Rezension: Blood & Guilt – Geschichten aus Dumornay (Sophie Grossalber)

Sophie Grossalber - Blood & Guilt: Geschichten aus Dumornay
(Copyright Cover: Sophie Grossalber / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

„Blood & Guilt – Geschichten aus Dumornay“, von Sophie Grossalber, ist ein Werk mit drei Kurzgeschichten, die alle in derselben Welt angesiedelt worden sind. Es erschien am 04.09.2019 via Books on Demand als Selfpublished Buch. Es ist sowohl auf Englisch als auch in Deutsch erschienen und die rund 116 Seiten sind für 5,99€ zu haben.

In der Welt von „Blood & Guilt – Geschichten aus Dumornay“ sind neben Menschen auch Werwölfe und Vampire keine Seltenheit und damit die drei Gattungen miteinander auskommen können, wurden Regeln aufgestellt. Diese haben Auswirkungen auf die drei einzelnen Geschichten.

In der Ersten lernen wir den Clananführer, auch Vampirkönig genannt, Damien kennen, der neben seinen legalen Tätigkeiten auch die ein oder andere nicht so gern gesehene Geschäftsquelle anzapft, um sich und seinen Vampiren Schutz und ein gutes Leben zu bieten. Um diese Machenschaften vor dem Institut geheim zu halten und somit Ärger zu vermeiden, musste er mit der Jägergilde vor Ort einen Handel eingehen, der ihn an manchen Tagen schwerer trifft als an anderen. So auch in dieser Nacht, in der er eine Entscheidung treffen muss, die gegen seinen Moralkompass steht, aber die von Nöten sein wird. Die Frage ist, auf welche Stimme wird er hören.

Die Zweite stellt uns den Werwolf Connor vor. Er hatte sich dieses Leben nie ausgesucht und will keiner Fliege etwas zu Leide tun, also zog er sich zurück, um in Frieden Schafe zu hüten und sich an ihnen statt an Mitmenschen gütlich zu tun. Leider muss er feststellen, dass er nicht der Einzige seiner Art in der Gegend ist und die Probleme, die damit einher ziehen, sind unschön und drohen, sein neues Leben ins Chaos zu stürzen.

Mit der Dritten lernen wir auch die Sicht einer Jägerin kennen. Menschen, die schlafende Gene von Vampiren und Werwölfen haben und die Ordnung aufrecht halten sollen. Xi Lei ist die Jägerin, die wir auf dem Weg ins Himalayagebirge begleiten, wo sie einen Vampir zur Strecke bringen soll. In dem Dorf, das um Hilfe gebeten hat, angekommen, muss sie feststellen, dass die ganze Jagd verzwickter ist, als am Anfang angenommen. Denn manchmal stellt sich uns allen die Frage, ist deine Überzeugung den Preis wert?

„Blood & Guilt“ ist eine Ansammlung von drei Kurzgeschichten, die in derselben Welt spielen. Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen, sodass Seite für Seite unter den Fingern schwindet, bis man auf einmal am Ende angekommen ist.

Dabei muss ich zugeben, dass ich Kurzgeschichten meistens ein wenig kritisch entgegenstehe, konnte allerdings keinen großen Kritikpunkt hier ausmachen. Die Autorin hat mich sehr gut in die Welt eingeführt – hinten gibt es auch ein Glossar – und die Charaktere kennen lernen lassen, sodass es trotz der Geschichtenlänge nicht gehetzt oder unvollständig wirkte. Zunächst waren mir alle drei Figuren am Anfang ihrer Geschichte ein wenig unsympathisch, doch bei zwei von dreien hat es sich bei mir rasch geändert. Aber auch der dritte Charakter hat mich seine Geschichte genießen lassen.

Ich würde gern mehr aus der Welt von Dumornay lesen, vor allem Damien hat es mir dabei angetan.
Die Welt ist in sich sehr gut abgeschlossen und durchdacht. Einzig ein paar kleinere Logikfragen sind bei mir aufgekommen. So zum Beispiel, dass der zweite Werwolf aus der zweiten Geschichte während der Anfangsszene als Mensch herumläuft und nicht als Wolf. Diese kann man allerdings sehr gut übergehen und eventuell habe ich die Antwort auf Twitter dazu auch übersehen.

Neben den schönen Geschichten wartet das Buch nicht nur mit einem traumhaft schönen Cover auf, sondern auch mit einer Bonussektion. Illustrationen der Charaktere, eine Einsicht in ihre beim Institut angelegte Akte und ein kleiner Bonustext in Form eines Interviews, eines Reisejournals und eines Auftragsberichts.

Mein Fazit

„Blood & Guilt“ ist nicht sehr lang, aber, auch wenn ich gern mehr aus der Welt lesen würde, das muss es auch nicht sein. Die drei Kurzgeschichten sind knackig, bündig und gut zu lesen. Wer es auf Englisch lieber mag, hat genauso die Gelegenheit dazu wie alle, die es auf Deutsch lieber mögen.

Sophie Grossalber hat sich sehr viel Mühe gegeben, zusammen mit den talentierten Mitarbeitern, die für die Illustrationen zuständig waren. Auf ihrer Twitterseite hat sie im Übrigen noch viele weitere Informationen zu ihrer Welt und den Charakteren verlauten lassen.

Mit dem Preis von 5,99€ kann man nicht viel falsch machen und sich einen schönen Leseabend gönnen.

Geschrieben von Judith

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„Blood & Guilt – Geschichten aus Dumornay“ bei Thalia*

1 Kommentar zu „Rezension: Blood & Guilt – Geschichten aus Dumornay (Sophie Grossalber)“

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