Rezension: Stella Maris – Die Stimme des Herzens (K. K. Summer)

K. K. Summer - Stella Maris: Die Stimme des Herzens
(Cover Copyright: Tagträumer Verlag / Foto Copyright: Das Bambusblatt)

„Stella Maris“ ist der dritte Roman der deutschen Schriftstellerin K. K. Summer und am 15. Juli 2019 im Tagträumer Verlag erschienen. Die Geschichte ist eine Adaption der Kleinen Meerjungfrau von Hans Christian Andersen, weist allerdings ein paar elementare Unterschiede auf.
So ist es nicht die Protagonistin, die hier Serena heißt, die als Meerjungfrau unter Wasser lebt, sondern der Protagonist Aramis.

Serena lebt auf einer kleinen Insel in der Irischen See, ein 20-jähriges Mädchen aus gutem Hause, welches das Meer liebt wie nichts anderes. Als ihr von ihren Eltern eröffnet wird, dass diese endlich einen Mann gefunden haben, den sie heiraten soll, flüchtet sie zum Strand und trifft dort auf eine wunderschöne Frau, die zwischen den Wellen auftaucht. Sie bietet Serena an, ihr einen Wunsch zu gewähren, und das verzweifelte Mädchen willigt ein, auch in dem Wissen, dass der Preis dafür ihre Stimme sein wird.
Sie findet sich mit einem Fischschwanz unter der Oberfläche wieder und wird von Aramis, dem jungen Prinzen der Meermenschen, gerettet und mit in dessen Heimat genommen. Die Verständigungsprobleme, die zwischen ihr und den anderen Meeresbewohnern entstehen, lassen sich dabei erstaunlich gut bewältigen.
Serena liebt die neue Welt, die sie nun erkunden kann, doch alsbald wird klar, dass sie in einen uralten Krieg hinein geraten ist.

Das klingt alles sehr klischeevoll und im Grunde ist es das auch, dennoch erzählt K. K. Summer hier eine niedliche Geschichte mit zwei wirklich liebenswerten und sympathischen Charakteren, zwischen denen es gar nicht allzu viel Drama gibt. Der Schwerpunkt liegt eher auf der Frage, was die Sirenen, die hier etwas anderes als die Meermenschen sind, mit Serenas Stimme vorhaben und wie man diese wiedererlangen kann.
Diese beiden Dinge sind eine erfrischende Abwechslung zu anderen Liebesgeschichten und mir gefällt es, wie die Urgeschichte von Hans Christian Andersen hier umgesetzt und umgekehrt wurde, vor allem welche Rolle der Verlust von Serenas Stimme hier spielt.
K. K. Summer hat eine schöne Unterwasserwelt geschaffen, die einen magischen Eindruck vermittelt, auch wenn ich über genau diesen Punkt gerne noch mehr erfahren hätte. Serena wundert sich an einigen Stellen darüber, wie dort das ein oder andere funktioniert, aber bei den Fragen, die bei mir aufgekommen sind, denkt sie nicht einmal darüber nach. Zum Beispiel, wie die Getränke in den Gläsern und Bechern bleiben, statt sich im Meer zu verteilen.

Während ich über die meisten Klischees hinwegsehen kann und auch versucht wurde, vieles anders zu lösen, ist das Ende wirklich sehr klischiert und einfach gehalten. Da hätte ich mir ein wenig mehr Abwechslung und ausführlichere Szenen gewünscht. Ansonsten hat mir die Geschichte, nach anfänglichen Schwierigkeiten, während der ich erst einmal in das Buch hineinfinden musste, gut gefallen.

Für mich bestand der größte Kritikpunkt im Schreibstil, der dieser schönen Geschichte leider noch nicht ganz gerecht wird. Er hat noch deutliches Potenzial nach oben und lässt mich neugierig zurück, wie die Romane der Autorin in einigen Jahren aussehen werden.
Einen Teil trägt leider auch das Korrektorat dazu bei, das hier vielleicht noch einmal ausführlicher über den Text hätte schauen können. Recht häufig fehlen Kommata oder Wörter – manchmal sogar nur Teile davon – sind ohne ersichtlichen Grund fett geschrieben. Ebenso ist die Silbentrennung bei einem Zeilenumbruch an manchen Stellen etwas seltsam. So kommen dort verwirrende Worte heraus wie z.B. „Seek-uhaugen“.

Das Cover hingegen ist wunderschön und äußerst passend zur Geschichte gestaltet. Hierbei gefällt mir vor allem, dass nicht Serena oder Aramis zu sehen sind, sondern vermutlich Aquaria, die Sirene, mit der Serena den Handel eingeht.
Auch das Innere des Buches kann sich mit den Muscheln neben den Seitenzahlen und den hin und wieder auftauchenden Meerjungfrauen und Quallen sehen lassen.

Mein Fazit

Für mich war „Stella Maris“ ein kurzweiliger Zeitvertreib, an dem ich Spaß hatte. Meiner Meinung nach ist es genau das richtige Buch für diejenigen, die eine einfache und nette Geschichte für ein schönes Sommerwochenende suchen und sich dabei entspannen möchten.

Geschrieben von Roberta

Linksektion

Verlagsseite des Buches
„Stella Maris – Die Stimme des Herzens“ bei Thalia*

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