Rezension: Nachtfrost (Jessica Bradley)

Jessica Bradley - Nachtfrost
(Copyright Cover: Jessica Bradley / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

Das Drama „Nachtfrost“, am 16. September 2019 via Self Publishing erschienen und von Jessica Bradley geschrieben, erzählt die Geschichte des Mädchens Laura, das aus dem Glück gerissen und in ein hartes Leben geworfen worden ist. Endlich bereit, dieses Schicksal nicht mehr hinzunehmen, hat sie einen Plan geschmiedet.

Das Buch wurde uns freundlicherweise als Rezensionsexemplar von der Autorin selbst zur Verfügung gestellt.

Laura besaß einst, was sich jedes Kind wünscht. Ein schönes Leben, liebevolle Eltern, eine strahlende Zukunft.
Doch dann wurde dieses Glück getrübt und zersplitterte in tausend kleine Teile. Nun leidet sie unter ihrem alkoholsüchtigen Vater. Jeder Tag ist wie die Hölle für sie und Laura weiß, dass sie so nicht verbleiben kann. Es gibt nur eine Hoffnung für sie. Ihre Großmutter in Italien. Der schimmernde Anker der Rettung.
Doch der Tag, den sie lang herbeigesehnt und auch gefürchtet hat, verläuft nicht wie geplant. Zwar kann sie mit ein wenig Geld in der Tasche abhauen, ihr Vater jedoch ist ihr auf den Fersen und dieses Katz- und Mausspiel zieht sich hinter ihr her wie ein Rattenschwanz, selbst als sie bei einer Gruppe Menschen ohne Obdach unterkommt und sich mit ihnen anfreundet. Außer mit Juri, dessen schreckliches Geheimnis sie bald herausfindet.

Das Buch wurde uns von der Autorin persönlich zur Verfügung gestellt und kam demnach in einem kleinen Paket, zusammen mit einem kleinen Survivalkit und kleinen Dreingaben zum Buch, an.
Als Erstes fiel dabei erneut das schöne Cover ins Auge und als ich das Buch aus seinem Karton nahm, stellte ich fest, wie gut es gedruckt worden ist. Der Umschlag fühlt sich leicht rau und gut in der Hand an.

„Nachtfrost“ ist eine Hommage an das Märchen „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ von Hans Christian Andersen, eine tragische und sehr gesellschaftskritische Geschichte über ein halb erfrorenes Mädchen, das versucht, Streichhölzer an den Mann zu bringen, um endlich nach Hause ins einigermaßen Warme zurückkehren zu können.
Laut der Aussage der Autorin ist dieses Märchen eine ihrer liebsten Geschichten und dies merkt man ihrem Debütroman „Nachtfrost“ auch an. Nicht nur bekamen wir als Dreingabe Streichholzpäckchen mit dem Cover als Zierde, die neuen Sichten werden auch von Streichholzzeichnungen eingeleitet. Zudem sind Lauras Geschichte und ihr Schicksal beides nicht nur eine Hommage an das Märchen von Hans Christian Andersen, sondern auch an die Gesellschaft. Eine Gesellschaft ist nur so stark, wie sie ihre schwächsten Mitglieder behandelt, wozu sowohl Laura, als Kind, sowie die Obdachlosen gehören.

Die Geschichte wird nicht nur aus der Sicht von Laura erzählt, sondern auch von den Charakteren um sie herum.
Die Geschichte berührt sehr und lässt einen am Ende mit der Frage über, wie viel man für die Gesellschaft und deren Mitglieder geben kann. Denn am Ende bringt es nichts, nur das erfrorene Mädchen aus dem Märchen anzuschauen und sich zu fragen, was passiert ist, wenn man nicht daraus lernen möchte.
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und bietet noch viel Potenzial, ist an vielen Stellen allerdings noch etwas zu wiederholend oder simpel gestrickt. Man kann also gespannt sein, wie es sich in Zukunft entwickeln wird.

Mein Fazit

„Nachtfrost“ kann man zum Beispiel auf Amazon für 9,95€ als sehr gut gedruckte Version oder für 5,99€ digital erwerben. Auf 117 Seiten erzählt die Autorin in ihrem Debütroman die traurige Geschichte von Laura, deren Glück sie einst verlassen hat und die sich nun im Leben neu orientieren und dabei den Krallen ihres Vaters ausweichen muss.
Der Schreibstil ist dabei sehr einfach strukturiert, aber die Geschichte ist tragisch schön und lässt den Leser am Ende mit einer wichtigen Frage zurück: „Wer bin ich, dass ich das Recht habe, immer die Augen zu verschließen?“

Wer auf der Suche nach einem Drama ist, ist herzlich dazu angehalten, einmal einen Blick in die Leseprobe zu werfen und sich Laura vorzustellen. Und auch, sie auf ihrer Reise zu begleiten.

Geschrieben von Judith

Linksektion

Amazonseite des Buches

2 Kommentare zu „Rezension: Nachtfrost (Jessica Bradley)“

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