Autoreninterview: Alexandra Schmidt

Autorin Alexandra Schmidt
(Copyright: Alexandra Schmidt)

Danke, dass Du Dich bereit erklärt hast, ein kleines Interview mit uns zu machen! Wir freuen uns sehr auf Deine Antworten und sind gespannt, wie andere Autoren diesen Fragebogen ausfüllen werden.

Nochmal kurz etwas zum Bambusblatt: Wir sind ein Team aus zwei Autoren und einem verfressenen Panda. Wir arbeiten hart daran, dass es von uns kostenlose Geschichten geben wird. Außerdem gibt es den Blog, auf dem wir Rezensionen schreiben und eben auch die Interviews posten werden. Zudem toben wir uns auch im Thema Merch aus – so kann man Armbänder über unseren Etsyshop KeithLeBambou erwerben. Über Spreadshirt gibt es bereits das Motiv von einem Halloweenpanda Keith auf verschiedene Objekte gedruckt.

Natürlich steht es Dir frei, Fragen auszulassen. Das hier ist Dein persönlicher Bogen. Über lange Antworten freuen wir uns besonders, aber manchmal gibt es auch nicht so viel zu erzählen. Lies Dir am besten erst einmal den gesamten Bogen durch.
Viel Spaß!

0. Zunächst ein paar persönliche Fragen. Hier geben wir Dir Raum, Dich vorzustellen. Zum Beispiel Deinen (Autoren)Namen zu nennen, Deine bereits erschienenen oder bald erscheinenden Werke aufzulisten, etwas über Dein Alter oder Deine Social–Media Kanäle zu sagen:

Ein herzliches Hallo, ihr Lieben!
Ich bin Alexandra Haber, 29 Jahre alt, verheiratet und frisch gebackene Mama einer Tochter.
Hauptberuflich bin ich Archivarin und Leiterin eines kleinen kommunalen Archivs.
Seit September 2018 veröffentliche ich über Books on demand meine Bücher unter meinem Mädchennamen, Alexandra Schmidt.

Vorzugsweise schreibe ich Romane über alltägliche Verwicklungen und Herausforderungen des Lebens, die oftmals in ungeahnte Höhepunkte gipfeln und mitunter sehr dramatisch werden können.

Zu meinen bisherigen Veröffentlichungen gehören:

Flanders Fluch (Drama)

Die Betonys (Thriller/Familiensaga):
Ira – Zorn des Taaffeits (Band I)
Gula – Gierige Flammen (Band II)
Superbia – Erbe des Hochmuts (Band III)
Luxuira – Verhängnisvolles Begehren (Band IV)

Bei der nächsten Veröffentlichung handelt es sich um Band V meiner auf mindestens sieben Bände ausgelegten Betony-Reihe, die für den Jahreswechsel geplant ist.

Neben Twitter findet man mich auch auf Lovelybooks unter Schmidt_Alexandra und auf Instagram als Alexandra Haber.

1. Erzähl gern etwas über Dich.
Bist Du verheiratet, hast Du Kinder? Was auch immer Du erzählen willst und vielleicht auch, wie sich das in Deinen Autorenalltag mit eingliedert. Zum Beispiel wie Dein Ehepartner Dich beim Schreiben unterstützt.

Wie schon erwähnt, bin ich eine verheiratete Mutter. Mein Ehemann hat meine Schreibprozesse immerzu unterstützt und mich von Anfang an darin begleitet, indem er mir bei dem Prozess der Veröffentlichungen aktiv zur Seite stand. Auch hat er mich zu einer Fortsetzung nach Band I meiner Betony-Reihe ermuntert, ohne die es die vielen Bände nie gegeben hätte.

Seit September bin ich nun auch Mama und natürlich werden seitdem neue Prioritäten gesetzt. So steht meine Familie ohne Kompromiss für mich an erster Stelle und wird es auch bleiben. Dennoch liebe ich das Schreiben nach wie vor und höre auch nicht damit auf.
Weiterhin arbeite ich an meinen Geschichten und plane sowohl die nächsten Veröffentlichungen als auch sämtliche Marketing-Maßnahmen. All das geschieht nun etwas langsamer und zeitlich begrenzter, jedoch merke ich bereits, dass die neue familiäre Situation sich auch auf meinen Schreibstil auswirkt, was für mich eine interessante Erfahrung bedeutet. Man wächst und verändert sich nun einmal ein Leben lang; das färbt auch auf die kreativen Prozesse ab.

