Autoreninterview Sophie Grossalber

Danke, dass Du Dich bereit erklärt hast, ein kleines Interview mit uns zu machen! Wir freuen uns sehr auf Deine Antworten und sind gespannt, wie andere Autoren diesen Fragebogen ausfüllen werden.
Nochmal kurz etwas zum Bambusblatt: Wir sind ein Team aus zwei Autoren und einem verfressenen Panda. Wir arbeiten hart daran, dass es von uns kostenlose Geschichten geben wird. Außerdem gibt es den Blog, auf dem wir Rezensionen schreiben und eben auch die Interviews posten werden. Zudem toben wir uns auch im Thema Merch aus – so kann man Armbänder über unseren Etsyshop KeithLeBambou erwerben. Über Spreadshirt gibt es bereits das Motiv von einem Halloweenpanda Keith auf verschiedene Objekte gedruckt.

Natürlich steht es Dir frei, Fragen auszulassen. Das hier ist Dein persönlicher Bogen. Über lange Antworten freuen wir uns besonders, aber manchmal gibt es auch nicht so viel zu erzählen. Lies Dir am besten erst einmal den gesamten Bogen durch.
Viel Spaß!

Autorenfoto von Sophie Grossalber
(Copyright Sophie Grossalber)

0. Zunächst ein paar persönliche Fragen. Hier geben wir Dir Raum, Dich vorzustellen. Zum Beispiel Deinen (Autoren)Namen zu nennen, Deine bereits erschienenen oder bald erscheinenden Werke aufzulisten, etwas über Dein Alter oder Deine Social–Media Kanäle zu sagen:

Hallöchen, Sophie Grossalber hier. Ihr kennt mich vielleicht schon durch eine Rezension vom Bambusblatt von September 2019 – bzw. mein Werk, „Blood and Guilt“. Ich bin 23, gebürtige Österreicherin und habe bis jetzt „nur“ Kurzgeschichten veröffentlicht.

Bisher erschienen:

– „Phönixflamme“ in „The P-Files: Die Phönix Akten“ von Talawah

– „Anaia Montgomery und der Sirenen-Stalker“ in „The A-Files: Die Amazonen Akten“ von Talawah

– „Blood and Guilt – Geschichten aus Dumornay“ und „Blood and Guilt – Stories from Dumornay“ im Selfpublishing

Auf SoMe findet ihr mich hier:
Twitter: @sophiegwrites
Instagram: @sophiegwrites
FB: @sophiegrossalberauthor

Patreon: /sophiegrossalber

1. Erzähl gern etwas über Dich.

Ich befinde mich momentan in den letzten Zügen meines Bachelorstudiums (English and Film in Edinburgh), wodurch das Schreiben momentan leider etwas auf der Strecke bleibt. Ich versuche aber, wieder eine Routine aufzubauen – und wenns wirklich nur 200 Wörter am Tag sind, jedes Wort zählt. Außerdem möchte ich später neben dem Schreiben als Übersetzerin arbeiten – aber davor kommt noch das Masterstudium xD

2. Welche Bücher sind die, die Du am liebsten selber liest?

Ich liebe Bücher, die sich der großen Frage stellen, was uns zu Menschen macht. Warum sehen wir unsere Spezies selbst als allem anderen überlegen an? Und was ist mit den anderen Monstern aus unseren Geschichten? Würden die das genauso denken? Alles, was sich um die Dichotomie zwischen Mensch und Monster dreht, findet bei mir meistens schnell einen Regalplatz. Dann noch ein bisschen Magie (oder Monster oder Drachen oder Raumschiffe) und eine Prise Sarkasmus und Humor dazu – und perfekt ist das Buch. Das Sahnehäubchen sind dann noch gutgeschriebene, starke Frauencharaktere. Aber die findet man leider nicht super oft im Zusammenhang mit allen anderen oben genannten Kriterien.

3. Wen liest Du am liebsten? War er Deine Inspiration?

Katharina V. Haderer ist eine der Autorinnen, die ich bei so einer Frage immer nenne. Sie und Leigh Bardugo bilden momentan mein Sicherheitsnetz. Wenn mir mal die Motivation ausgeht, weiß ich genau, dass ich auf ihre Geschichten zurückgreifen und so meine kreativen Akkus wieder aufladen kann.

4. Welches Projekt (nicht Buch) würdest Du gern umsetzen?

Ich hab eine Idee für ein Drehbuch – historische Romanze -, aber dafür ist die Zeit noch nicht reif. Zweitens würde ich gern versuchen, mehr zu streamen und Let’s Plays aufzunehmen.

