Rezension: Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter (Christopher Paolini)

Christopher Paolini - Eragon: Das Vermächtnis der Drachenreiter
((Copyright Cover: Blanvalet / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

Christopher Paolinis Meisterwerk „Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter“ erschien bereits vor vielen Jahren im Deutschen und erfreute dabei viele junge und ältere Leser mit der Geschichte rund um Eragon, sein Vermächtnis, Saphira und die Sage sowie den Fall der Drachenreiter.

Eragons einfaches, doch friedliches Leben wird auf den Kopf gestellt, als eines Nachts der merkwürdige blaue Stein, den er auf der Jagd gefunden hat, sich als Ei entpuppt und er auf einmal der Pflegevater eines kleinen Drachens geworden ist.
Noch während er versucht, diese Tatsache zu verarbeiten, wird der Hof seiner Familie überfallen, niedergebrannt und sein Onkel getötet.
Eragon muss fliehen und neben seinem mittlerweile nicht mehr ganz so kleinen Drachen Saphira hat er nun auch den Geschichtenerzähler aus dem Dorf an seiner Seite. Und Brom scheint mehr zu wissen, als er angeben mag. Er unterrichtet Eragon in allem, was dieser zum Überleben und Kämpfen braucht, und unterweist ihn in der Wichtigkeit seines Vermächtnisses. Das Vermächtnis der Drachenreiter.

Ich weiß, dass es sich hierbei um ein altes Buch handelt und die Rezension schreibe ich nicht wegen der Neuauflage – die nebenher gesagt unglaublich schön aussieht – und auch nicht wegen des neuen Teils, der zwar kein Teil der Tetralogie ist, gleichsam aber in der Welt von Eragon spielt.
Ich schreibe diese Rezension, weil es sich für mich richtig anfühlt, diese alte Reihe wieder aufleben zu lassen. Den vierten Band habe ich zwar damals zur Veröffentlichung bekommen, ihn aber nie gelesen. Damals war zu viel zu wichtig. Man kennt es ja, gerade als Jugendliche / junge Erwachsene scheint die Welt viel zu bunt und voll, als dass man immer alles im Kopf behalten kann.
Gleichzeitig habe ich vor rund drei oder vier Jahren versucht, die Reihe von vorne anzufangen. Und war geschockt, wie schlecht ich auf einmal den Schreibstil vom ersten Band fand. Das Buch, das ich damals an einem Tag gelesen und sogar meine erste Buchbesprechung in der Schule dazu verfasst hatte, bot mir auf einmal deutlich weniger Freude.
Deswegen möchte ich Eragon ein wenig genauer beleuchten, damit ich meine geliebte Buchreihe wieder mit mir in Einklang setzen und endlich den vierten Band lesen kann – vor allem bin ich davon überzeugt, dass der Schreibstil von Band zu Band besser wird. Und ja, ich kenne die Geschichte hinter der Veröffentlichung von Eragon.

Das Cover der alten Ausgabe mochte ich schon immer – auch wenn es kein Vergleich zu der Neuauflage ist.
Den Schreibstil habe ich oben schon erwähnt. Er ist unglaublich unausgereift, teils sehr schnell abgehandelt und kann mich heutzutage nicht mehr packen. Das war früher anders!
Aber bewerten wir den Schreibstil mal nur zweitrangig. Er ist, wie er ist, und daran wird sich nichts ändern – es sei denn, Christopher Paolini wird es erneut schreiben und das bezweifle ich gerade mal.
So oder so hat Eragon von der fantastischen Welt gelebt. Genauso wie von den Offenbarungen, Geheimnissen und Verstrickungen, die die Geschichte über geraume Zeit hinweg erzählt und den Leser hier und da hinter das Licht geführt hat.
Die Charaktere waren quasi genauso wichtig wie die Welt voller Magie, die Eragon selbst zum größten Teil erst erlernen muss und den Leser dabei direkt mit ins Geschehen zieht. Wir werden zusammen ins Bild gerückt.
Ich habe schon oft vernommen, dass Eragon vielen Lesern auf die Nerven fiel. Damals konnte ich das gar nicht nachvollziehen. Jetzt, da ich ein wenig älter bin, ein wenig. Nur … Ich rege mich schnell über nervige Figuren auf, demnach auch über Eragon – schon damals – kann seine Sicht der Dinge jedoch auch verstehen. Genauso wie er auch bei Weitem nicht der einzige Charakter dieser Art ist – siehe zum Beispiel Harry Potter. Bei vielen – nicht unbedingt das genannte Beispiel – stört es die meisten Leser nicht, obwohl ich selbst sie als noch nerviger empfinde.

Wie lautet mein Fazit?

Mit dieser Rezension wollte ich ein wenig etwas Neues versuchen. Ein Buch aufarbeiten, das ich vor langer Zeit das erste Mal gelesen habe und mittlerweile nicht mehr so gut geschrieben empfinde.
Aber ich möchte die Reihe beenden und wenn ich oben die Andeutungen zur Welt mache, dann bin ich gleich wieder Feuer und Flamme, mich in die Welt der Drachenreiter zu stürzen und mit Eragon erneut seine Welt zu erleben. Immerhin habe ich damals den ersten Band erneut fast komplett durchgelesen und mein Gedächtnis erlaubt es mir, locker wieder an diesem Punkt anzufangen.
Meine Hoffnung bezüglich des Schreibstils liegt einfach auf den späteren Bänden und nur, weil der Schreibstil mir mittlerweile nicht mehr so zusagt, werde ich dem Buch keinen „Keine Kaufempfehlung“ Stempel verpassen.
Gerade für junge Leser ist Eragon nach wie vor ein großer Spaß, den ich jedem empfehlen kann und will.

Geschrieben von Judith

Linksektion

Verlagsseite des Buches
„Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter“ in der Neuauflage bei Thalia*

3 Kommentare zu „Rezension: Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter (Christopher Paolini)“

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