2. Welche Bücher sind die, die Du am liebsten selber liest?

Früher habe ich nahezu alle Genres verschlungen, mit Ausnahme von Horror. Ich habe mit Vorliebe Klassiker wie „Sturmhöhe“ oder „Der Schimmelreiter“ gelesen, aber auch zeitgenössische Autoren, so etwa „Das Haus der vergessenen Träume“ von Katherine Webb und Rita Falks „Eberhofer-Krimis“.

Momentan beschränke ich mich eher auf Unterhaltungsliteratur und leichte Kost, um mich neben den Pflichten einer Mutter ein wenig berieseln zu lassen und zu entspannen. Zuletzt habe ich Holly Hepburns Reihe „Unter den Sternen“ geschmökert, deren entspannter, malerischer Schreibstil mir sehr gefallen hat.

3. Wen liest Du am liebsten? War er Deine Inspiration?

Es gibt einige Autoren, deren Schaffensprozesse und Ansichten mich schon seit Jahren inspirieren. So etwa Jane Austen, die Brontë-Schwestern oder auch Charles Dickens.

4. Welches Projekt (nicht Buch) würdest Du gern umsetzen?

5. Wenn alles möglich wäre, was wäre Dein erster Wunsch?

Die Menschen, die ich liebe, würde ich gern dauerhaft vor Unglück, Gefahr und Krankheit beschützen.

6. Was ist die beste Geschichte, die Du nie (fertig) geschrieben hast?

Ich bemühe mich eigentlich, jede Idee so umzusetzen, dass sie eines Tages fertiggestellt wird. Allerdings gibt es tatsächlich eine Figur und dazugehörige Handlung, die seit Jahren mit mir wächst und sich ständig verändert, weshalb die Fertigstellung sich als schwierig erweist. Aber ich gebe nicht auf!

7. Was möchtest Du als Autor noch erreichen?

Ich mag meine Geschichten. Und ich würde mich freuen, wenn sie weiterhin viele Leseratten erreichen und unterhalten könnten.

Zwar stehen oben auch schon Fragen zu Dir als Autor direkt, aber gehen wir da jetzt mal ein wenig mehr drauf ein!

8. Welche Fehler beim Schreiben sind Dir über Dich selbst bekannt und welche ärgern Dich am meisten? Wie versuchst Du, sie loszuwerden, oder akzeptierst Du sie einfach?

Mir wurde hin und wieder mal gesagt, dass ich zwischendurch eine etwas altmodische Sprache verwende. Das trifft tatsächlich zu und ich arbeite daran, meine durchaus modernen Geschichten mit nicht allzu altertümlichen Sprachweisen zu verschnörkeln.

9. Für uns andere Autoren auch interessant: Wie läuft Dein Schreibprozess bei Dir ab? Von der Idee bis zur Korrektur?

Tatsächlich kommen mir meine Ideen meistens im alltäglichen Leben in den Sinn. Sei es bei einem Spaziergang, abends beim Entspannen oder schlichtweg im Bett, wenn ich nicht schlafen kann. Hat mich der Keim eines Gedankens überzeugt, spinne ich ihn immer weiter, und für gewöhnlich sitze ich schon am Laptop, bevor das Gerüst überhaupt steht. Ein Funke genügt, um mich zum Schreiben zu bringen. Während ich die Gedanken verschriftliche, entwickeln sich Handlung und Figuren häufig parallel.

Wenn ich mich dann entschließe, eine Story zu veröffentlichen, gehe ich sie schließlich noch etliche Male durch, korrigiere Fehler, ersetze Ausdrücke oder einzelne Phrasen und nehme mir genauso viel Zeit für die Korrektur wie ich sie mir auch für das Schreiben selbst nehme. Im Anschluss übernimmt mein Mann das ausführliche Gegenlesen und spart auch nicht mit schonungsloser Kritik, wofür ich ihm sehr dankbar bin.

10. Wie bist Du auf das Genre gekommen, das Du schreibst?

Ich richte mich nicht explizit nach einem Genre. Stattdessen schreibe ich die Geschichte, die mir in den Sinn gekommen ist, mit Herzblut nieder und bestimme später, zu welchem Genre sie gehört.