5. Wenn alles möglich wäre, was wäre Dein erster Wunsch?

Dass sich alle Menschen zusammenschließen und einen Weg für die Rettung vor dem Klimawandel und Weltfrieden finden. Und zwar wirklich alle.

6. Was ist die beste Geschichte, die Du nie (fertig) geschrieben hast?

Puh. Ich schreib gerade in meinem Kopf eine Star Wars fanfiction – und auch wenn ich die nie jemals irgendwo posten werde, macht’s Spaß, einfach mal nur für mich Sachen auszudenken. Niederschreiben wollt ich die auch noch, mal schauen.

7. Was möchtest Du als Autor noch erreichen?

Momentan will ich einfach den ersten Entwurf des momentanen Projekts fertigmachen. XD  Danach… Vertrag bei einer Agentur, Verlagsvertrag und Veröffentlichung – wenn nicht mit diesem Projekt möglich, dann mit dem nächsten. Ein Film- oder Seriendeal wär auch noch sehr nice. 😀 Aber erstmal ein Schritt nach dem anderen xD

Zwar stehen oben auch schon Fragen zu Dir als Autor direkt, aber gehen wir da jetzt mal ein wenig mehr drauf ein!

8. Welche Fehler beim Schreiben sind Dir über Dich selbst bekannt und welche ärgern Dich am meisten? Wie versuchst Du, sie loszuwerden, oder akzeptierst Du sie einfach?

Show und Tell sind meine Schwachstellen. Und dass ich öfters mal Komma mach, wo keine nötig wären. Allgemein hab ich aber das Gefühl, dass in den ersten Entwürfen meiner Geschichten IMMER zu viel tell statt show drinnen ist und die Emotionen, etc. erst in der Überarbeitung rein kommen. Was völlig legitim ist. Ärgern tut’s mich trotzdem.

9. Für uns andere Autoren auch interessant: Wie läuft Dein Schreibprozess bei Dir ab? Von der Idee bis zur Korrektur?

Puh… Recht unterschiedlich eigentlich. Ich brauche auf jeden Fall das Ende bevor ich mit dem Schreiben beginnen kann. Wenn ich nicht weiß, wo ich hinwill, wird das eine Odyssee und die Geschichte nie fertig. Kurzgeschichten schreibe ich normalerweise recht schnell runter. Romane dauern länger. (Seit Dumornay’s Legacy hab ich keinen einzigen Roman mehr beendet, aber ich arbeite dran.) Ich weiß ganz ehrlich nicht so recht wie ich meinen Prozess beschreiben soll XD Von der ersten Idee bis zum eigentlichen Schreiben dauert’s auf jeden Fall länger als vom Schreiben bis zur Korrektur. Kurze Texte lasse ich ein paar Tage liegen, bevor ich sie überarbeite – Romane sollten mehrere Wochen liegen, damit ich genügend mentalen Abstand kriege.

10. Wie bist Du auf das Genre gekommen, das Du schreibst?

Ich hab Fantasy schon immer gern geschrieben. Urban Fantasy bzw Dark Urban Fantasy kam dann durch Dumornay und Blood and Guilt dazu. (Obwohl Phönixflamme auch recht düster ist…) Joa und Steamfantasy für #TGoFS kam irgendwie dadurch zustande, dass ich eine Nische brauchte, in die ichs einsortieren kann und die bis jetzt am besten gepasst hat.

11. Warum hast Du mit dem Schreiben angefangen? Erzähl uns die Geschichte!

Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht mehr XD Den genauen Grund kann ich echt nicht mehr nennen. Aber nachdem ich mit 12 Jahren mit einer self-insert Eragon fanfiction angefangen hab, war’s wohl der Wunsch nach eigenen Abenteuern mit coolen – vor allem weiblichen – Protagonistinnen. Ja, ich glaub, der Grund war’s. Bei Dumornay’s Legacy hat nämlich auch alles damit angefangen, dass ich eine Sicht auf die Welt von Vampiren, Werwölfen und Jägern von jemandem haben wollte, der von dem fallout täglich berührt wird und deswegen eigentlich so gar nichts mit der Welt zu tun haben will – tjaaaaa, Ria wird dann aber doch in etwas Größeres hineingezogen.

