Rezension: Die Seiten der Welt (Kai Meyer)

Kai Meyer - Die Seiten der Welt
(Cover Copyright: FJB / Foto Copyright: Das Bambusblatt)

„Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer, das im September 2014 als Hardcover und im August 2017 als Taschenbuch bei Fischer FJB erschienen ist, bildet den Auftakt zur gleichnamigen Trilogie. Ergänzt wird sie durch „Die Spur der Bücher“ und „Der Pakt der Bücher“ als Prequel.

Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher, in der Bibliomanten mithilfe ihrer Seelenbücher Magie wirken können. Noch hat Furia ihr eigenes Seelenbuch nicht gefunden, sucht in der riesigen Bibliothek des familiären Anwesens aber danach, während ihr Vater – ebenfalls ein Bibliomant – auf der Suche nach den Leeren Büchern ist, um diese zu zerstören.
Es kommt jedoch alles ganz anders, als Furia sich das vorgestellt hat. Das alte Anwesen wird überfallen und ihr kleiner Bruder Pip entführt. Sie will ihn unbedingt retten, wobei ihr Weg sie nach Libropolis führt, eine Stadt der Bücher mitten im Herzen von London. Dort trifft sie Finnian und Cat und muss sich mit ihnen gegen die Adamitische Akademie, die sich zu den Herrschern der Bibliomantik aufgeschwungen hat, zusammen tun, um ihren Bruder zu befreien und die magischen Refugien zu retten.

Wie man das von Kai Meyers Romanen gewohnt ist, strotzt auch „Die Seiten der Welt“ nur so voller phantastischer Einfälle. Nicht nur können die Bibliomanten mithilfe ihres Seelenbuchs das Herz der Seiten spalten und damit Magie wirken, es gibt auch allerlei magische Wesen in dieser Welt. Da wären Schwärme aus Buchstaben, die aus Büchern gefallen sind, lebende Origamivögel, die umher flattern, Schimmelrochen, Bücher mit Schnäbeln, die wie im Hahnenkampf gegeneinander aufgehetzt werden, und natürlich die Exlibri. Romanfiguren, die wie die Buchstaben aus ihren Geschichten gefallen und nun gezwungen sind, in unserer Welt zu leben – von der Adamitischen Akademie und der Miliz in Ghettos zusammengepfercht und unterdrückt.
Mit all diesen Details erschafft er eine magische und liebevolle Welt, die wohl jeder Buchfan lieben und gerne in ihr leben würde.

Meistens muss ich mit Kai Meyers Protagonistinnen, die häufig alle noch zwischen 14 und 17 Jahren alt sind, erst einmal warm werden und so ging es mir auch bei Furia. Lange hat das allerdings nicht gedauert, da die Charaktere sehr sympathisch sind. Auch den Nebenfiguren wurde Zeit gewidmet und die meisten von ihnen haben eine eigene kleine Geschichte bekommen, die sie einem noch näher bringen.

Manche Handlungen und Wendungen sind unter Umständen vorhersehbar, gerade als Vielleser, trotzdem haben mich die Geschehnisse auch immer wieder überrascht.

Mein Fazit

„Die Seiten der Welt“ liefert eine liebevolle, magische und äußerst fantasievolle Geschichte, die sofort Lust auf die folgenden Teile macht, die man aber auch einfach in sich abgeschlossen lesen könnte.
Auch das Cover ist wie bei den meisten von Kai Meyers Büchern wunderschön und äußerst passend zum Inhalt gestaltet. Es macht sofort auf sich aufmerksam und auch im heimischen Bücherregal ist es sehr hübsch anzusehen.
Ich habe schon immer gerne Bücher von Kai Meyer gelesen und auch dieser Roman hat mir sehr viel Spaß gemacht, so dass ich ihn jedem nur empfehlen kann.

Geschrieben von Roberta

Linksektion

Verlagsseite des Buches
„Die Seiten der Welt“ bei Thalia*

Weitere Rezensionen zu Büchern von Kai Meyer:
Arkadien erwacht

1 Kommentar zu „Rezension: Die Seiten der Welt (Kai Meyer)“

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