11. Warum hast Du mit dem Schreiben angefangen? Erzähl uns die Geschichte!

Schon als Kind hatte ich viel Phantasie und habe mir gern Geschichten ausgedacht, mit denen ich mein Umfeld unterhielt. Irgendwann habe ich zum Bleistift gegriffen und solche Geschichten aufgeschrieben. Ich war etwa dreizehn Jahre alt, als ich mir die alte Schreibmaschine meines Vaters schnappte und darauf in die Tasten hämmerte, um meine ersten selbstverfassten Plots zu verewigen.

Später schrieb ich natürlich auch am Computer weiter und als ich meinen ersten eigenen Laptop bekam, wurden die Themen auch wagemutiger und tiefgründiger, denn immerhin war der Laptop mein eigen und so auch jedes Textdokument, das auf ihm entstand.

Veröffentlichen wollte ich meine Abenteuergeschichten schon seit Kindesbeinen an. Nachdem ich den Master im Studiengang „Editions- und Dokumentwissenschaft“ abgeschlossen und dort die Grundlagen des Edierens und Publizierens erlernt habe, konnte ich mir diesen Traum erfüllen.

12. Was motiviert Dich?

Tatsächlich motiviert mich der Alltag. Es genügt, wenn mir auf der Straße ein Mensch begegnet, den ich interessant finde. Das mag an seinem Auftreten liegen, an seinem Kleidungsstil, seiner Aura o.ä. Die Spannbreite ist groß. Ich muss nicht einmal mit dem Menschen sprechen, er kann an mir vorbeigehen und ich male mir eine schillernde Geschichte zu ihm aus. Gleiches gilt für Gebäude, Landschaften oder andere Elemente. Manchmal genügen sogar ein einfacher Gegenstand oder ein spezielles Objekt, etwa ein alter Kleiderschrank oder eine Photographie.

13. Wie viel Schreibzeit hast Du?

Vor meiner Entbindung habe ich sehr viel Schreibzeit gehabt. Nach Feierabend und an den Wochenenden habe ich immerzu in die Tasten gehauen.

Seit meiner Entbindung ist die Schreibzeit etwas begrenzt, trotzdem nehme ich sie mir auch jetzt noch, bspw. wenn Papa mit der Kleinen spielt oder wenn sie in meinem Arm schläft. Schreiben kann man auch mit einer Hand.

14. Lässt du Dich gerne auch mal ablenken?

Natürlich. Schreiben soll Spaß machen und ich schreibe nicht (oder nur wenig) nach einem strengen Zeitplan. Wenn ich abgelenkt werde, ist das eben so.

15. Welches Deiner Bücher magst Du selbst am liebsten und warum?

Meine Betony-Reihe liegt mir besonders am Herzen, weil ich es geschafft habe, einen Antagonisten zu kreieren, den man in Wahrheit sogar gut leiden kann Ein liebenswerter Mistkerl.

Ähnlich verhält es sich bei meinem Nachkriegsdrama „Flanders Fluch“. Als ich es fertiggestellt hatte, konnte ich mir nicht vorstellen, jemals wieder einen solchen Schurken erschaffen zu können wie in diesem Buch.

16. Wie sieht in Deinen Augen der Alltag eines Autors aus? Die meisten nur Leser können sich nichts darunter vorstellen.

Das kommt wohl darauf an, ob man als Autor hauptberuflich, nebenberuflich oder seinem Hobby nachgehend schreibt.

Für mich stehen die Freude am Schreiben und die Leidenschaft an erster Stelle. Daher sieht mein Alltag als Autor nicht sehr viel anders aus als der anderer Menschen, mit Ausnahme der o.g. Aspekte, dass ich eben aus dem Alltäglichen meinen Schreibstoff und meine Inspiration ziehe. Und während andere Leute Tennis spielen oder feiern gehen, krümele ich mich im Sessel zusammen und schreibe.

17. Wie stehst Du heute zu Deinen ersten Geschichten?

Hehe, ich finde sie natürlich furchtbar 😀 Allerdings gibt es einige alte Geschichten, bei denen ich zwar heute ein wenig erröte, die ich jedoch gern noch einmal überarbeiten und perfektionieren werde. Sprich, einige Grundideen von früher finde ich heute noch durchaus lohnenswert.

18. Was würdest Du jetzt gern an dieser Geschichte ändern?

Sie sind unabdingbar und gerne zickig. Die Figuren. Wir lieben und wir hassen sie und meistens kann sich der Leser gar nicht vorstellen, welches Leid wir manchmal mit ihnen erdulden mussten. Ohne sie geht es aber dennoch nicht. Erzähl uns gerne von ihnen!