12. Was motiviert Dich?

Die Sache mit der Motivation ist ein zweischneidiges Schwert, weil’s (für mich zumindest, keine Ahnung wie es anderen damit geht) auch schnell in Druck und Stress umschwingen kann – wenn ich zum Beispiel weiß, dass LeserInnen sich auf das nächste Werk aus der Welt von Dumornay freuen. Einerseits lässt das mein Herz höher schlagen und freut mich mega. Andererseits kommt dann auch gleich der innere Kritiker und meint „Was, wenn du nie wieder sowas hin kriegst?“ Aber ja, guter Zuspruch hilft ohnehin uns allen xD

13. Wie viel Schreibzeit hast Du?

Leider nicht so viel wie ich gerne hätte. Ich versuche aber, mindestens eine halbe Stunde in den Tag zu schieben (meistens in der Früh kurz nach dem Frühstück bevor ich los muss, wenn die Zeit bleibt).

14. Lässt du Dich gerne auch mal ablenken?

Ohhhhhhhhhhhhh ja. Prokrastination ist der Endgegner schlechthin – neben Klappentexten XD

15. Welches Deiner Bücher magst Du selbst am liebsten und warum?

Hmmmm… Bis jetzt wirklich Blood and Guilt. Ich glaube, es liegt daran, dass es mein erstes eigenes Buchbaby ist und ich einiges an Arbeit reingesteckt habe. Ich liebe die Welt, ich liebe die Charaktere. Und es ist MEINS. Ich merk einfach, dass es so richtig durch und durch ich ist. (Auch wenn ich nicht unbedingt mit Damiens Ansichten über Menschen zu 100% übereinstimmen würde…)

16. Wie sieht in Deinen Augen der Alltag eines Autors aus? Die meisten nur Leser können sich nichts darunter vorstellen.

Nachdem die wenigsten, die ich kenne (mich eingeschlossen) Vollzeit Autoren sein dürfen, geht einiges auch für den Brotjob drauf. Ich merks bei mir selber: neben der Uni bleibt selten Zeit oder Energie um sich jetzt mit dem Manuskript oder dem Marketing auseinander zu setzen.

17. Wie stehst Du heute zu Deinen ersten Geschichten?

KILL IT. KILL IT WITH FIRE. Ich hab die ersten zwei Kapitel meiner Eragon fanfiction ausgedruckt in der Schreibtischschublade liegen und es ist GRAUENVOLL. Selbst bei Phönixflamme oder beim momentanen Entwurf von Dumornay’s Legacy denk ich mir manchmal „Wieso verzapf ich so nen Scheiß?“ Und dann geht’s nach ein paar Minuten wieder. Normalerweise.

18. Was würdest Du jetzt gern an dieser Geschichte ändern?

Vielleicht nicht 100%, aber so 95% würd ich schon ändern. Gut, bei Dumornay’s Legacy steht der rewrite noch aus. Aber Phönixflamme fass ich nie wieder an. Anaia Montgomery und der Sirenen-Stalker ebenfalls. Das bleibt so.

Sie sind unabdingbar und gerne zickig. Die Figuren. Wir lieben und wir hassen sie und meistens kann sich der Leser gar nicht vorstellen, welches Leid wir manchmal mit ihnen erdulden mussten. Ohne sie geht es aber dennoch nicht. Erzähl uns gerne von ihnen!

19. Magst Du alle Deine Figuren?

Meistens, ja. Meistens gehen sie mir aber unsäglich auf den Senkel – und dabei ist es egal, welche Rolle sie einnehmen in der Geschichte. Wenn sie nerven, nerven sie.

20. Gibt es für die Figuren reale Vorbilder?

Beim Aussehen orientiere ich mich meistens an Schauspielern (oder im Falle von Reggie aus #TGoFS an einem real life Crush, aber sagt ihm das nicht!). Charakterlich glaube ich eigentlich nicht, dass ich da reale Vorbilder für meine Figuren habe. Aber kann natürlich sein, dass mir unterbewusst schlechte Eigenschaften auf den Antagonisten gefallen sind oder andersrum.

21. Fällt es Dir leicht, schwierige Figuren zu schreiben? Ganz gleich, weshalb genau sie schwierig sind.

(ich lass die Fragen zu den schwierigen Figuren mal aus XD)

22. Wann genau ist eine Figur schwierig für Dich?

23. Musstest Du auf Grund einer Figur schon einmal ein Werk abbrechen?

Schreibtechnisch oder beim Lesen? Beim Lesen: JA. Beim Schreiben noch nicht.

24. Welche ist der Liebling Deiner eigenen Figuren? Wo kommt sie vor und magst Du sie uns vorstellen?

Puuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuh. Ich sag eigentlich immer, ich hab keine Lieblinge xD Aber Franklin Akelter aus Dumornay’s Legacy ist einer meiner Lieblinge XD Er is so soft und cute.

