Rezension: Loria – Schattenkinder (Paula Schreiber)

Paula Schreiber - Loria: Schattenkinder
(Copyright Cover: Paula Schreiber / Copyright Foto: Das Bambusblatt)

„Loria: Schattenkinder“ ist der 2019 erschienene Debütroman von Paula Schreiber und damit der Auftakt zu einer Trilogie, die sie via Self Publishing veröffentlicht. Das Buch wurde mir von der Autorin freundlicherweise zur Verfügung gestellt, um es auf dem Blog zu präsentieren.

Die gleichnamige Heldin Loria lebt in einer spärlichen Behausung zusammen mit ihrer Mutter und verdient sich im örtlichen Wirtshaus einige Münzen dazu, um sie beide über die Runden zu bringen. Immer wieder verliert sie ihre Gedanken an die Geschichten, die die wenigen Erzähler mit in die Schenke tragen, auch wenn sie damit ihre Arbeit und vor allem ihren Lohn riskiert.
Obwohl sich Mutter und Tochter so nur von Tag zu Tag hangeln, hilft die warmherzige Loria eines Tages einem fremden älteren Mann in einer Gasse und bringt ihn zu sich nach Hause, um sich um ihn zu kümmern. Und löst damit eine Kette von Ereignissen aus, die nicht nur ihr Leben umkrempeln, sondern auch ihr wahres Erbe und ihre Herkunft in ein neues Licht rücken. Auf einmal hört sie nicht mehr nur die Geschichten über Magie und die Ebenen, auf einmal ist sie selbst mitten in eines dieser Abenteuer geraten.

Das Aussehen des Buches fällt direkt positiv ins Auge. Das Cover ist schlicht, doch schön gehalten und fühlt sich weich in der Hand an, genauso wie die recht schweren Seiten. Es hat eine solide Bindung, ist klein und praktisch gehalten und liegt gut in der Hand. In der Tat habe ich sogar schon Bücher aus Verlagen gesehen, die mehr gekostet haben und schlechter gebunden worden waren.

Das E-Book kostet auf Amazon 2,99€ und ist auch in Kindle Unlimited enthalten und kann somit kostenfrei gelesen werden. Das gebundene Buch dagegen kostet 7,99€ und ist diesen Preis wert.

Geschrieben ist das Buch aus der Sicht eines personellen Erzählers und umfasst dabei die Sicht verschiedener Charaktere. So ist der Anfang tagebuchartig aus der Sicht von Eyren gehalten, während es danach zu anderen Figuren wechselt. Leider findet dieser Wechsel oftmals mitten auf der Seite zwischen mehreren Sätzen statt und ist dabei des Öfteren nur sehr kurz gehalten, sodass der Leser schnell verwirrt ist, welchen Charakter er gerade in einer Szene beim Lesen begleitet.
Der Schreibstil ist flüssig und in einem guten Deutsch verfasst, allerdings wiederholen sich Worte gerne und die Szenen sind oftmals zu eilig abgehandelt. Gerade der Anfang wird dazu genutzt, einen mit Informationen zu überhäufen, die einen schnell irritieren.
Obwohl die Charaktere mehr Tiefe hätten haben können, bieten die Geschichte und die Welt doch eine gute Grundlage für ein einnehmendes Abenteuer, das den Leser schnell an die Seiten binden und Laune auf mehr machen kann. Vor allem das offene Ende macht Lust auf mehr und der dennoch leichte Schreibstil sorgt beim Lesen für rasches Umblättern.

Die Geschichte wartet auf mit klassischen Fantasyelementen und verbindet diese auf eine neue Art und Weise zu einer kleinen Einführung in eine Reise, die die ein oder andere Wendung nimmt, mit der man nicht gerechnet hat. Die Welt ist dabei detailliert geschrieben, folgt ihren eigenen Regeln und kommt wirklich aus dem Herzen der Autorin. Man merkt schon, wie viel Mühe die Schriftstellerin sich gegeben hat.

Mein Fazit

„Loria: Schattenkinder“ von Paula Schreiber ist ein kurzes, aber klassisches Fantasybuch, mit schöner Handlung und einfallsreicher Welt, das mit seinem fairen Preis zu einem gemütlichen Leseabend einlädt, sofern man sich nicht an den negativen Aspekten stört. Mehr Tiefe bei den Charakteren wäre gern gesehen gewesen, genauso wie umfangreichere Szenen.
Der Schreibstil ist flüssig, allerdings wiederholen sich viele Wörter und die Charakterwechsel sind sehr oft nicht ersichtlich und dadurch in die Irre führend.
Dennoch hat die Autorin mit ihrer Welt und ihren Ideen eine Struktur geschaffen, die die Leser zum Verweilen einlädt und mit einem Cliffhanger auf den nächsten Teil warten lässt.

Geschrieben von Judith

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1 Kommentar zu „Rezension: Loria – Schattenkinder (Paula Schreiber)“

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