19. Magst Du alle Deine Figuren?

Ja! Ob Helden oder Schurken, meine Figuren sind wie Kinder, von denen manche Engelchen und andere Teufelchen sind. Ich liebe sie alle.

Und tatsächlich habe ich eine Schwäche für meine Schurken und Antagonisten. Nett kann jeder 😀

20. Gibt es für die Figuren reale Vorbilder?

Ja und nein. Es gibt in der Regel keine kompletten Menschen, die für meine Figuren Pate stehen, sondern vielmehr Eigenschaften und Aspekte oder Merkmale. So kann sich eine Figur aus vielen unterschiedlichen Zutaten zusammensetzen

Nur einmal hatte eine Figur tatsächlich ein real existierendes Gegenstück. Und natürlich wurde sie zu einem Antagonisten 😀 Diese Geschichte ist allerdings noch nicht vollendet.

21. Fällt es Dir leicht, schwierige Figuren zu schreiben? Ganz gleich, weshalb genau sie schwierig sind.

Ich liebe schwierige Figuren. Und so schwierig finde ich es gar nicht, sie zu entwerfen. Sie entwickeln sich beim Schreiben fast wie von selbst und prägen einander wie Geschwister.

22. Wann genau ist eine Figur schwierig für Dich?

Wirklich schwierig sind für mich eigentlich nur langweilige Figuren wie etwas Nebencharaktere, die man einbauen muss, um die Story voranzutreiben.

23. Musstest Du auf Grund einer Figur schon einmal ein Werk abbrechen?

Nein, das ist mir noch nicht passiert.

24. Welche ist der Liebling Deiner eigenen Figuren? Wo kommt sie vor und magst Du sie uns vorstellen?

Tatsächlich liebe ich meine Titelheldin der Betony-Reihe. Edda Betony, meine stürmische Fotografin aus dem fiktiven Steinlind, die sich auf die Suche nach ihrem entführten Cousin macht und dabei eine Reihe an Geschehnissen ins Rollen bringt, die sie niemals erwartet hätte und die sich über mehr als sieben Bände erstrecken.

25. Hier geben wir Dir Raum, selber noch etwas zu Deinen Charakteren zu erzählen.

Und da sind wir auch schon fast durch. Jetzt bitten wir Dich darum, ein Projekt oder DAS Projekt vorzustellen. Dabei wollen wir Dir viel Raum lassen.

26. Extra eine gemeinere Frage: Weshalb sollten Leser auf jeden Fall Dein Buch kaufen?

Meine Bücher eignen sich hervorragend zum „Herunterlesen“. Wenngleich sie ihren Tiefgang haben, so ist es mir wichtig, dass sie nicht zu anstrengend oder komplex sind. Das bedeutet entspannte Unterhaltung und Spannung, ohne zu überfordern oder zu sehr aufzuregen, aber genug, um von der Handlung gepackt zu werden.
Mit einem Wort: Nette Schmöker für zwischendurch.

27. Was sollen sich Leute am Ende Deiner Geschichte denken?

28. Was auch immer die Beweggründe dafür waren, wieso Du dieses Interview gemacht hast, bestimmt war da auch die Hoffnung, Werbung für Dich machen zu können, ganz gleich, ob du Deinen Lesestoff kostenfrei anbietest oder nicht. Diesen Raum wollen wir Dir hier gerne geben. Berichte uns über Dein Projekt oder die Projekte. Sag noch ein paar abschließende Worte. In welchem Format gibt es Dich zu lesen? Und zu welchem Preis? Hau in die Tasten!

Mir ist es grundsätzlich wichtig, dass das Schreiben Spaß macht. Denn nur dann kann auch der Leser seine Freude am Lesen haben. Ich hoffe, dass ich mit meinen Büchern die Leser nicht nur unterhalten, sondern auch inspirieren kann.

Meine Bücher gibt es sowohl als Taschenbuch zu kaufen als auch als Ebook.

Ich möchte mich bei Judith, Roberta und Keith dafür bedanken, dass ich an diesem Interview teilnehmen durfte und dass Ihr Euch so viel Mühe gemacht habt. Ich bin gespannt auf die Veröffentlichung der Interviews und wünsche Euch weiterhin viel Spaß und Erfolg.

Es grüßt Euch
Alexandra

https://www.as-literatur.de/index.htm

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