nur weil er vielleicht keine Gefühle mehr für seine Ehefrau hat, heißt das nicht, dass er sie nicht dennoch irgendwo mit Respekt behandeln kann. Erst recht, da die beiden Kinder zusammen in die Welt gesetzt haben.
Auch in der Szene, in der sie bei Nathan einfach auszieht, obwohl sie wissen müsste, welche Sorgen es ihm auf Grund der Verfolgung bereitet, ist solch ein Beispiel. Diese Unsympathie kam hier und da in meinen Augen ans Licht.
Nathan, wie gesagt, war mir mehr vertraut, aber genau den Finger darauf legen, kann ich nicht wirklich. Vielleicht im zweiten Teil.

Der Schreibstil zeigt sich vor allem durch kurze Sätze, die sehr nach Berichterstattung klingen. Obwohl dies nicht ganz meinem Lesestil entspricht, bin ich doch gut damit zurechtgekommen und kann, will und werde diese Sache nicht bemängeln. Vielleicht gerade durch Robin passt der Schreibstil eigentlich sehr gut, wurde in seinem Fluss jedoch hier und da unterbrochen von sehr langen Beschreibungen. Als Beispiel, welche Kleidung ein Charakter gerade trägt. Hier hätte ich mir eher gewünscht, dass es mehr damit verwoben ist, wenn es schon wichtig ist, was die Figur für Kleidung angezogen hat.
Und unterbrochen wurde der Fluss der Erzählung auch dadurch, dass die wörtliche Rede mit einem Punkt abgeschlossen wurde. Also frei nach diesem Motto: „Das geht.“, sagte sie. Ein Fehler, der mir selber früher gern passiert ist.

Trotz der Mängel hat mir das Buch, wie gesagt, Spaß gebracht. Die Geschichte ist interessant und der Spannungsbogen, auch wenn er am Anfang ein wenig eingeknickt ist, war überzeugend.
Gerade Nathan hat mein Interesse geweckt und verleitet mich dazu, den zweiten Band bald in die Hand zu nehmen. Eingeplant ist er, wie gesagt, bereits. Dennoch muss er sich ein wenig gedulden, ehe die anderen Bücher auf meiner Liste abgearbeitet worden sind.
Für wen ist „Im Schatten des Rampenlichts“ das Richtige? Das erkläre ich euch im Fazit unten.

Fazit

Und hier ist es direkt. Was soll ich drum herum reden?
„Im Schatten des Rampenlichts“ ist wohl für alle, die ein Buch zum fairen Preis suchen, abseits von dem typischen Fluss auf Erkundungstour gehen möchten und sich für Musiker und deren Leben interessieren.
Ja, der Schreibflow hatte hier und da ein leichtes Stottern und zumindest ich bin mit Robin nicht so richtig warm geworden, aber das tut der Geschichte und dem anderen Protagonisten keinen Abbruch. Ich bin trotz allem sehr gut durch die Geschichte geflutscht und möchte gerne eine Empfehlung aussprechen. Und für alle, die sich dennoch unsicher sind, gibt es die Autorin auch noch auf Twitter. Noch dazu eine sehr nette Dame.
Das Buch findet ihr übrigens bereits für 15€ als Taschenbuch.

Geschrieben von Judith

Linksektion

„Im Schatten des Rampenlichts“ bei Thalia*

Unsere Rezension zu Band 2 „Der Fluch des Rampenlichts“
Unsere Rezension zu Band 3 „Das Flüstern des Rampenlichts“

4 Kommentare zu „Rezension: Im Schatten des Rampenlichts (Lydia Jablonski)“

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