Rezension: Der Nacht ergeben (Alexandra Ivy)

Alexandra Ivy - Der Nacht ergeben
(Copyright Cover: Diana Taschenbuch Verlag / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

„Der Nacht ergeben: Guardians of Eternity 1“ von Alexandra Ivy ist ein am 29. Juni 2009 beim Verlag Diana Taschenbuch erschienener und von Kim Kerry übersetzter Vampirroman.

Der Roman erzählt die Geschichte von Abby, deren Leben alles andere als perfekt ist.
Nach einer schlimmen Kindheit hat sie nun einen Job als Hausmädchen bei einer reichen Dame, deren gut aussehender Mitarbeiter immer wieder in ihre Richtung Avancen macht und dem sie mit allen Mitteln widerstehen muss und will.
Als Abby eines Tages während der Arbeit eine Vase fallen lässt und auf Grund dessen direkt um ihre Anstellung fürchtet, weiß sie nicht, dass das bei weitem nicht das Aufregendste an diesem Tag sein würde.
Denn nur kurz darauf erklingt ein lauter Knall und ihr komplettes Leben wird mehr denn je auf den Kopf gestellt. Auf einmal entpuppt sich Dante als Vampir und sie als etwas ganz anderes.
Noch am selben Abend beginnt für sie eine Reise, die ihr die Augen öffnet, dass längst nicht alles nur in Horrorgeschichten existiert. Und es ist eine Reise, die ihr weiteres Leben bestimmen und bedrohen wird.

Das Buch hat einen guten Schreibstil, die beiden Protagonisten wechseln sich in den Kapiteln ab und sind mit dem personalen Erzähler geschrieben worden.
Es ist flüssig und gut geschrieben. Die Geschichte verzaubert schnell. Die Autorin hat ihre eigenen Regeln erschaffen und damit eine gute Welt geschmiedet, in der Abby bald lernen muss, dass Dante als Vampir längst nicht das gefährlichste Wesen ist, das nun ein Auge auf sie geworfen hat, und ihr sehr viele davon feindlich gesinnt sind.
Begeistert hat mich am Schreibstil der teils trockene, situationsabhängige Humor, der mich mehr als ein Mal zum Schmunzeln brachte.
Kommentare nach dem Motto; ‚Ich kann nicht auserwählt sein, ich muss meine Miete bezahlen’ in einer absolut unpassenden Situation kamen des Öfteren, ebenso wie Bemerkungen zum männlichen IQ von Dante.
Zudem gibt es zwar erotische Szenen, dennoch hat man nicht das Gefühl, so wie bei manchen anderen Fantasystories, dass es darauf hinauslaufen soll, dass sie alle zwei Seiten miteinander schlafen. Es gliedert sich gut ein und wirkt nicht übertrieben.
Auch das typische Manko „Verlieben sich unsterblich auf den ersten Blick“ ist nicht zu finden.
Zwar knistert es recht schnell zwischen den beiden, allerdings kennen sie sich schon länger als der Leser im Bild ist. Dante hat schon vor der Hauptstory Abby umworben und auch sie hatte heimlich – der Frauenstolz gibt es ungern zu – ein Auge auf ihn geworfen.
Die Geschichte ist schlüssig und durch Dantes Erklärungen bekommt man einen noch tieferen Zugang zu ihr. So erklärt er Abby die neue Welt und der Leser lernt sie zusammen mit ihr kennen.
Mein Haupteindruck entstand durch die Charaktere, die wundervoll umgesetzt sind und eine Wandlung durch machen. Sie nähern sich gegenseitig an und es ist vor allem eine spannende Sache, zu lesen, wie Abby mit der neuen Situation umgeht, und wie Dante sich der Aufgabe, Abby zu schützen, stellt.
Ein weiterer Punkt, der mich überzeugt hat, ist, dass Dante als Vampir zwar makellos aussieht, Abby dagegen ein normaler Mensch ist und somit nicht nach typisch ‚perfekt’ mit voller Oberweite und einer Barbiegestalt aussieht.
Sie wird eher als knabenhaft dargestellt. Keck. Und dennoch bezeichnen die Übernatürlichen sie als wunderschön, auf Grund ihres inneren Leuchtens. Eine Tatsache, die Abby entweder immer vergisst oder schnaubend abtut.

Mein Fazit

Liebenswerte Charaktere, deren Entwicklung man zum Teil sehr gut nachvollziehen kann. Auch die Nebencharaktere sind nicht uninteressant dargestellt.
Der Schreibstil ist flüssig, mit gutem Humor gespickt und verkommt nicht zu einem reinen Erotikroman, sondern bleibt noch Fantasy. Eine leichte Kost, die angenehm überrascht.
Die Welt ist interessant zusammengesetzt aus bekannten Elementen und wird einem auf gute Weise näher gebracht – man wird nicht direkt mit Infos halb erschlagen, sondern lernt mit Abby oder durch Dantes Gedanken.
Es ist nichts Neues, aber etwas Solides und bekommt damit von mir eine Kaufempfehlung.

Geschrieben von Judith

Linkseite

Verlagsseite des Buches
„Der Nacht ergeben“ bei Thalia*

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