25. Hier geben wir Dir Raum, selber noch etwas zu Deinen Charakteren zu erzählen.

Was wollt ihr denn noch hören, womit ich euch nicht spoilern kann? XD

Und da sind wir auch schon fast durch. Jetzt bitten wir Dich darum, ein Projekt oder DAS Projekt vorzustellen. Dabei wollen wir Dir viel Raum lassen.

26. Extra eine gemeinere Frage: Weshalb sollten Leser auf jeden Fall Dein Buch kaufen?

Öööööhm… Scheiße. Ich bin so schlecht im selbst verkaufen XD Bei Blood and Guilt kann ich auf jeden Fall sagen: wenn ihr Geschichten mögt, die euch Fragen zu eurer eigenen Moral stellen und euch vor die Wahl stellen „Was würde ich in dieser Situation tun?“, dann kauft Blood and Guilt. (Uuuund wenn ihr die australische Feuerwehr unetrstützen wollt, ebenfalls. Denn alle Einnahmen aus Buchverkäufen vom 01.01.2020 bis 31.01.2020 gehen an den New South Wales Rural Fire Service, um die freiwilligen Feuerwehrleute zu unterstützen!)

27. Was sollen sich Leute am Ende Deiner Geschichte denken?

Dass nicht immer alles schwarz oder weiß ist. Die Entscheidung, was richtig und was falsch ist, hängt sehr von den eigenen Erfahrungen und der eigenen Sicht aufs Leben ab. Ich hoffe, das kommt vor allem bei Blood and Guilt gut durch. ^^

28. Was auch immer die Beweggründe dafür waren, wieso Du dieses Interview gemacht hast, bestimmt war da auch die Hoffnung, Werbung für Dich machen zu können, ganz gleich, ob du Deinen Lesestoff kostenfrei anbietest oder nicht. Diesen Raum wollen wir Dir hier gerne geben. Berichte uns über Dein Projekt oder die Projekte. Sag noch ein paar abschließende Worte. In welchem Format gibt es Dich zu lesen? Und zu welchem Preis? Hau in die Tasten!

Was hab ich denn noch nicht alles gesagt? Achja, „Blood and Guilt“ könnt ihr auf Deutsch und Englisch überall dort kaufen, wo es Bücher gibt! Das ebook kostet 2,49€ und das Taschenbuch 5,99€. Falls ihr eventuell einen Einblick in momentane und zukünftige Projekte wollt, könnt ihr mich gerne auf patreon unterstützen unter patreon.com/sophiegrossalber. Und falls ihr Kurzgeschichten von mir ohne Vampire, Werwölfe und Jäger lesen wollt, könnt ihr euch die P-Files oder die A-Files holen 😀

Sophie Grossalber, Blood and Guilt – Geschichten aus Dumornay

Cover von Lorena Viciconte, http://www.lion-tales.com

Erhältlich in allen gängigen Buchläden und ebook shops, sowie im Shop von Books on Demand.

ISBN deutsch: 978-3-7481-4072-6
ISBN englisch: 978-3-7481-4155-6

Ebook deutsch: 9783748126935
Ebook englisch: 9783748126942

Klappentext:

»Wir alle haben das Potenzial, zu Monstern zu werden.«
Vampire. Werwölfe. Jäger. Drei Geschichten, drei Entscheidungen.
In New Orleans schwankt Vampirkönig Damien Moreau zwischen seiner Machtposition und seinem Gewissen.

Connor O’Rileigh wacht nach einer Vollmondnacht in den schottischen Highlands auf – inmitten der Mordserie einer blutrünstigen Bestie.

In den eisigen Ausläufern des Himalayas muss die Jägerin Xi Lei ihre tiefsten Überzeugungen hinterfragen und vermeintliche Unschuldige richten, um die Welt zu schützen.

Englisch:

»We all have the potential to turn into monsters.«
Vampires. Werewolves. Hunters. Three stories, three choices.

In New Orleans, vampire king Damien Moreau is torn between his position of power and his conscience.

Connor O’Rileigh wakes up in the Scottish Highlands after a full moon – in the middle of the murder spree of a bloodthirsty beast.

In the icy foothills of the Himalayas, huntress Xi Lei has to question her deepest beliefs and judge supposed innocents to protect the world.

Cover Blood and Guilt von Sophie Grossalber
(Copyright: Sophie Grossalber/ Lorena Viciconte)

Hinweis: Die meisten Fragen sind aus der Community gefischt worden.

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