Autoreninterview F.B. Knauder

Danke, dass Du Dich bereit erklärt hast, ein kleines Interview mit uns zu machen! Wir freuen uns sehr auf Deine Antworten und sind gespannt, wie andere Autoren diesen Fragebogen ausfüllen werden.

Nochmal kurz etwas zum Bambusblatt: Wir sind ein Team aus zwei Autoren und einem verfressenen Panda. Wir arbeiten hart daran, dass es von uns kostenlose Geschichten geben wird. Außerdem gibt es den Blog, auf dem wir Rezensionen schreiben und eben auch die Interviews posten werden. Zudem toben wir uns auch im Thema Merch aus – so kann man Armbänder über unseren Etsyshop KeithLeBambou erwerben. Über Spreadshirt gibt es bereits das Motiv von einem Halloweenpanda Keith auf verschiedene Objekte gedruckt. Natürlich steht es Dir frei, Fragen auszulassen. Das hier ist Dein persönlicher Bogen.
Über lange Antworten freuen wir uns besonders, aber manchmal gibt es auch nicht so viel zu erzählen. Lies Dir am besten erst einmal den gesamten Bogen durch.

Viel Spaß!

Zunächst ein paar persönliche Fragen. Hier geben wir Dir Raum, Dich vorzustellen. Zum Beispiel Deinen (Autoren)Namen zu nennen, Deine bereits erschienenen oder bald erscheinenden Werke aufzulisten, etwas über Dein Alter oder Deine Social–Media Kanäle zu sagen:

Ich bin F.B. Knauder. Man findet mich im Internet als @fbknauder und auf fbknauder.com. Von mir ist bisher nur mein Debüt-Roman erschienen. „Ein Alchemist, ein Stein und ein Strauß Blumen.“ Ein humoristischer High-Fantasy-Roman mit stark inklusiven und feministischen Zügen. Ich sitze gerade am zweiten Teil der Reihe zu der das Buch gehört.

Erzähl gern etwas über Dich. Bist Du verheiratet, hast Du Kinder? Was auch immer Du erzählen willst und vielleicht auch, wie sich das in Deinen Autorenalltag mit eingliedert. Zum Beispiel wie Dein Ehepartner Dich beim Schreiben unterstützt.

Ich bin in einer Beziehung und habe zwei schwarze Kater. Alle unterstützen mich beim Schreiben. Meine bessere Hälfte durch Alpha-Lesen. Meine Kater, indem sie Tippfehler einbauen, wenn sie über die Tastatur laufen. Und ja, die wirklich alle von ihnen.

Welche Bücher sind die, die Du am liebsten selber liest?

Am liebsten greif ich ehrlich gesagt immer noch zur Fantasy, also meinem eigenen Genre. In letzter hab’ ich aber sehr oft das Gefühl, die immer gleiche Geschichte immer und immer wieder zu lesen. Deshalb taste ich mich auch immer weiter in andere Genres vor.

Wen liest Du am liebsten? War er Deine Inspiration?

Zu meinen liebsten Autor_innen der letzten Jahre gehörten Ben Aaronovitch, Steven Erikson, Patrick Rothfuss und Susannah Clarke. Alle haben meine eigenen Geschichten ein wenig mitbeeinflusst. Aaronovitch durch seinen Stil, Erikson durch seinen fabelhaften Weltenbau, Rothfuss durch seine brillante Schreibe und Clarke durch ihre verquere Erzählweise. Ich habe aber nicht versucht, jemanden zu imitieren.

Welches Projekt (nicht Buch) würdest Du gern umsetzen?

Konkret zwei. Da wäre zum einen ein Podcast mit episodenhafter Erzählweise, der nach und nach eine Fantasy-Geschichte vom Ende einer Welt erzählt. Bruchstückhaft und nicht chronologisch wohlgemerkt. Inspiration dafür ist mitunter die Erzählweise von Once Upon A Time.
Zum würde ich mir gern die Hände mit einem eigenen Story-basierten Brett-/Kartenspiel schmutzig machen, das auf Tarot-Karten basiert. Die Idee ist. Die Zeit eben noch nicht.

Wenn alles möglich wäre, was wäre Dein erster Wunsch?

Dass die Menschheit endlich aufhört, aufgrund von Egoismus Entscheidungen trifft und sich stattdessen auf nachvollziehbare Fakten, Altruismus und ein vorrausschauendes Weltbild stürzt. Ganz was Kleines also. Kein Wunder, dass sich Djinn immer vor mir verstecken.

Was ist die beste Geschichte, die Du nie (fertig) geschrieben hast?

