Rezension: The Girl the Sea Gave Back (Adrienne Young)

Adrienne Young - The Girl the Sea Gave Back (Sky and Sea 2)
(Copyright Cover: Wednesday Books / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

„The Girl the Sea Gave Back“ von Adrienne Young ist der zweite Teil ihrer „Sky and Sea“-Reihe und spielt einige Jahre nach dem ersten Band. In Deutschland ist es noch nicht erschienen, aber das Original erschien am 03. September 2019 bei Wednesday Books.

Ich habe tatsächlich Teil 1 der Reihe, „Das Herz der Kämpferin“ oder im Original „Sky in the Deep“ bisher nicht gelesen, da ich über „The Girl the Sea Gave Back“ auf Pinterest gestolpert bin, mich in das Cover verliebt habe, den Klappentext sehr interessant fand und es dann einfach gutgläubig gekauft habe. Dementsprechend kann ich hier auch nur die englischsprachige Variante rezensieren.

Protagonisten der Geschichte sind Tova und Halvard, beide noch unter 20. Tova gehört eigentlich zum Volk der Kyrr, ist allerdings bei den Svell aufgewachsen. Dort hat man ihr erzählt, ihr Volk habe sie verstoßen, als sie noch sehr klein war, und Jorrund, der Tala der Svell, habe sie in einem Boot gefunden und bei sich aufgenommen. Bis auf ihn mag niemand sie so wirklich und von vielen wird sie gar gefürchtet, da sie eine sogenannte Truthtongue ist. Sie befragt die Steine, die sie immer bei sich trägt, über das Schicksal und die Zukunft.
Als sie mit deren Hilfe voraussagt, dass die Svell keine Zukunft mehr haben werden, kommt es zum Krieg zwischen ihnen und den benachbarten Nadhir, die in den Fjordlanden leben.
Zu ihnen gehört auch Halvard, Anwärter auf den Posten des Häuptlings.

Zum großen Teil ist die Geschichte im Ich-Erzähler geschrieben, wobei wir kapitelweise abwechselnd Tovas und Halvards Sicht zu lesen bekommen. Nur die wenigen Rückblicke sind im personalen Erzählstil geschrieben.
Den Schreibstil kann ich zugegebenermaßen nicht richtig bewerten, da ich die englische Version gelesen habe, und ich mich in diesem Fall zu wenig damit auskenne. Auf mich machte er aber einen soliden Eindruck, lediglich all die Namen der vorkommenden Personen waren sehr unübersichtlich und es war schwer, sich alle zu merken und richtig zuordnen zu können. Vielleicht fällt einem das leichter, wenn man den ersten Teil gelesen hat. Für das Verständnis der Geschichte ist das aber nicht notwendig.

Mich hat „The Girl the Sea Gave Back“ mit Cover und Titel gelockt, da es doch sehr nach einem Meeresroman klingt und der Klappentext nicht viel verraten hat. Ich habe also ein Buch bekommen, von dem ich etwas ganz anderes erwartet habe, doch das war gar nicht schlimm.
Ich muss zugeben, ich lese selten Geschichten über nordische Völker – einfach, weil ich da jetzt nicht speziell Wert drauf lege – und dementsprechend war „The Girl the Sea Gave Back“ eine willkommene und abwechslungsreiche Erfrischung für mich.

Durch die englische Sprache habe ich ein wenig Zeit gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, aber dann hat sie mir viel Spaß gemacht. Sie ist interessant aufgebaut und auch wenn viele Dinge vorhersehbar waren, hatte ich meine Freude mit dem Buch. Vor allem Tova war mir nach einer Weile sehr sympathisch und ich habe mit ihr mitgefiebert. In meinen Augen ist sie eine starke Protagonistin, ohne dabei alle Klischees zu erfüllen, die man so kennt.

Mein Fazit

„The Girl the Sea Gave Back“ war nicht die Meeresgeschichte, die ich erwartet habe, trotzdem war ich sehr zufrieden mit meiner Entscheidung, das Buch gekauft und es nun gelesen zu haben. Es ist ein bisschen mysteriös, ein bisschen brutal, ein bisschen niedlich und es hat zwei starke Protagonisten, die dennoch Fehler machen, zweifeln und bei weitem nicht alles können.
Durch das für mich neue Setting konnte ich auch sehr gut über die manchmal recht vorhersehbaren Plottwists hinwegsehen und mich einfach am Rest erfreuen.

Schon bevor ich „The Girl the Sea Gave Back“ beendet hatte, stand für mich fest, dass ich auch den ersten Band „Sky in the Deep“ lesen möchte. Ich kann mich nur noch nicht entscheiden, ob auch auf Englisch – damit es im Regal und vom Feeling her zusammenpasst – oder ob dieses Mal auf Deutsch, damit ich vielleicht noch tiefer in die Geschichte eintauchen und auch eine detailliertere Rezension schreiben kann.

Geschrieben von Roberta

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Autorenseite
„The Girl the Sea Gave Back“ bei Thalia*

1 Kommentar zu „Rezension: The Girl the Sea Gave Back (Adrienne Young)“

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