Rezension: These Broken Stars – Lilac und Tarver (Amie Kaufman und Meagan Spooner)

Amie Kaufman & Meagan Spooner - These Broken Stars: Lilac und Tarver
(Copyright Cover: Carlsen Verlag / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

„These Broken Stars – Lilac und Tarver“ des Autorenduos Amie Kaufman und Meagan Spooner ist der Auftakt der These Broken Stars Trilogie, der von „Jubilee und Flynn“ und „Sofia und Gideon“ gefolgt wird. Als Hardcover ist der erste Band in Deutschland 2016 im Carlsen Verlag erschienen, inzwischen ist er auch als Taschenbuch hier erhältlich.

Lilac LaRoux ist die Tochter des reichsten Mannes im Universum, Tarver Merendsen ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen.
Zum ersten Mal begegnen sie sich auf einem luxuriösen Raumschiff von LaRoux Industries, der Icarus. Interesse aneinander ist sofort da, doch Lilac blockt das aufgrund ihres Klassenunterschiedes sehr schnell ab.
Das nächste Mal begegnen sie sich, als die angeblich so sichere Icarus abstürzt. Lilac und Tarver können sich gemeinsam in eine Rettungskapsel flüchten und nur dank Lilacs Wissen über das Schiff gelingt es ihnen, sich in Sicherheit zu bringen. Sofern man das so nennen kann, denn sie stranden einsam auf einem verlassenen Planeten.
Obwohl die Geschichte dort erst einmal ein wenig ruhiger wird, beginnt sie an diesem Punkt erst richtig. Lilac und Tarver müssen sich gemeinsam durch die Wildnis schlagen, den Gefahren trotzen und überleben. Sie wollen zum Wrack der Icarus gelangen, in der Hoffnung auf Rettung.
Nach dem, was auf dem Raumschiff vorgefallen ist, kommen sie alles andere als gut miteinander aus und erst nach und nach kommen sie sich näher. Der Weg zum Wrack ist allerdings nicht die einzige Hürde, die sie im Laufe der 487 Seiten überwinden müssen.

„These Broken Stars – Lilac und Tarver“ bietet dem Leser eine gefühlvolle Liebesgeschichte, die im Science-Fiction-Mantel daherkommt, der ihr sehr gut steht.
Die Charaktere sind glaubwürdig und haben Tiefe und die Geschichte selbst ist zwar spannend und wartet mit einigen unvorhergesehenen Wendungen auf, legt aber auch mehr Wert auf die Figuren. Deren Beziehung zueinander entwickelt sich langsam und keinesfalls überstürzt, nachdem sie anfangs sehr angespannt ist und es öfters zu kleineren und größeren Streitereien kommt.
Lilac und Tarver sind beide auf ihre eigene Art sehr liebenswert. Zwischendurch – gerade zu Beginn – wirkt Lilac aufgrund ihrer Herkunft wie eine typische reiche Zicke, beweist aber oft genug, dass sie gar nicht so unnütz ist, sondern dass auch sie Dinge kann und sich als hilfreich erweist. So ist im Grunde sie es, die ihnen beim Absturz das Leben rettet und auch im weiteren Verlauf der Geschichte kommen solche Momente immer mal wieder vor.
Tarver ist zunächst genervt von ihrem Verhalten, nachdem sie gerade gestrandet sind, gibt sich aber auch größte Mühe, auf sie aufzupassen und es ihr so leicht wie möglich zu machen.
Vor allem, als die Geschichte anfängt, ein paar gruselige Elemente dazu zu bekommen. Diese lassen sich zunächst noch schwer einordnen und entwickeln sich ebenso wie die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten nur langsam. Dabei hatte ich jedoch an keiner Stelle das Gefühl, dass sich die Handlung zu sehr zieht oder langweilig wird.
Der Schreibstil ist dem Jugendbuch-Genre entsprechend relativ schlicht und einfach gehalten, aber sehr gefühlvoll und ebenso gut zu lesen. Das Cover ist nicht nur mit Schutzumschlag wunderschön und zur Geschichte passend, auch darunter entpuppt sich das Hardcover als ein Buch mit äußerst ansprechendem Design.

Ich hätte sehr gerne mehr von Lilac und Tarver gelesen, aber ihre Hauptgeschichte wird im ersten Band der Reihe gut abgeschlossen und demnach ist es meiner Meinung nach die richtige Entscheidung der Autorinnen gewesen, sich in den folgenden Teilen auf andere Protagonisten zu konzentrieren. Damit und mit ihrer Thematik hebt sich „These Broken Stars“ deutlich von anderen Jugendbuchtrilogien ab.

Mein Fazit

Ich bin kein Science-Fiction Fan, dennoch hat mir das Buch unheimlich gut gefallen. Es wird nicht zu viel Aufmerksamkeit auf die technischen Details gelegt, nur wenn es absolut notwendig ist, und das machte es für mich sehr angenehm zu lesen.
Die Handlung ist interessant und lässt einen lange im Dunkeln tappen, die Charaktere sind sympathisch und liebenswert und die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt sich sehr natürlich.
All das zusammen genommen möchte man direkt im Anschluss unbedingt den nächsten Teil lesen, um zu wissen, wie es weitergeht. Und man darf auf jeden Fall gespannt sein auf Jubilee und Flynn.

Geschrieben von Roberta

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Verlagsseite des Buches
„These Broken Stars – Lilac und Tarver“ bei Thalia*

Die Rezension zum zweiten Teil der Trilogie findest Du hier: Jubilee und Flynn

4 Kommentare zu „Rezension: These Broken Stars – Lilac und Tarver (Amie Kaufman und Meagan Spooner)“

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