Die Geschichte eines Mörders und seiner Opfer. Sie würde seine Reise begleiten, während er nach und nach eine Reihe von Personen umbringt. Sie würde deren Geschichten erzählen und offenbaren, was die alles miteinander gemein haben und dabei würde man die Möglichkeit bekommen, die Identität des Mörders zu erforschen. Alles in einer namenlosen Stadt mit leichten Fantasy- und SciFi-Einschlägen. Am liebsten hätte ich die übrigens als Graphic Novel umgesetzt. Nur blöd, wenn man nicht zeichnen kann.

Was möchtest Du als Autor noch erreichen? Zwar stehen oben auch schon Fragen zu Dir als Autor direkt, aber gehen wir da jetzt mal ein wenig mehr drauf ein!

Bestseller, Verfilmung, Versoftung, Weltruhm, Reichtum. So zumindest der Optimalfall. Aktuell fänd ich es einfach schon nett, wenn mehr Leute meine Geschichten lesen würden.

Zwar stehen oben auch schon Fragen zu Dir als Autor direkt, aber gehen wir da jetzt mal ein wenig mehr drauf ein!

Welche Fehler beim Schreiben sind Dir über Dich selbst bekannt und welche ärgern Dich am meisten? Wie versuchst Du, sie loszuwerden, oder akzeptierst Du sie einfach?

Ich bin oft ziemlich floskelig unterwegs. Die wiederholen sich dann immer wieder über kurze Zeiträume und ich muss sie dann beim Korrigieren ausmerzen. Außerdem schreib’ ich oft „ein wenig“, „es begann“ und solches Zeug. Auch das geht normalerweise beim Korrigeren drauf. Bekannt ist mir sonst, dass ich beim Erzählen ziemlich flott unterwegs bin. Die Geschichten springen rapide von A nach B und C. Teilweise könnte ich also noch mehr auf die Bremse treten. Und noch was: Ich arbeite daran, im nächsten Buch sämtlich binäre Sprache loszuwerden. Ich möchte das generische Maskulinum aus meinen Büchern streichen. Restlos.

Für uns andere Autoren auch interessant: Wie läuft Dein Schreibprozess bei Dir ab? Von der Idee bis zur Korrektur?

Die Idee ist normal ziemlich lose in meinem Kopf und bliebt dort auch lange. Da kommen ganz viele Ideen zusammen und verweben sich und drehen und springen und verschwinden wieder. Irgendwann wird dann eine Geschichte draus. Eine grobe. Die fass’ ich dann mal grob in einem Plot auf zwei Seiten oder so zusammen und leg dann einfach los. Ich plan’ keine Charaktere. Zumindest nicht detailliert. Ich lerne sie erst mit dem Schreiben kennen. Szenen und Kapitel plan ich ebenfalls grob vor. Sprich: Was passiert und wo gibt es Wendepunkte? Ich plan aber maximal 3 Kapitel im Voraus, weil ich weiß, dass ich dazu tendiere, vom Weg abzukommen. Aber ich halte mich immer an bestimmte Meilensteine. Wenn ich fertig bin, liegt das Buch mal ein bisschen rum. Mindestens ein halbes Jahr. Teilweise auch länger. Danach kommt die Korrektur. Dann die zweite Korrektur. Dann geht’s ab zum Betalesen und dann geh ich nochmal drüber und dann nochmal. Zum Schluss für Rechtschreibfehler und sowas.

Wie bist Du auf das Genre gekommen, das Du schreibst?

Ich hab’ es immer schon gelesen. Das stand immer schon fest.

Warum hast Du mit dem Schreiben angefangen? Erzähl uns die Geschichte!

Einfach so. Weil es Spaß machte. Nein. Macht.

Was motiviert Dich?

Das Schreiben per se.

Wie viel Schreibzeit hast Du?

1-2 Stunden am Tag. Im Optimalfall.

Lässt du Dich gerne auch mal ablenken?

Das variiert von Tag zu Tag.

Welches Deiner Bücher magst Du selbst am liebsten und warum?

Den Alchemist. Aber das war leicht. Ich hab erst eins draußen.

Wie sieht in Deinen Augen der Alltag eines Autors aus? Die meisten nur Leser können sich nichts darunter vorstellen.

Bei mir? Viel Brotjob (dreißig Stunden) und dann noch ein bisschen schreiben.

Wie stehst Du heute zu Deinen ersten Geschichten?

Das kann ich nicht beantworten. Meine Mama hat gesagt, ich soll keine bösen Wörter sagen.

