Rezension: Der Wächter der Winde (Oliver Plaschka)

Oliver Plaschka - Der Wächter der Winde
(Copyright Cover: Hobbit Presse bei Klett-Cotta / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

„Der Wächter der Winde“, erschien am 24.08.2019 im Klett-Cotta Verlag und wurde vom deutschen Autor Oliver Plaschka geschrieben. Die Geschichte führt uns an die Seite verschiedenster Charaktere, die mit Verlust, Schmerz und Zeitreisen klarkommen und sich dabei in einer fremden Welt zurechtfinden müssen.

Ein kranker Vater entführt seine Tochter vor der eigenen Mutter, die ihn zu verraten haben schien. Sein Herz gebrochen, sein Verstand vernebelt, sieht er nur noch Feindbilder und baut schlussendlich einen Unfall, bei dem er nicht nur sein Leben zu verlieren droht, sondern auch noch das seiner über alles geliebten Tochter. In allerletzter Minute erblüht Magie, wo es ansonsten nur Logik gab, und rettet beide in eine unglaubliche Welt.
Als die Zeit der Rache kommt, zieht der Vater seine Frau mittels eines Sturmes zu sich. Sie und Beifang, der zur falschen Zeiten am falschen Ort war. Und die ganze Geschichte bildet sich von dort aus anders, als der Vater es jemals geglaubt hätte.

Ein guter Schreibstil, der nur hier und dort ein wenig schwächelt, zum Beispiel in Fernandos Rückblick, führt uns in eine unglaublich magische und schöne Welt, an die Seite verschiedenster Figuren, jede anders als ihre Begleiter, jede mit eigenen Wünschen und Zielen und einer eigenen Vergangenheit.
Schon der nicht chronologische Anfang war schön miteinander verwoben und ließ einen miträtseln, wo die anderen Figuren sich gerade aufhielten und was sie damit zu tun haben könnten, was gerade geschah. Diese Charaktere haben alle ihre Höhen und Tiefen.
Einzig bei Fernando hatte ich das Gefühl, dass der Autor ein wenig mit dieser Figur warm werden musste, dabei hatte ich mich auf diesen Jungen am meisten gefreut. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto wichtiger wurde Fernando und umso besser wurden auch seine Kapitel.
So wurde das Buch ab ca. Seite 100 grandios, die Geschichte, spannend und magisch, fesselte mich immer mehr an die Seiten und der Witz, den vor allem Stephanie mitbrachte – Stichpunkt Ente – war einfach zu köstlich, um nicht drüber zu lachen und zu schmunzeln.
Lediglich das Ende war dann wieder etwas schnell abgehandelt und warf mich dann doch ein wenig aus dem Lesefluss, auch wenn ich schlussendlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge an den Zeilen hing. Würde es eine Fortsetzung geben, würde ich sie auf jeden Fall lesen.

Mein Fazit

Ein packender Schreibstil, der sich vor allem ab ungefähr Seite 100 richtig entfaltet. Witz, Spannung und Magie, unterschiedliche Charaktere und die Frage, wer der Gute und wer der Böse im Spiel ist, mischen sich zu einer unglaublich schönen Geschichte, von der ich eine Fortsetzung gerne lesen würde. Allein schon, weil die Welt und die Charaktere dazu einladen. Ein Buch für einen spannenden Lesetag oder für gemütliche Abende auf dem Sofa, genauso wie im Bus oder allgemein den Öffentlichen Verkehrsmitteln, um einen auf dem Weg zur Arbeit ein wenig zu bezaubern oder nach dem Schuften zu entführen.
Das Buch ist mit 367 Seiten im Print für 20€ zu haben und als eBook für 15,99€ zu erstehen.

Geschrieben von Judith

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Verlagsseite des Buches
„Der Wächter der Winde“ bei Thalia*

1 Kommentar zu „Rezension: Der Wächter der Winde (Oliver Plaschka)“

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