Rezension: Arkadien erwacht (Kai Meyer)

Kai Meyer - Arkadien erwacht
(Cover Copyright: Carlsen Verlag / Foto Copyright: Das Bambusblatt)

„Arkadien erwacht“ des deutschen Schriftstellers Kai Meyer ist der erste Band der Arkadien-Trilogie und 2009 als phantastisches Jugendbuch im Carlsen Verlag erschienen.

Laut eigener Aussage wollte Kai Meyer gerne über die sizilianische Mafia schreiben und hat daraufhin überlegt, mit welchen Mythologien und phantastischen Elementen er das verbinden könnte. Dabei herausgekommen sind Gestaltwandler.

Von Anfang an begleiten wir die 17-jährige Protagonistin Rosa Alcantara, die von New York nach Sizilien fliegt, um dort bei ihrer Tante Florinda zu leben, ebenso wie ihre ältere Schwester Zoey bereits zwei Jahre zuvor. Florinda ist das Oberhaupt des Alcantara-Clans, der eine mächtige Stellung innerhalb der sizilianischen Mafia hat, und so wird Rosa in dieses komplizierte politische Netz hineingezogen. Nicht zuletzt, weil sie bereits im Flugzeug Allessandro Carnevare trifft, den Sohn des Carnevare-Oberhaupts, der auf dem Weg zur Beerdigung seines Vaters ist, und sie sich von Anfang an gut verstehen. Leider sind die beiden Familien seit Ewigkeiten verfeindet. Das hält Rosa und Allessandro allerdings nicht davon ab, sich weiterhin zu treffen.

Rosa ist wie viele von Kai Meyers Protagonistinnen ein sehr taffes Mädchen und hat es mir mit ihrer unnahbaren Art zu Beginn etwas schwer gemacht, doch je mehr über sie und ihre Vergangenheit ans Licht kam, desto mehr ist sie mir ans Herz gewachsen. Und sie hatte bei Weitem keine leichte Vergangenheit, die mir an manchen Stellen ein wenig zu tragisch war und die im späteren Verlauf der Geschichte auch immer wieder eine größere Rolle spielen wird.
Meiner Meinung nach kann man sich mal mehr, mal weniger gut in Rosa hineinversetzen, aber letztendlich habe ich immer mit ihr mitgefiebert. Auch Allessandro mochte ich sehr. Über viele Charaktere, wie zum Beispiel Florinda und Zoey, erfährt man leider nur recht wenig.
Die phantastischen Elemente tauchen für einen Roman von Kai Meyer ungewohnt spät auf, verknüpfen sich allerdings sehr passend und elegant mit der Handlung, während weiterhin immer die Mafia im Vordergrund steht. Sein Vorhaben, diese beiden Bausteine miteinander zu verbinden, ist ihm definitiv gelungen und dies sorgt für eine spannende Geschichte, deren Themen ich in dieser Kombination bisher noch nicht gesehen hatte.

Der Schreibstil ist sehr einfach, aber klar gehalten und sorgt dafür, dass man das Buch flüssig lesen kann. Für ein Jugendbuch kam es mir an ein oder zwei Stellen allerdings doch recht brutal vor, die ich ohne Spoiler jetzt nicht nennen kann.
Die Cover aller drei Teile sind wirklich hübsch gestaltet und hinterlassen den stimmigen Eindruck einer märchenhaften Geschichte. Ebenso wie die kleinen Ornamente, die jeden Kapitelanfang zieren.

Mein Fazit

Mir hat die Geschichte um Rosa und Allessandro wirklich gut gefallen und ich habe kurz darauf den zweiten Band angefangen.
Wer phantastische Elemente gerne mit der Realität und ihren Phänomenen verbunden sieht, der ist bei Kai Meyer und seiner Arkadien-Trilogie auf jeden Fall gut aufgehoben.

Geschrieben von Roberta

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1 Kommentar zu „Rezension: Arkadien erwacht (Kai Meyer)“

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