Was würdest Du jetzt gern an dieser Geschichte ändern?

An den ersten? Alles.
Sie sind unabdingbar und gerne zickig. Die Figuren. Wir lieben und wir hassen sie und meistens kann sich der Leser gar nicht vorstellen, welches Leid wir manchmal mit ihnen erdulden mussten. Ohne sie geht es aber dennoch nicht. Erzähl uns gerne von ihnen!

Sie sind unabdingbar und gerne zickig. Die Figuren. Wir lieben und wir hassen sie und meistens kann sich der Leser gar nicht vorstellen, welches Leid wir manchmal mit ihnen erdulden mussten. Ohne sie geht es aber dennoch nicht. Erzähl uns gerne von ihnen!

Magst Du alle Deine Figuren?

Den Hauptcast? Ja. Die Antagonist_innen? Nein. Aber ich schreib das auch ganz bewusst so.

Gibt es für die Figuren reale Vorbilder?

Ja. Das ist mir aber auch erst aufgefallen, als ich fertig war. Mein Protagonist entspricht meiner besseren Hälfte. Der Female Lead meinem besten Freund. Die Protagonistin des zweiten Buchs ähnelt meiner Mutter. Das war aber ehrlich nicht Absicht!

Fällt es Dir leicht, schwierige Figuren zu schreiben? Ganz gleich, weshalb genau sie schwierig sind.

Ich kann nette Personen und Arschlöcher schreiben. Beides ist ziemlich einfach. Alles Weitere hängt wohl vom Fall ab.

Wann genau ist eine Figur schwierig für Dich?

Keine Ahnung. Das Wort ist so vage, dazu kann ich nichts sagen.

Musstest Du auf Grund einer Figur schon einmal ein Werk abbrechen?

Nö. Da schreib ich vorher die Figur um.

Welche ist der Liebling Deiner eigenen Figuren? Wo kommt sie vor und magst Du sie uns vorstellen?

Irrivrin Eleondar. Sie ist eine mächtige, quirlige, schnell und viel redende, sture und wahnsinnig intelligente Elbenmagierin. Sie gehört zu den mächtigsten Mags der Welt und weiß das auch. Sie ist aber nie arrogant, sondern immer unterstützend und positiv und steht zu ihren Gefühlen. Sie mag sich selbst, wie sie ist.

Hier geben wir Dir Raum, selber noch etwas zu Deinen Charakteren zu erzählen.

Das Hauptcast ist ein kuscheliger Haufen aus gegenseitiger Unterstützung und positivem Denken.

Und da sind wir auch schon fast durch. Jetzt bitten wir Dich darum, ein Projekt oder DAS Projekt vorzustellen. Dabei wollen wir Dir viel Raum lassen.

Extra eine gemeinere Frage: Weshalb sollten Leser auf jeden Fall Dein Buch kaufen?

Der Alchemist erzählt eine andere Fantasy-Geschichte. Keine Machtfantasien. Keine großen Schlachten. Nur ein Alchemist, der seine große Liebe retten will. Außerdem verzichtet er auf die ewig moralisch fragwürdigen, grauen Charaktere. Hier wird Altruismus groß geschrieben und es geht um Freundschaft und Liebe und das Retten von denen, an denen man hängt.

Was sollen sich Leute am Ende Deiner Geschichte denken?

„Du Arschloch.“ Aber im besten Sinne.

Was auch immer die Beweggründe dafür waren, wieso Du dieses Interview gemacht hast, bestimmt war da auch die Hoffnung, Werbung für Dich machen zu können, ganz gleich, ob du Deinen Lesestoff kostenfrei anbietest oder nicht. Diesen Raum wollen wir Dir hier gerne geben. Berichte uns über Dein Projekt oder die Projekte. Sag noch ein paar abschließende Worte. In welchem Format gibt es Dich zu lesen? Und zu welchem Preis? Hau in die Tasten!

Ich erzähl Geschichten von der Welt der Inseln. Man kann mir überall folgen und mein Zeug lesen.
„Ein Alchemist, ein Stein und ein Strauß Blumen“ erschien im Oktober 2019 im Selfpublishing bei epubli. Das ebook kostet auf Amazon 4,99 € (Link: https://www.amazon.de/dp/B07YRRNNWH) und das Taschenbuch kostet 16,99 € (Link: https://www.epubli.de/shop/buch/Ein-Alchemist-ein-Stein-und-ein-Strau%C3%9F-Blumen-FB-Knauder-9783750240698/91216).

Hinweis: Die meisten Fragen sind aus der Community gefischt worden.

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